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Lavanttal. Der RE/MAX-Immospiegel zeigt, dass sich kärntenweit die Einfamilienhausverkäufe im ersten Halbjahr 2025 auf das Niveau von 2017 angesiedelt haben. Waren es in den ersten sechs Monaten des Vorjahrs kärntenweit 447 Einfamilienhäuser, die verkauft wurden, kommt man damit nah an die 450 Verkäufe im Jahr 2017 heran. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um 42,8 Prozent oder ein Plus von 134 Einheiten mehr. Zwar hält Kärnten damit den zweithöchsten prozentuellen bzw. den vierthöchsten absoluten Anstieg unter den Bundesländern, aber die Verkaufsmenge lag in den Jahren 2010 sowie 2015 bis 2022 über diesem Wert. Auch der Zehnjahresschnitt ist mit 475 Einheiten um 6,2 Prozent höher. Gestiegen ist auch der Transaktionswert. 157 Millionen Euro bedeuten einen Zuwachs um 52,7 Prozent bzw. ein Plus von 54 Millionen Euro gegenüber dem ersten Halbjahr 2024. Im Bundesländerranking gibt es dafür, hinter Salzburg und vor Vorarlberg, Rang sieben.
Blickt man in den Bezirk Wolfsberg, so sind im ersten Halbjahr 2025 47 Verbücherungen verzeichnet, was einem Plus von 38,2 Prozent entspricht. Der Transaktionswert dieser 47 Verbücherungen liegt bei gerundeten elf Millionen Euro – ein Zuwachs von 54,9 Prozent und damit knapp über dem Kärnten-Schnitt.
Im Lavanttal wechselte damit im Durchschnitt ein Einfamilienhaus um 227.770 Euro den Besitzer. Der Kaufpreis legte damit um 9,4 Prozent zu, verglichen mit dem Jahr davor. Im kärntenweiten Vergleich liegt man damit auf dem vorletzten Rang. Nur in Völkermarkt wurden die Häuser im Schnitt noch billiger verkauft, nämlich um 224.624 Euro. Spitzenreiter ist hier Klagenfurt mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 384.854 Euro.
Wohnungen werden teurer
Ähnlich verhält es sich im Bezirk Wolfsberg auch mit dem Wohnungsmarkt. Im ersten Halbjahr 2025 wurden im Bezirk 52 Eigentumswohnungen verbüchert. Das entspricht einem Zuwachs von 6,1 Prozent. In Kärnten wurden 1.018 Wohnungen verkauft, was ein Plus von 12,2 Prozent ausmacht. Der durchschnittliche Kaufpreis einer Eigentumswohnung lag bei 206.151 Euro und damit um 3,6 Prozent mehr als noch im Jahr davor. Kärntenweit lag der Durchschnittspreis im ersten Halbjahr 2025 bei 224.509 Euro. Hier gibt es eine negative Entwicklung von 2,7 Prozent zu verzeichnen.
Einen Anstieg gab es bei den Quadratmeterpreisen der verkauften Wohnungen, denn dieser lag im Vorjahr im Bezirk Wolfsberg bei 3.210 Euro. Im ersten Halbjahr 2024 waren es noch um 15,1 Prozent weniger.
Die Prognose für 2026
Die Prognose von RE/MAX für das Jahr 2026 besagt, dass in Kärnten die Nachfragen nach Immobilien um 4,3 Prozent steigen wird. Die Angebotsentwicklung ist mit einem Plus von 3,9 Prozent positiv prognostiziert, wenn auch geringer als in den Jahren davor. Bei Eigentumswohnungen erwarten die Experten einen Preisanstieg. Nach drei Jahren in Folge mit negativen Preistendenzen, sollen heuer die Preise für Wohnungen in Toplage um 2,9 Prozent nach oben gehen, für Wohnungen am Stadtrand um 2,3 Prozent, und in Landgemeinden rechnet man mit einem Plus von 2,1 Prozent.
Was die Einfamilienhäuser betrifft, rechnet man bei RE/MAX im heurigen Jahr mit einer Kehrtwende. Sah die Preisprognose für 2024 ein Minus von 5,2 Prozent und für 2025 ein Minus von 4,7 Prozent bevor, rechnet man für das Jahr 2026 mit einem Plus von 2,5 Prozent.

Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion
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