Marie, Fabienne und Hanna kämpfen gegen die Plastikflut und für die UmweltAusgabe 45 | Mittwoch, 6. November 2019

»Plastik überhäuft die Erde, bald werden weniger Fische im Meer sein, als Plastik«, meinen die drei Schülerinnen und wollen die Plastikflut eindämmen. Dafür haben sie auch eine Petition gestartet.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Marie Luise Eberhard, Fabienne Chantal Kleinjanz und Hanna Rosa Eberhard (v. li.) möchten die gesammelten Unterschriften dem Wolfsberger Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz übergeben. Foto: UN/much

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Wolfsberg. Die drei NMS-Schülerinnen Marie Luise Eberhard, Fabienne Chantal Kleinjanz und Hanna Rosa Eberhard setzen sich bereits seit dem Kindergarten für den Umweltschutz ein. Nun verfassten die drei Mädels eine Petition und gingen Unterschriften sammeln, die sie dem Wolfsberger Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz übergeben wollen und ihn damit auffordern, auch mit der Stadtgemeinde Wolfsberg in Zukunft mehr für den Umweltschutz zu unternehmen.

»Die globale Erwärmung bekommen wir alle selbst mit. Es wird Jahr für Jahr heißer und im Winter gibt es immer weniger Schnee«, sagt Marie Luise Eberhard traurig und meint weiter: »Wir brauchen die Natur, aber die Natur braucht uns nicht.« Ursprünglich wollten die drei Umweltschützerinnen weitere Schüler dazu bewegen, bei ihrer Aktion mitzumachen. Aber leider würden nicht viele Kinder Interesse am Thema Umweltschutz zeigen, erzählen die drei Mädchen, was sie aber nicht davon abhält, sich für die Umwelt stark zu machen.

»Ich kaufe zum Beispiel keine Süßigkeiten, die in Plastik verpackt sind. Wasser trinke ich nicht in Plastikflaschen, sondern ich verwende immer eine Trinkflasche von zu Hause«, erzählt Marie Luise. Und auch Hanna und Fabienne versuchen auf Plastik zu verzichten. »Wir haben in der Schule einen Kakaoautomaten. Da gibt es leider nur Plastikbecher. Viel besser wäre es, wenn man auf Pappbecher umstellen würde«, ärgert sich Hanna. Auch gehen die drei Mädchen regelmäßig in ihrer Freizeit in den Wald, um Müll einzusammeln. »In Zukunft möchten wir Holzmülltonnen bauen und diese im Wald aufstellen. Das Ausleeren würden wir übernehmen«, sagt Hanna und Marie fügt hinzu: »Plastik überhäuft die Erde, bald werden weniger Fische im Meer sein, als Plastik.«

Unverständlich ist für Marie, Fabienne und Hanna der sorglose Umgang mit Müll mancher Menschen. »Obwohl ein Mülleimer in der Nähe ist, werfen die Menschen ihren Dreck auf die Straße. Die Menschen müssen endlich einsehen, dass es so nicht weitergehen kann«, ärgert sich Hanna.

Positiver Einfluss auf Eltern

Und auch die Eltern werden ermutig, etwas zum Umweltschutz beizutragen. »Ich habe meinen Vater gefragt, warum er sich beim Fleischer das Fleisch in Plastik einpacken lässt und nicht selbst eine Box mitnimmt, um das Fleisch darin zu verstauen. Seither macht er das auch«, berichtet Fabienne.

Alle drei betonen, dass sie bei ihren Umweltschutzaktivitäten immer von ihren Eltern unterstützt wurden und der Umweltschutzgedanke der Mädchen sich bereits auf die Eltern übertragen hat. So werden zum Beispiel mehr Strecken zu Fuß oder per Rad zurückgelegt und auf Einwegverpackungen verzichtet.

Und wie schauen die Zukunftspläne aus? Auch da haben die Mädchen bereits konkrete Vorstellungen. Alle drei wollen Umweltschutzorganisationen unterstützen, für diese arbeiten oder selbst einen Verein gründen. »Ich möchte entweder in einer Organisation für Umweltschutz mitarbeiten oder vielleicht Biobäuerin werden, damit Menschen und Tiere in Harmonie leben«, sagt Marie.

Für die Zukunft wollen die Umweltschützerinnen auch eine Homepage erstellen und Leute dazu animieren, sie zu unterstützen. 

// Text der Petition
Wie Ihr wisst, ist die globale Erwärmung eine Belastung für die Erde. Aber nicht nur die Erde leidet darunter, auch die Eisbären, Robben, Seelöwen und so weiter. Die Menscheit merkt nicht, wie viel Schaden sie anrichtet. Und dann, wenn das Wasser knapp ist, fast alle Tiere tot sind und wir eine geringe Chance zum Überleben haben, dann ist es schon zu spät. Wie viele Tiere müssen noch sterben, bis wir merken, dass wir etwas unternehmen müssen.
Bitte helft uns, die Erde zu beschützen!

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