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Die Skisaison im Lavanttal neigt sich dem Ende zu, Warmwetterfront könnte Saison aber verkürzenAusgabe 10 | Mittwoch, 4. März 2026

Die Skisaison im Lavanttal geht in die letzte Runde. Koralpe, Klippitztörl und Weinebene ziehen eine positive Bilanz, doch eine Warmwetterfront könnte den geplanten Saisonabschluss Ende März gefährden. Noch herrschen gute Bedingungen auf den Bergen.

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Lavanttal. Die Skisaison neigt sich langsam dem Ende zu, die heimischen Skigebiete planen ihren Saisonabschluss Ende März. Eine Warmwetterfront könnte den Plänen allerdings einen Strich durch die Rechnung machen.  

Noch bis 22. März soll die Skisaison auf der Koralpe laufen, dann wird der Liftbetrieb eingestellt. Mit der bisherigen Saison zeigt man sich zufrieden. Helmut Karner von der Koralm Schi GmbH sagt: »Es war eine gute Saison und wir bekamen von den Skifahrern sehr viel positives Feedback. Das gibt uns Motivation für die Zukunft. Wir hatten auch wieder zahlreiche Skirennen auf der Koralpe, darunter auch ein FIS-Rennen, das von einem heimischen Verein veranstaltet wurde.« Über 900 Kinder nahmen heuer an Skikursen auf der Koralpe teil, was die Verantwortlichen natürlich sehr freut. Obwohl heuer verhältnismäßig viel Schnee gefallen ist, geht laut Karner ohne Kunstschnee nichts mehr: »Da regelmäßig beschneit werden muss, steigen natürlich auch die Kosten für die Betreiber. Aber es freut mich, dass die Bevölkerung nach wie vor zur Koralpe steht und unser Angebot sehr gut in Anspruch nimmt.«

Über einen künftigen Investor kann Karner noch nichts berichten, es werden aber laufend Gespräche geführt.

Klippitztörl: Neue Betriebszeiten

Am Klippitztörl hat man sich jedenfalls gut vorbereitet. Seit Anfang März laufen die Lifte künftig von 8 bis 15 Uhr, um die kühlen Vormittagsstunden zu nutzen. »Derzeit herrschen optimale Bedingungen, und wir haben nach wie vor viele Skifahrer am Berg«, sagt Manfred Stückler von der Klippitztörl Touristik. Die Saison sei deutlich besser verlaufen als im Vorjahr – nicht nur wegen der stabileren Schneelage, sondern auch wegen der hohen Besucherzahlen. »Wir sind sehr zufrieden. Vormittags geht es noch super zum Fahren. Auch Schneeschuhwanderer waren zahlreich unterwegs.« Der geplante Saisonabschluss ist am 29. März, doch Stückler weiß: Ein Temperaturanstieg könnte die Pläne rasch ändern.

Weinebene: Starke Saison 

Auch auf der Weinebene blickt man auf einen starken Winter zurück. Geschäftsführer Manfred Vallant spricht von einer »mehr als zufriedenstellenden Saison«, die vor allem in den Weihnachtsferien an ihre Grenzen stieß. »Es war extrem viel los, teilweise hatten wir sogar Parkplatzprobleme. Der Großteil der Skifahrer zeigte sich verständnisvoll, auch wenn es einige wenige gab, die uns für die Parkplatzsituation heftig kritisierten«, erzählt er. Die Weinebene ist nicht nur bei Skifahrern beliebt, auch der Snowpark lockte zahlreiche Snowboarder und Freestyler, nicht nur aus Kärnten, auf den Berg. Außerdem kamen zahlreiche Besucher zum Rodeln und Spazierengehen.

Noch immer herrschen auf der Weinebene in den Morgenstunden Minusgrade, die die Pisten stabil halten. Doch Vallant bleibt vorsichtig: »Wenn die warme Strömung kommt, erwischt sie uns natürlich auch. Dann könnte es früher vorbei sein.« Offiziell plant man ebenfalls mit einem Saisonabschluss Ende März – doch die Natur hat das letzte Wort.

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