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Auf den Spuren von Nachhaltigkeit: Lavamünder Schüler waren in PolenAusgabe 19 | Freitag, 8. Mai 2026

Sechs spannende Tage, internationale Begegnungen und gelebte europäische Zusammenarbeit prägten die Erasmus+-Woche der MS Lavamünd in Polen.

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Lavamünd. Zehn Schüler des schulinternen Erasmusclubs der Mittelschule Lavamünd sowie zwei Lehrpersonen, Projektkoordinatorin Silvia Urban und Andrea Töfferl als Begleiterin, nahmen an einem Projekttreffen in Polen teil, das ganz im Zeichen von Geowissenschaften und nachhaltiger Entwicklung stand.
Die Anreise erfolgte klimafreundlich mit dem Zug und setzte damit bereits ein Zeichen für nachhaltige Mobilität. Gastgeber des Treffens war die polnische Partnerschule »AWANS« in Kielce, die gemeinsam mit Schulen aus Estland, der Türkei sowie einer zweiten österreichischen Schule aus Niederösterreich ein abwechslungsreiches und inhaltlich anspruchsvolles Programm gestaltete. Unter dem Projekttitel »Geoexplorers – Developing Geosciences and Sustainability« wurden Natur, Wissenschaft und globale Verantwortung miteinander verknüpft. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Auseinandersetzung mit ausgewählten Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. In mehreren Workshops arbeiteten die Jugendlichen intensiv zu vier der 17 Sustainable Development Goals (SDGs), wobei der Fokus auf sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen, bezahlbarer und sauberer Energie, nachhaltigem Konsum und Produktion sowie Leben am Land, Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen lag.

Ein Highlight der Woche war die Erkundung des UNESCO Global Geoparks in Kielce, der eindrucksvoll zeigte, wie geologische Vielfalt, Bildung und nachhaltiger Tourismus zusammenspielen können. Ergänzend dazu besuchten die Teilnehmenden ein Schulungszentrum, in dem sie ihr Wissen zu Geowissenschaften vertieften und praxisnah anwenden konnten. Besonders anschaulich wurde das Thema Nachhaltigkeit beim Besuch einer Abwasserreinigungsanlage. Unter dem Motto »Der Weg zum sauberen Wasser« erhielten die Schüler Einblicke in moderne Wasseraufbereitung – ein zentraler Beitrag zur Umsetzung von SDG6. 
Technik, Umweltschutz und gesellschaftliche Verantwortung wurden dabei greifbar miteinander verbunden. Auch kulturelle und historische Aspekte kamen nicht zu kurz. Eine Exkursion ins weltbekannte   Heiligkreuzgebirge führte die Gruppe zu einer mittelalterlichen Siedlung, in der Geschichte hautnah erlebbar wurde. In einem Töpferworkshop konnten traditionelle Handwerkstechniken ausprobiert werden, bevor der Besuch eines Benediktinerklosters den Ausflug abrundete und Einblicke in jahrhundertealte Lebens- und Wissenswelten bot.

Den Abschluss der Erasmus-Woche bildeten digitale Präsentationen, in denen die internationalen Teams ihre Arbeitsergebnisse vorstellten. Mit PowerPoint und Canva gestalteten die Jugendlichen kreative und inhaltlich fundierte Präsentationen und zeigten dabei nicht nur Fachwissen, sondern auch digitale Kompetenzen und Teamarbeit über Ländergrenzen hinweg.

Die Erasmus-Woche in Kielce machte einmal mehr deutlich, wie wertvoll internationale Bildungsprojekte sind: Sie fördern Fachkompetenzen, interkulturelles Verständnis und stärken das Bewusstsein dafür, dass nachhaltige Entwicklung eine gemeinsame europäische – und globale – Aufgabe ist.

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