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Frantschach-St. Gertraud. Seine ersten 20 Jahre feierte am Freitag, 11. September, der Kindergarten »Kamper Käferlein« – und alle waren nach Kamp gekommen: Die Kinder, die Kindergartenpädagoginnen sowie die Protagonisten und Förderer, die das Projekt in den vergangenen zwei Jahrzehnten mit viel Engagement vorangetrieben und aufrechterhalten haben. Im Mittelpunkt der Festveranstaltung standen die Kinder selbst. Sie lieferten ein buntes Programm mit Tanz, Gesang, Musik und szenischen Darstellungen. Unterstützt von ehemaligen Kindergartenkindern, wurden die Festgäste bestens unterhalten.
Eng verbunden mit der Geschichte der »Kamper Käferlein« ist die Historie der ehemaligen Volksschule Kamp, die 1908 als Kaiser-Franz-Josef-Jubiläumsschule in 1.180 Metern Seehöhe eröffnet worden war. Die erste Volksschule im kleinen Bergdorf entsprach letztlich aber nicht mehr den gesundheitspolizeilichen Vorschriften. Kurz nach der Jahrtausendwende wurde die VS Kamp als Expositur der VS St. Gertraud geführt – und 2006 geschlossen.
Zu dieser Zeit wurde die Arbeitsgemeinschaft für Bildung und Kultur von Kampern unter der Leitung von Franz Dorner ins Leben gerufen, um nicht nur den Schulstandort zu erhalten, sondern auch einen Kindergarten zu installieren. Nach einem von Dorner initiierten Artikel in der Tageszeitung »Die Presse« gab es österreichweite Reaktionen. »Wir haben damals finanzielle Unterstützung aus Wien und Salzburg bekommen, an die 30.000 Euro, um unser Projekt zu starten«, erinnert sich Franz Dorner, der 200.000 Euro in den vergangenen 20 Jahren für die Einrichtung sammelte. Er zog auch den Unterstützungsvertrag des Windparkbetreibers Püspök an Land, der jährlich 20.000 Euro für die »Kamper Käferlein« garantiert.
»Hauptsponsor« des Privatkindergartens ist aber Frantschach-St. Gertraud. Bürgermeister Günther Vallant in seiner Festrede: »Die Gemeinde übernimmt nicht nur die Betriebskosten, sondern steuert auch finanzielle Mittel von jährlich über 8.000 Euro bei.«
Die private Zwergschule in Kamp ist seit 2015 Geschichte, sie wurde von der Politik geschlossen. Der Fortbestand des Privatkindergartens im alten Schulhaus ist aber auf Jahre gesichert, auch Dank der Unterstützung des einstigen Schülers Josef Lichtenegger, Gründer der Lico-Isolierbau GmbH, der maßgeblich an der Sanierung des ehemaligen Schulgebäudes mitgewirkt hat.
Als Anerkennung der Verdienste um die Erhaltung des Kindergartens in Kamp wurden Dorner und Lichtenegger von Bürgermeister Vallant die Gemeinde-Ehrenadel in Gold für besondere Verdienste verliehen. Erste Gratulanten waren Vizebürgermeisterin Claudia Arpa, und die Gemeindevorstände Gerald Walzl und Kurt Jöbstl.
Sarah Pucker vom Gesundheitsland Kärnten stellte sich bei der Feier mit der Auszeichnung »Gesunde Schule« ein, dem Markenzeichen für Kinderbetreuung mit hoher Qualität. Die Obfrau der Kamper Käferlein, Esther Lichtenegger, brachte es auf den Punkt. Sie zitierte ein afrikanisches Sprichwort: »Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen.«

Von Unbekannt
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