Der Raserei ein Ende setzen: Die Maßnahmen der vergangenen Jahre tragen langsam Früchte Ausgabe 44 | Mittwoch, 28. Oktober 2020

Die Straße von Lavamünd auf die Soboth zählt zu den gefährlichsten Strecken in Österreich, auf der schon mehrere Todesopfer zu beklagen waren. Seit Jahren wir versucht, die Raserei auf die Soboth einzuschränken. Die Maßnahmen zeigen nun erste Erfolge.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Mit verschiedenen Maßnahmen wurde in den vergangenen Jahren versucht, die Sicherheit auf der B69, der Soboth-Bundesstraße von Lavamünd auf die Soboth, zu erhöhen. So wurden verstärkt Kontrollen durchgeführt und Bodenmarkierungen angebracht. Kommandant Hermann Sorger (Bild l.) zeigt sich jetzt zufrieden. Fotos: UN

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Lavamünd. Die B69, die südsteirische Grenzstraße, von Lavamünd auf die Soboth führt, gilt seit Jahren als beliebte Strecke bei Motorradfahrern. Jährlich nutzen tausende Biker die herausfordernde Route mit dem wunderschönem Ausblick über das Lavanttal für einer Ausfahrt. Auch wenn sich der Großteil der Motorradfahrer an die Vorschriften hält, gibt es doch immer wieder Ausnahmen, und dadurch kam es in der Vergangenheit oftmals zu schweren Verkehrsunfällen, auch mit Todesopfern.

Um die gefährlichen Punkte zu entschärfen und die Motorradfahrer dazu zu animieren, sich an die Regeln zu halten, wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Maßnahmen gesetzt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Und diese Maßnahmen scheinen sich langsam bezahlt zu machen. 

»Nicht angepasste Geschwindigkeit und Unachtsamkeit waren die häufigsten Unfallursachen«
Hermann Sorger, Kommandant PI Lavamünd

Gab es bis vor einem Jahr noch Unfallzahlen im zweistelligen Bereich, so wurden heuer fünf Unfälle mit Beteiligung von Motorradfahrern verzeichnet. »Bei vier Unfällen waren keine anderen Verkehrsteilnehmer involviert. Nicht angepasste Geschwindigkeit und Unachtsamkeit waren die häufigsten Unfallursachen«, erzählt der Kommandant der Polizeiinspektion Lavamünd, Hermann Sorger.  

Um den Rückgang bei den Unfallzahlen zu erreichen, wurden viele Sicherheitsmaßnahmen für Motorradfahrer umgesetzt, so unter anderen eine 70-km/h-Beschränkung für einspurige Fahrzeuge, Warntafeln, verstärkte Polizeipräsenz und aufgemalte Bodenmarkierungen, um die Motorradfahrer von der Fahrbahnmitte fernzuhalten. Gerade diese Markierung haben sich bewährt. Sie wurden auf der Sobothstraße in einer Kurve aufgemalt, in der es in der Vergangenheit vermehrt zu Unfällen gekommen war. Seit die Bodenmarkierungen angebracht sind, wurde in dieser Kurve kein Unfall mehr registriert. »Ich begrüße solche Aktionen, sie sind ein probates Mittel, die Unfallhäufigkeit zu verringern«, sagt Sorger.

Weiters wurden entlang der Strecke von der örtlichen Polizeiinspektion, der Landesverkehrsabteilung, aber auch gemeinsam mit den steirischen und slowenischen Kollegen, Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt und Motorradfahrer auf ihre Ausstattung hin überprüft. »Am meisten Strafmandate gab es in diesem Jahr für zu schnelles Fahren und eine mangelhafte Ausstattung des Motorrades«, erzählt Sorger, der weiter meint: »Auch dabei gibt es allerdings einen Rückgang. Die Motorradfahrer werden disziplinierter.«

Trotz Corona viel Verkehr

Man könnte den Rückgang natürlich mit der Corona-Pandemie begründen und argumentieren, dass es dadurch zu weniger Ausfahrten gekommen sei. Dem widerspricht Sorger aber: »Am Anfang der Motorradsaison im April war recht wenig Motorradverkehr. Aber bereits im Mai ist es richtig los gegangen und es gab ein sehr starkes Verkehrsaufkommen, wie in den vergangenen Jahren. Und im August und September war auf der B69 um einiges mehr los als im Vorjahr.«

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