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Wolfsberg. Insgesamt vier Spiele gingen in der Lavanttaler Hockeyliga seit der letzten Ausgabe des Jahrs 2025 der Unterkärntner Nachrichten am 23. Dezember über die Bühne – jeweils zwei am 27. Dezember und am 3. Jänner. Am Samstag, 27. Dezember, empfing Forelle Heinrich zuerst die Predators, bevor es im Anschluss zum Duell zwischen den Icebreakers und den Eispiraten kam.
Die Partie zwischen Forelle Heinrich gegen den EC Predators wurde mit Spannung erwartet. Absolut auf Augenhöhe verlief das erste Drittel, sehr geordnet und diszipliniert auf beiden Seiten. Es wurde hohes, aber noch nicht maximales Tempo gezeigt, und es gab gute, aber noch keine zwingenden Möglichkeiten in Führung zu gehen. Für die beachtlich gut gefüllte Tribüne war es auf jeden Fall eine tolle und spannende erste Phase in dieser Neuauflage des Finalspiels von 2014.
Es sollte bis tief ins zweite Drittel dauern, bis Robin Knapp seine Predators erlöste, und das gleich per Doppelschlag innerhalb einer Minute. Das war für die Forellen, die das Spiel bis dahin absolut offen halten konnten und den Meisterkandidaten sehr gefordert hatten, ein Dämpfer. Offensichtlich fehlte es in diesem Mittelabschnitt an Glück und der notwendigen Konzentration, denn zu viele gute Torchancen wurden vergeben. Und so vollendete Robin Knapp seinen Hattrick ganze sechs Sekunden vor der vermeintlich rettenden zweiten Drittelpause.
Im Schlussabschnitt machte es ihm sein Sturmkollege bei den Predators, Sebastian Radl, nach und schnürte ebenfalls einen Hattrick mit drei schönen Kontertoren, was die aufgrund des Rückstands notwendig gewordene offensivere Spielweise der Forelle Heinrich ermöglichte.
Tore von Paul Schratter und Bernhard Huber sorgten noch für Ergebniskosmetik. Am Ende siegten die Predators mit 6:2 und sicherten sich verdient die drei Punkte.
Breakers setzen sich durch
Im Anschluss kam es zum Duell zwischen den Icebreakers und den Eispiraten. Die Breakers waren vor dem Spiel auf dem zweiten Tabellenrang in guter Form und auf Finalkurs getrimmt. Die Piraten hingegen, in dieser Saison trotz souveräner, ansprechender Spielweise, befanden sich auf Tabellenrang vier und waren daher auch im Zugzwang, wollen sie am Saisonende wieder auf dem Siegertreppchen stehen.
Die Breakers starteten fulminant, eroberten den Puck, ein Pass von Patrick Schriebl ging zu Leopold Angerer, der nutzte einen Verteidigungsfehler und netzte unhaltbar ins Kreuzeck ein. So stand es bereits nach einer Minute Spielzeit 1:0 für die Breakers. Die Piraten richteten sich auf und gaben spielerisch noch mehr Gas, brachten die Breakers mehr und mehr unter Druck. Vor allem der rasche Spielaufbau durch Max Friesacher und den beiden Samitsch-Brüdern bereitete den Breakers Kopfzerbrechen. Doch die Breakers konnten sich durch einen guten Spielzug mit einem Tor von Robert Penasso, aufgespielt von Patrick Schriebl, in der zehnten Minute mit 2:0 in Führung bringen. Diese Führung baute dann in der 20. Spielminute Michael Ortner auf ein 3:0 aus.
In der 25. Minute gelang den Piraten ein sehenswerter Anschlusstreffer durch Mario Samitsch, assistiert von Thomas Berger. Samitsch traf unhaltbar ins Kreuzeck der Breakers zum 3:1. In der 43. Minute zog Pascal »Mr. Steelhammer« Podertschnig auf der blauen Linie durch, Feimuth, der starke Rückhalt der Piraten, konnte die Scheibe aufgrund der Geschwindigkeit nicht fangen, den Rebound nutzte Robert Penasso zum 4:1. Nur 30 Sekunden später erhöhte Michael Ortner, nach einem Traumpass von Arnold Probst zum 5:1-Endstand.
