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Bürgerinitiative gegen den Windpark auf der Peterer AlpeAusgabe 49 | Mittwoch, 6. Dezember 2023

Am 28. November endete die Frist für Einwendungen gegen den geplanten Windpark. Eingereicht wurde unter anderem auch von einer Bürgerinitiative.

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Reichenfels, Klagenfurt. Am Dienstag der Vorwoche, dem 28. November, endete die Frist für Einwendungen gegen den geplanten Windpark Peterer Alpe. Die Natur-, Kultur- und Landschaftsschutzorganisation »Alliance For Nature« (AFN) hat ihre Einwendungen gegen das Windpark-Vorhaben auf der Peterer Alpe an das Amt der Kärntner Landesregierung als zuständige Umweltverträglichkeits-Behörde gesandt.

Argumente der Organisation sind laut AFN-Generalsekretär Christian Schuhböck unter anderem »erhebliche Beeinträchtigung der Landschaft und des Land­schaftsbilds infolge Einbringens höhenwirksamer technogener Elemente – nämlich durch acht Wind­industrieanlagen mit einer Höhe von bis zu 200 Metern«. Die Windräder würden »nicht nur zu erheblicher Beeinträchtigung des Landschaftsbilds, sondern auch zu erheblichen Belastungen anderer Schutzgüter wie z. B. Boden, biologische Vielfalt, Fauna und Flora« führen, so Schuhböck in der Eingabe.

Nachdem von den Projektbetreibern Kelag und »ImWind Erneuerbare Energie GmbH« am 2. Oktober beim Land Kärnten alle Unterlagen sowie die Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) eingereicht wurden, hatten Gegner des Projekts sechs Wochen Zeit, bei der Landesabteilung 7 schriftliche Einwendungen abzugeben (wir berichteten). Im Anschluss werden die Stellungnahmen bearbeitet und eine Verhandlung über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) angesetzt. Danach folgt der Bescheid, in dem das Land dem Vorhaben seine Zustimmung erteilt – oder es ablehnt.

Bürgerinitiative gegründet
Fristgerecht eingereicht wurde eine Einwendung gegen das geplante Projekt auf der Peterer Alpe auch von einer Bürgerinitiative, die sich in Reichenfels gegründet hat – die »Bürgerinitiative Windradfreie Peterer Alm«. Innerhalb kürzester Zeit sammelte sie knapp 300 Unterschriften von Unterstützern. Unter der E-Mail-Adresse nachhaltigeslavanttal@gmx.at können Informationen angefordert und ein Kontakt für Interessierte, die sich der Bürgerinitiative anschließen möchten, hergestellt werden.

Bereits am 11. September 2022 wurden die Bürger in Reichenfels zum Projekt befragt. Auf die Frage, ob die Marktgemeinde Reichenfels die zukünftigen Windpark-Betreiber unterstützen soll, sprachen sich 425 Bürger dafür aus, 192 waren dagegen.

»Es kommt zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Landschaft«
Christian Schuhböck, Alliance for Nature

Acht Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 33 Megawatt sollen errichtet werden. Die Nabenhöhen liegen zwischen 82 und 132 Metern, die Rotordurchmesser betragen bei sieben Rädern 136 Meter, beim achten sind es 117 Meter. Im Juni 2025 soll mit dem Bau der Fundamente begonnen werden. Die geplante Inbetriebnahme soll im Oktober 2026 erfolgen.

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