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Buch »Mythos und Kult im Bereich der Koralm« ist wieder erschienenAusgabe 32 | Dienstag, 11. August 2026

Das 2015 aufgelegte Buch gibt es nun in der vierten Auflage.

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Lavanttal, Deutschlandsberg. Seit der Eröffnung der Koralmbahn steigt das Interesse an diesem Gebirgszug wieder an. Aus diesem Grund gibt es jetzt eine weitere Auflage des Buchs »Mythos und Kult im Bereich der Koralm« von Herbert Kriegl.
Das 2015 aufgelegte Buch ist nun in der vierten Auflage erschienen. Wie der Titel verrät, geht es um alte Kultstätten auf der steirischen Seite der Koralm. Nun ist es mit einem Ortsregister versehen, was Streifzüge auch abseits der gängigen Ausflüge leichter macht.
Kriegl, mittlerweile im Ruhestand befindlicher bedeutender Musiker und Kulturhistoriker aus Deutschlandsberg, hat anhand von historischen Aufzeichnungen, Mythen und Sagen zu Fuß die Südweststeiermark erkundet und seine daraus gewonnenen Erkenntnisse festgehalten. Teils nutzte er dafür abgelegene Wege, doch war er stets mit einem Pendel versehen. Gelegentlich haben ihn Freunde begleitet und mit ihm das Gesehene und Erlebte erörtert.
Ein Auszug aus dem Buch: Während in Kärnten wiederholt von hohlen Bergen berichtet wird, wo die Seelen Verstorbener und dämonischer Wesen ihre Wiederkehr auf der Erde erwarten, sind in der Steiermark diese unterirdischen Welten eher selten. Vereinzelt gibt es sie aber auch hier. Es finden sich ebenfalls Hinweise auf ein paradiesisches Schattenreich. So galt der Koralmspeik als hohler Berg, der von Zwergen und anderen Wesen bewohnt war, die im Berginneren ein aktives Leben führten. Es wurde gelegentlich beobachtet, dass zwergartige Wesen aus den Höhlen ins Freie traten, Goldstücke herausbrachten und an andere Orte trugen.
Einer Sage zufolge befand sich im Inneren des Speiks ein Schatz, der von einem schwarzen Hund bewacht wurde. Den Schlüssel zu diesem Schatz, der nur an einem Ostertag zur Zeit des Sonnenaufgangs gehoben werden konnte, trug der Hund im Maul. Ein kleines Kind, das einst versehentlich in den Berg gelangte und als verloren galt, wurde nach Jahresfrist von der Mutter wieder gefunden. Es erzählte von einer weißen Frau und von Pferden und Gold, die es im Berginneren gesehen habe. Wollte man Gold aus der Höhle mitnehmen, müsse man ein »Maßl« Hafer mitbringen, denn nur während die Pferde fressen, dürfe man nach dem Gold langen. 
Ein anderer Ort war der »Schönofen« auf der Wildbacher Alm, wo aus einer Felstüre ein Mann mit silbergrauem Haar heraustrat und eine arme Frau mit »Kakerlaken« beschenkte, die sich später in Goldstücke verwandelten ...
Das Buch »Mythos und Kult im Bereich der Koralm« wird in St. Paul im Museumsshop des Stifts und in der Trafik-Buchhandlung Krobath in der Hauptstraße 35 in St. Paul angeboten.

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