Der WAC erhielt ein »unmoralisches« Angebot: Trainer Gerhard Struber zieht es nach EnglandAusgabe 47 | Mittwoch, 20. November 2019

Tagelang wurde spekuliert, ob er den Wölfen den Rücken kehrt: Nun ist der Wechsel von WAC-Trainer Gerhard Struber zum englischen Zweitligisten Barnsley FC fix. WAC-Präsident Dietmar Riegler bestätigte den Transfer. Der bisherige Co-Trainer Mohamed Sahli übernimmt interimistisch.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Am Montag verabschiedete sich Gerhard Struber von seiner Mannschaft, mit der er einige schöne Erfolge feiern durfte. Foto: Pulsinger/UN-Archiv

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Wolfsberg. Nach den Erfolgen des WAC in der Europa League flatterte beim Wolfsberger Bundesligisten ein Angebot für Trainer Gerhard Struber vom englischen Zweitligisten FC Barnsley ein. WAC-Präsident Riegler meinte daraufhin, dass man Struber bei einem »unmoralischen« Angebot ziehen lassen werde. Am Montag wurde der Wechsel von Struber auf die Insel bestätigt. Kolportiert wird eine Ablösesumme von einer Million Euro, eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht.  Interimistisch wird Co-Trainer Mohamed Sali die Mannschaft in die nächsten Begegnungen führen.   

Für die Suche nach einem Struber-Nachfolger will sich Riegler Zeit lassen. Im Gespräch sind Robert Ibertsberger und Thomas Letsch (beide ehemals Austria Wien) bzw. von der Bullen Akadamie Bernhard Seonbuchner.

»Wenn der FC Barnsley mit einem unmoralischen Angebot kommt, kann Struber gehen«
Dietmar Riegler, WAC-Präsident

Struber kam erst im Sommer zum WAC und führte die Lavanttaler auf Platz drei in der Bundesliga.

Wolfsberg. Trotz der erfolgreichen Herbstsaison mit dem RZ Pellets WAC verlässt Trainer Gerhard Struber die Wölfe Richtung England. Der 42-Jährige wechselt zum nordenglische Traditionsclub FC Barnsley. Vergangene Woche hatte WAC-Präsident Dietmar Riegler noch angekündigt, nur gesprächsbereit zu sein, wenn ein »unmoralisches« Angebot aus Barnsley eintreffen würde. Ein solches ist nun offenbar beim WAC eingetrudelt. Kolportiert wird eine Ablöse in der Höhe von einer Million Euro, eine Bestätigung gibt es nicht. Als Kandidaten auf die Struber-Nachfolge werden der Deutsche Thomas Letsch, der im März dieses Jahres von der Wiener Austria gefeuert worden war, sowie der Salzburger Robert Ibertsberger, der die Austria anschließend bis Saisonende betreut hatte, gehandelt. Auch Bernhard Seonbuchner aus der Salzburger Akademie soll ein Thema beim WAC sein.

Am Montag machten sich Gerüchte breit, dass das Training bereits vom neuen Coach geleitet werden soll. Das stellte sich aber als Märchen heraus. Struber verhandelte stundenlang hinter verschlossenen Türen mit WAC-Präsident Dietmar Riegler, das Training der Wölfe, dem Struber fern blieb, leitete Co-Trainer Mohamed Sahli.

Details aus WAC-Kreisen waren zunächst nicht zu erfahren. Am Abend herrschte dann endlich Klarheit. WAC-Boss Riegler bestätigte den Transfer Strubers. Interimistisch übernimmt Co-Trainer Mohamed Sahli, bis ein Nachfolger für Struber gefunden ist. Zu einem Schnellschuss werde es aber nicht kommen, hieß es.

Kurzzeittrainer

Struber kam im Sommer zu den Wölfen und unterschrieb einen Vertrag bis 2020 mit der Option auf Verlängerung. In der Meisterschaft liegt der WAC aktuell auf dem dritten Tabellenrang. Auch in der Europa League-Gruppenphase konnte der WAC unter Struber schöne Erfolge erzielen. So gab es in der ersten Runde einen klaren 4:0-Erfolg über Borussia Mönchengladbach in Deutschland. Gegen AS Roma in Graz holte der WAC einen 0:1-Rückstand auf und erkämpfte sich einen Punkt. Nur Istanbul Basaksehir (TUR) musste man sich zwei Mal (0:1, 0:3) geschlagen geben.

Struber wird nicht der einzige Österreicher beim englischen Zweitligisten sein. Mit Tormann Samuel Sahin-Radlinger und Mittelstürmer Patrick Schmidt stehen bei Barnsley bereits zwei Österreicher unter Vertrag. Sportlich lief es bei den Engländern zuletzt nicht rund. Aktuell ist der FC Barnsley Letzter in der Football League Championship, der zweiten englischen Liga. 

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