St. Andrä darf sich als Kärntens neue Hochburg im Damentennis bezeichnenAusgabe 46 | Mittwoch, 17. November 2021

Damentennis hat in St. Andrä einen so hohen Stellenwert wie schon lange nicht mehr. Neben dem Aufstieg des Damenteams 35+ in die Bundesliga, wissen vor allem die heimischen Nachwuchstalente aufzuzeigen.

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Unterkärntner Nachrichten Redaktion Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion officeno@spamunterkaerntner.at
Dietmar Holzbauer, Roswitha Woltsche, Bettina Pesec, Edwin Themel, Stella Horacek, Julia Adlbrecht, Gernot Dreier (v. l.) bei der Siegerehrung durch den Kärntner Tennisverband in Klagenfurt. Foto: KK

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St. Andrä.  Im Bestreben, das österreichische Damentennis wieder an glorreiche Zeiten vergangener Jahrzehnte heranzuführen und Mädchen dazu anzuregen Tennis als Leistungssport zu betreiben, leistet man auch im Lavanttal, speziell beim Tennisclub St. Andrä wertvolle Basisarbeit. Die Lavanttalerinnen wurden in dieser Saison Landesmeisterinnen der allgemeinen Klasse und der Damen 35+, die in die Bundesliga aufstiegen.

Bei der Mannschaftssiegerehrung  des Kärntner Tennisverbands wurden die erfolgreichen Meister-Teams des TC St. Andrä im Rahmen einer Feier für ihre Leistungen ausgezeichnet. ÖTV-Vizepräsidentin Elke Romauch und KTV-Präsident Hugo Fürstler verliehen Urkunden und Medaillen.
Neben dem routinierten Team um Julia Adlbrecht und Bettina Pesec, das sich seit einigen Jahren regelmäßig den Landestitel in der allgemeinen Klasse holt und sich nun mit dem Aufstieg der »35+«- Damen in Österreichs oberste Spielklasse belohnte, treten auch junge Talente in die Fußstapfen der etablierten Athletinnen.

13-jähriges Aushängeschild
Aushängeschild der jungen Garde ist die 13-jährige Stella Horacek. Sie spielt sich beharrlich mitten in die erweiterte Leistungsspitze Österreichs und steht vor dem Sprung in die Top-10 der ÖTV-Rangliste der 14-Jährigen. Eindrucksvoll bewies sie die Entwicklung ihres Talents kürzlich bei einem ÖTV-Turnier in Wolfsberg. In der Altersgruppe der 18-Jährigen bezwang sie im Endspiel die um drei Jahre ältere Chiara Jung aus Oberösterreich klar mit 6:2, 6:4. Da Horacek nicht nur national häufig auf dem Siegerpodest landet, sondern auch international erste Erfolge feierte, erregte sie damit auch die Aufmerksamkeit der ÖTV-Verantwortlichen. Die Folge: Eine Einladung zum ÖTV-Damennachwuchs-Lehrgang in Tirol. Solche Lehrgänge dienen der Weiterbildung für das zukünftige Damen-Nationalteam.

Auch die zehnjährige Alina Pesec ist ein ebenso vielversprechendes Nachwuchstalent des TC St. Andrä. Sie sammelte in der zu Ende gehenden Saison erste Turniererfahrungen bei nationalen Events und spielte sich durch ihren Kampfgeist und ihre Begeisterung immer öfter in den Vordergrund ihrer Altersklasse. 

Lavanttal-Open
Abgerundet wird die Damen-Erfolgsgeschichte des TC St. Andrä durch die jährliche Austragung der Lavanttal-Open. Seit knapp einem Vierteljahrhundert findet dieses ÖTV-Herren- und Damenturnier in der Bischofsstadt statt. Entgegen allen Unkenrufen vergangener Jahre, das Damenturnier wegen teilweiser geringer Beteiligung fallenzulassen, hielten Edwin Themel und Dietmar Holzbauer als Hauptverantwortliche an ihrer Linie fest. Diese Beharrlichkeit macht sich bezahlt: Das Turnier lockt nicht nur bei den Herren, sondern auch bei den Damen immer wieder Spitzensportler aus ganz Österreich ins Lavanttal. Sogar starke internationale Athletinnen und Athleten haben bereits in St. Andrä aufgeschlagen.

Interessierte Mädchen aus dem Bezirk Wolfsberg und der näheren Umgebung erhalten durch die Arbeit von Lavanttaler Klubs wie dem TC St. Andrä wertvolle Impulse, Tennis als Leistungssport zu wählen, ihr Talent unter Beweis zu stellen und dabei viel für das Leben zu lernen. Julia Adlbrecht und Gernot Dreier bieten durch regelmäßige Turnierveranstaltungen in Kärnten eine Bühne, auf der Mädchen in den Sport hineinwachsen und vielleicht im Laufe der Jahre an die nationale Spitze kommen oder sogar internationale Reife erlangen können.      

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