Rufpreis 215.000 Euro: Nastassja Schell versteigert das Jagdhaus ihres Vaters Maximilian in PreiteneggAusgabe | Mittwoch, 24. November 2021

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Unterkärntner Nachrichten Redaktion Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion officeno@spamunterkaerntner.at
Das Jagdhaus von Maximilian Schell (Bild) steht zum Verkauf. Seine Tochter Nastassja möchte sich von der Immobilie trennen, da es für sie allein zu groß ist. Zugunsten von »Licht ins Dunkel« wird außerdem der Jedermann-Stab, den Maximilian Schell 1978 bei der Aufführung in Salzburg verwendet hat, versteigert. Foto: Aurena

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Preitenegg. 274 Quadratmeter  Wohnfläche und rund ein Hektar Grund auf über 1.000 Metern Seehöhe – das sind die Eckdaten des Jagdhauses von Oscar-Preisträger Maximilian Schell, das jetzt zum Verkauf steht. Nachdem seine Tochter Nastassja Anfang des Jahres 290 Artikel versteigern ließ, folgt nun das Jagdhaus in Oberpreitenegg.

In Alleinlage und mit einer ganz besonderen Atmosphäre, die die Handschrift seines berühmten Bauherrn Maximilian Schell trägt, verfügt das Haus über eine Wohnfläche von 274 Quadratmetern. Hinzu kommt ein Kellergeschoß mit 118 Quadratmeter. Neben einem Eingangsbereich, einer Jagdstube, einer Bibliothek und einer Küche verfügt das Haus über drei Bäder und sechs Zimmer. Für die Heizung stehen drei Kamine, ein Kachelofen sowie eine Ölzentralheizung mit Fußbodenheizung zur Verfügung.

Begonnen Mitte der 1980er Jahre, wurde das Haus über mehrere Jahre hinweg mit viel Liebe zum Detail vom Oscar-Preisträger geplant und gebaut, wie Tochter Nastassja Schell erzählt: »Papa war bei jedem Handgriff der Bauarbeiten mit dabei, hat alles mit dirigiert – es war für ihn fast ein künstlerisches Projekt.« Bis zu seinem Tod 2014 lebte Maximilian Schell viele Jahre am Hof der Familie in Preitenegg nahe der Hebalm. In unmittelbarer Nähe dazu ließ er das Jagdhaus ganz nach seinen Vorstellungen errichten.

215.000 Euro Rufpreis
Nun möchte Nastassja Schell sich vom Anwesen trennen: »Papa hat soviel Herzblut in dieses Haus gesteckt, es wäre schade, wenn es nicht bewohnt ist. Aber für mich alleine ist es einfach zu groß.« Versteigert wird das Jagdhaus von Maximilian Schell, wie auch die 290 Posten im Jänner dieses Jahres, online auf aurena.at (www.aurena.at/auktion/5141/schell).Der Zuschlag für das Gebäude inklusive rund einem Hektar Grund erfolgt am Samstag, 18. Dezember 2021 ab 18 Uhr.

»Papa hat soviel Herzblut in dieses Haus gesteckt, es wäre schade, wenn es nicht bewohnt ist«
Nastassja Schell, verkauft das Jagdhaus ihres Vaters

Mitgeboten werden kann ab sofort – der Rufpreis liegt bei 215.000 Euro. Mit Stand Dienstag, 23. November, gingen 60 Gebote ein, das Höchstgebot liegt aktuell bei 505.000 Euro. 

Viele Details und Besonderheiten im Jagdhaus tragen die Handschrift ihres Vaters, wie Nastassja Schell erzählt: Etwa der prunkvolle Kaminofen im Wohnzimmer, nach dem Maximilian Schell fünf Jahre lang gesucht hat, oder der Stiegenaufgang ins Obergeschoß, den Schell mehrfach umplanen und wieder neu aufbauen ließ.

»Manche Möbel und Gestaltungselemente ließ mein Papa sogar aus Styropor anfertigen, bevor sie umgesetzt wurden«, erzählt Nastassja. In einigen Zimmern sind diese prototypischen Anfertigungen sogar noch vorhanden. 

Ideen vollenden
Teile des Hauses sind noch fertig zu stellen – Nastassja Schell gefällt der Gedanke: »Der neue Eigentümer kann dem Haus den finalen Touch geben und dann sagen: wir haben das mit Maximilian Schell gemeinsam gebaut.« Besonders ist auch das Kellergeschoß: »Der Keller wurde zum Teil direkt in den Felsen gesprengt. Hier plante mein Papa eine Natursauna mit Kaminofen und einen Pool«, erzählt Schell.

Außerdem angeboten wird von Nastassja Schell der Jedermann-Stab, den ihr Vater 1978 bei der Aufführung in Salzburg verwendet hat. Sie stellt ihn für den guten Zweck zur Verfügung: Er kann zugunsten von Licht ins Dunkel unter www.aurena.at/auktion/lid-kaernten ersteigert werden. Die Auktion endet am Samstag, 11. Dezember, um 9 Uhr. Das Höchstgebot liegt derzeit bei 450 Euro.

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