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Wolfsberg. Der Name Köppel und der Basketballsport gehen schon seit Jahren in Wolfsberg Hand in Hand. Daniel Köppel, 25 Jahre alt, 2,12 Meter groß, und sein jüngerer Bruder Florian Köppel, 22 Jahre alt und 2,02 Meter groß, wurde in den vergangenen beiden Spielzeiten mit den Oberwart Gunners, wo das Brüderpaar gemeinsam spielt, österreichischer Basketballmeister.
Von einer Profi-Karriere als Basketballerin träumt auch ihre Schwester Christina Köppel. In der Vorwoche ist die erst 18-Jährige ihrem großen Ziel einen wichtigen Schritt näher gekommen. Denn am Mittwoch, 12. November, hat sie ihren Vertrag bei der Illinois State University unterschrieben. Dort wird die 18-Jährige ab Herbst 2026 das College besuchen – und natürlich Basketball spielen. Der Wechsel in die USA ist für die Wolfsbergerin der nächste große Schritt ihrer Karriere. Christina Köppel erzählt, wie es zur Unterschrift in Illinois gekommen ist: »Ich habe durch verschiedene Trainer bereits Kontakte in die USA hergestellt, habe auch Hilfe angeboten bekommen, als es darum ging mich zu bewerben etc. Ich hatte bei einigen Turnieren die Möglichkeit, mich zu präsentieren, und letztendlich habe ich viele Anfragen von einzelnen Colleges bekommen, ob ich Interesse hätte, mir die Schule anzusehen. Es gab viele Telefonate und Zoom-Calls, und am Ende standen vier Schulen in der engeren Wahl.«
Ende August flog Christina mit ihren Eltern in die USA zu sogenannten »Official Visits«, zu denen sie von den Schulen eingeladen worden war: »Ich habe mir vier Schulen angesehen und mich Anfang September schließlich für die Illinois State entschieden.« Am vergangenen Mittwoch wurde ihr USA-Aufenthalt ab Herbst 2026 mit der Unterschrift fixiert.
»Ich habe mir vier Schulen angesehen und mich für die Illinois State entschieden«
Christina Köppel über ihre Zukunft in den USA
»Mein Ziel ist ganz klar die Profikarriere. Vielleicht wird es die WNBA (Anm.: die Basketball-Profiliga für Frauen in den USA), vielleicht geht es wieder zurück nach Europa. Aber ich glaube, dass Amerika eine gute Chance ist, um zu sehen, wohin ich möchte und was mir gefällt«, blickt die 18-Jährige ihrer Zukunft entgegen.
Doch bevor es über den großen Teich geht, gilt es für die Wolfsbergerin, hierzulande ihre »Hausaufgaben« zu machen: Im Mai und Juni des kommenden Jahres steht für Christina die Matura am Borg Wolfsberg an. Und zusätzlich steht natürlich mehrmals die Woche Basketball am Programm. Nach dem Start beim BBC Wolfsberg, spielt Köppel in dieser Saison noch in Graz Basketball. Mit UBSC-DBBC Graz wurde sie in der Vorsaison österreichischer U19-Meister. Zusätzlich wurde die Wolfsbergerin zur »Most valuable Playerin« (MVP), der wertvollsten Spielerin, gewählt.
»Das war schon ein Ziel von mir, dass wir österreichischer Meister werden. Mit dem BBC hat es damals leider nicht ganz gereicht, da wurden wir Zweiter. Es war wirklich ein schöner Erfolg«, sagt Köppel, die mit Larisa Dzanko sowie Gloria und Elena Knabl nach Graz wechselte. Nachdem der Titel mit dem BBC Wolfsberg nicht geklappt hat, konnte das Lavanttaler Quartett schließlich mit Graz den U19-Meistertitel feiern.
Sprung ins Nationalteam
In der Vorwoche war Christina Köppel in Wien beim österreichischen Nationalteam dabei. Die österreichischen Damen haben in der EM-Qualifikation Siege gegen Norwegen (63:48) und – sensationell als Außenseiter – auch gegen Großbritannien (85:81) gefeiert. Die Wolfsbergerin war zwar, wie schon im Feber, im Kader der Auswahl, konnte aber noch keine Einsatzzeit verbuchen. Neben der Hoffnung auf einen Einsatz beim Team, steht auch Lernen für die 18-Jährige an: »Ich habe richtig viele Schulsachen mit und muss für eine Schularbeit lernen.«
Am vergangenen Sonntag ging es für Köppel und Co. mit dem Zug von Wien nach St. Gallen, wo das Nationalteam am Dienstagabend nach Redaktionsschluss auf die Schweizer Damen traf.

Von Philipp Tripolt
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