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Christian Dölder: Wolfsberger Autor nimmt Leser auf eine spannende Reise nach Wetherid mitAusgabe 5 | Mittwoch, 28. Januar 2026

Aus einer Gute‑Nacht‑Geschichte wurde ein 1.500‑Seiten‑Epos: Der IT-Experte und Autor Christian Dölder entführt die Leser mit »Wetherid« in eine Fantasywelt, die aktuelle Krisen spiegelt und zeigt, wie aus Zweifel, Disziplin und Mut ein große Buchprojekt wurde.

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Wolfsberg. Als Christian Dölder (51) im Jahr 2002 eine einfache Gute‑Nacht‑Geschichte für seine kranke Freundin erfindet, ahnt er nicht, dass er gerade den ersten Stein für ein gewaltiges Fantasy‑Epos legt. Er ist damals ein junger Mann, geprägt von seiner Bewunderung für J.R.R. Tolkien, dessen Welten ihn seit Kindheitstagen begleiten. Doch was als tröstende Erzählung beginnt, wächst über die Jahre zu etwas Größerem heran – zu einer Welt, die ihn nie wieder loslassen wird.

2004 wird sein Sohn geboren, 2007 seine erste Tochter. Mit jedem neuen Kapitel in seinem eigenen Leben überarbeitet er auch die Kapitel seiner Geschichte. Er feilt, streicht, ergänzt – und zweifelt. Als 2009 seine zweite Tochter zur Welt kommt, fasst er einen Entschluss: Jetzt wird ernsthaft geschrieben. Täglich. Diszipliniert. Bis die ersten vier Kapitel stehen.

Doch als er das Manuskript schließlich in Händen hält, trifft ihn die Erkenntnis hart. Die Geschichte ist da – aber die Sprache trägt sie nicht. »Ich konnte niemandem zumuten, das zu lesen«,  sagt Dölder später. Also wandert das Werk in die Schublade. Für Jahre.

Erst 2019 holt er es wieder hervor. Reifer, kritischer, mutiger. Er beginnt zu überarbeiten, Satz für Satz, Szene für Szene. 2022 folgt der große Einschnitt: Das erste Kapitel wird nahezu neu erfunden. 2023 feilt er erneut daran, bis er irgendwann denkt: Vielleicht reicht es. Vielleicht ist es gut genug – zumindest für meine Kinder.

Doch Wetherid ist längst mehr als ein privates Projekt. Die Welt, die er erschaffen hat, spiegelt die Krisen unserer Zeit: Klimawandel, Machtverschiebungen, Ressourcenknappheit, gesellschaftliche Spaltung. Seine Fantasy ist keine Flucht, sondern ein Spiegel. Eine Warnung. Und ein Appell. Denn in Wetherid wie in der Realität gilt: Kein Volk, kein Herrscher, keine Institution kann die großen Herausforderungen allein bewältigen. Nur gemeinsames Handeln führt aus der Dunkelheit.

2024 wagt Dölder schließlich den Schritt, den er so lange hinausgeschoben hat: Er veröffentlicht »Die Chroniken von Wetherid – Die Gabe der Elfen«. Im Zentrum steht Vrenli, ein unscheinbarer junger Mann aus dem Dorf Abketh, der durch eine Prophezeiung in ein Abenteuer hineingezogen wird, das größer ist als alles, was er sich vorstellen kann. Seine Reise – vom einfachen Dorfbewohner zum Hüter eines magischen Gleichgewichts – bildet das Herz der Chroniken. 2025 ging es weiter. Mit »Wetherid II – Die Hüter der Sieben Artefakte« tauchen Leser noch tiefer in diese Welt ein. Neue Gefahren, neue Verbündete, neue Prüfungen. Und eine Welt, die immer deutlicher zeigt, wie fragil Ordnung sein kann, wenn Verantwortung dem schnellen Vorteil geopfert wird. 

Aus der kleinen Gute-Nacht-Geschichte wurde ein Epos mit 1.500 Seiten. Und noch ist lange nicht Schluss. »Am Ende sollen das gesamte Werk fünf oder sechs Bände umfassen«, sagt Dölder. Der erste Band wurde auch auf Englisch, Spanisch und Französisch veröffentlicht.  Außerdem gibt es vom ersten Band mittlerweile auch ein Hörbuch auf Deutsch und Englisch – Länge: 23 Stunden. »Ich lasse nun auch die neue Serie auf Französisch und Spanisch übersetzen. Das ist natürlich ein halber Blindflug – da ich die Sprache nicht kann und daher nie genau weiß, wie übersetzt wurde«, sagt Dölder.

Online gibt es außerdem auf www.wetherid.com zahlreiche zusätzliche Information sowie eine ausführliche interaktive Karte über die von Dölder geschaffene Welt.

Zum Autor

Christian Dölder verbindet unternehmerische Innovationskraft mit internationaler Vertriebsexpertise und kreativer Leidenschaft. Seine Karriere begann 2001 als Head of International Business & Product Development bei der »Management & Consulting Group«, wo er früh Verantwortung für globale Projekte übernahm. Nach mehreren Jahren als CEO des Softwareunternehmens »Badosoft« wechselte er in führende Vertriebspositionen. Ab 2021 prägte er bei »Zkong« die Expansion in Europa maßgeblich. 

Parallel gründete er »Nomadis Technologies«, wo er seine Erfahrung in Technologie, Digitalisierung und Marktentwicklung bündelt. Seit 2025 verantwortet er als Senior Vice President of Sales DACH & CEE von »Zkong« die regionale Vertriebsstrategie eines globalen Tech‑Unternehmens.

Neben seiner wirtschaftlichen Laufbahn und dem Schreiben der Fantasy-Bücher engagiert sich Dölder seit 2023 auch als Vorstandsvorsitzender des Dachverbands der Forstschutzorgane Österreichs.  

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