Forelle siegt gegen Jakling
Der nächste Spieltag war zugleich der erste im neuen Jahr und fand am 3. Jänner statt. Zum Auftakt im neuen Jahr standen sich Forelle Heinrich und der EC Jakling gegenüber. Die recht offensiv ausgerichteten Forellen leisteten sich nach zwei von Jakling-Goalie Tom Simonitsch entschärften Torschüssen auch den einen oder anderen Fehlpass. Eine dieser Situationen nutzte Raphael Heine zu einem Konter, mit dem er nach wenigen Minuten die Führung für Jakling herstellte. Eine kalte Dusche, die der stärkste Jaklinger, Philipp Oskar Ammann, kurz vor Drittelende mit dem 2:0 noch abkühlte. Großes Glück half der Forelle kurz vor der ersten Drittelpause, als ein Befreiungsschlag aus der neutralen Zone den Weg ins Jaklinger Tor fand. Vorerst Schadensbegrenzung – mit 2:1 für Jakling ging es in die Kabinen.
Weit besser eingestellt kam die Forelle wieder aufs Eis. Tobi Miklau und Peter Fejan per Doppelpack sorgten für eine scheinbar komfortable Zwei-Tore-Führung. Doch erneut folgte ein Kaltwassereffekt kurz vor der zweiten Pause in Form eines Weitschusses von Marco Taudes, den Patrick Karasin im Forelle-Tor passieren lassen musste, die freie Sicht war durch den eigenen Mann verdeckt.
Dezimiert startete die Forelle in Drittel drei, verletzungsbedingt konnten nur mehr drei Verteidiger aufgeboten werden. Ambitioniert die Versuche der Jaklinger, die bereits im Mitteldrittel den Tormann gewechselt hatten und jetzt mit Patrick Hartl-Kollmann zwischen den Pfosten weitermachten. Schließlich gelang es Andreas Juri, den Endstand von 5:3 für die Forelle Heinrich zu besiegeln.
Pinguine nahe an Sensation
Die Mökriach Pinguins trafen zuerst auf die Predators. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Mökriacher sogar leichte Vorteile hatten und ein Sieg nicht unverdient gewesen wäre. Schon nach ca. 40 Sekunden konnten die Predators die Scheibe im Tor versenken und gingen mit 0:1 in Führung. Doch die Antwort kam prompt und die Pinguine glichen schnell aus. Das Spiel ging hin und her und abermals gingen die Predators in Führung. Die Pinguine ließen sich nicht unterkriegen und antwortete erneut mit einem Tor. Mit einem 2:2 ging es in die erste Drittelpause. Die Predators starteten gut in das zweite Drittel und gingen zum dritten Mal in diesem Spiel in Führung. Doch auch jetzt verloren die Pinguine nicht ihren Mut und erzielten abermals den Ausgleichstreffer – diesmal zum 3:3. Das Tor gab den Pinguins neuen Mut und wurden auch belohnt. Die Pinguine konnten in einem Konter ein Shorthanded-Goal zum 4:3 erzielen und ein paar Minuten später im Power-Play sogar den Treffer zum 5:3 umjubeln. Mit diesem Spielstand ging es in die Drittelpause.
Im dritten Drittel versuchten die Pinguine so gut wie möglich dagegen zu halten – doch ca. sieben Minuten vor Schluss ging ihnen etwas die Kraft aus, was von Sebastian Radl super ausgenutzt wurde – mit drei Solo-Aktionen binnen vier Minuten schaffte er es, den Puck dreimal im Tor zu versenken. Somit der glückliche Endstand für die Predators, die am Ende einen 5:6-Sieg feierten.

Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion
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