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Peter Rutrecht (61) steht seit über 45 Jahren bei der Theatergruppe St. Margarethen auf der BühneAusgabe 09 | Mittwoch, 25. Februar 2026

Rutrecht ist Gründungsobmann, Regisseur und Hauptdarsteller der Theatergruppe St. Margarethen. Am vergangenen Freitag feierte man Premiere mit dem Stück »Opa spinnt«. Der Wolfsberger verspricht seinem Publikum auch in diesem Jahr wieder Lachgarantie.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Peter Rutrecht gründete vor über 45 Jahren die Theatergruppe St. Margarethen. Aktuell zählt der Verein rund 40 Mitglieder. Als »Opa Hugo« (Bild links) steht Rutrecht in diesem Jahr auf der Bühne im Hotel-Gasthof Stoff, wo das Stück »Opa spinnt« (Bild rechts) aufgeführt wird. Noch fünf Termine stehen bis 8. März auf dem Spielplan. Fotos: Pulsinger

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Wolfsberg. Wenn im Hotel-Gasthof Stoff in St. Margarethen der Vorhang aufgeht, ist eines sicher: Peter Rutrecht (61) steht auf der Bühne. Seit unglaublichen 45 Jahren – ohne auch nur eine einzige Aufführung verpasst zu haben – nimmt der Gründungsobmann der Theatergruppe St. Margarethen jedes Jahr aufs Neue die Hauptrolle ein. Er ist Gründungsobmann, Regisseur und das Herz der Theatergruppe.

Was heute ein Verein mit rund 40 Mitgliedern ist, begann Anfang der 1980er Jahre in der Landjugend-Ortsgruppe in St. Margarethen. »1980/81 haben wir mit sechs Leuten begonnen«, erinnert sich Rutrecht. Als die Gruppe aus der Landjugend herauswuchs, war es seine Initiative, das Theater am Leben zu halten. 1999 folgte schließlich die offizielle Vereinsgründung. Bereits seit 1985 führt Rutrecht zudem jedes Jahr Regie. Das Theater ist längst auch Familiensache geworden. Ehefrau Doris und die beiden Töchter Ramona und Selina standen ebenfalls schon auf der Bühne. Überhaupt vereint die Gruppe alle Generationen – von Kindern über Jugendliche bis zu erfahrenen Darstellern.

Dass er in all den Jahren nicht eine einzige Aufführung versäumt hat, ist aber kein Zufall, wie er sagt: »Natürlich war ich auch das eine oder andere Mal krank, aber mit kleineren Wehwehchen steht man trotzdem auf der Bühne.« Rutrecht spielt jedes Jahr die Hauptrolle – ein Ausfall von ihm wäre organisatorisch kaum zu stemmen gewesen.

Insgesamt blickt Rutrecht am Ende dieser Spielsaison auf beeindruckende 225 Aufführungen zurück. Nur die Corona-Pandemie konnte den Spielbetrieb vorübergehend stoppen. »2020 hatten wir noch drei Aufführungen, am Samstag standen wir auf der Bühne – und am Montag kam der erste Lockdown«, erzählt er. 2021 und 2022 musste das Theater schließlich ganz pausieren.

»Die Leute sollen drei Stunden lachen können, ohne viel nachdenken zu müssen«
Peter Rutrecht über die Auswahl der Stücke

Unvergessen bleibt für ihn der Besuch von Volksbühnenschauspielerin Sissy Löwinger im Jahr 2002. »Das war sicher ein Highlight. Auch die Aufnahme in das Buch ›Alles Theater in Kärnten‹ von Adi Peichl und Peter Kowal war eine schöne Anerkennung«, blickt der Gründungsobmann zurück. Mittlerweile reisen Gäste aus ganz Österreich zu den Aufführungen nach St. Margarethen.

Dass das Theater so erfolgreich ist, liegt auch an Rutrechts Gespür für die richtigen Stücke. Gemeinsam mit Regieassistent Hannes Leopold trifft er die Auswahl. »Es muss lustig sein. Die Leute sollen drei Stunden lachen können, ohne viel nachdenken zu müssen. Auch die Rollen müssen zu den Charakteren der Darsteller passen«, gibt Rutrecht Einblick in die Stückauswahl. In den viereinhalb Jahrzehnten, in denen die Theatergruppe auftritt, kam es nur zweimal vor, dass ein Stück wiederholt wurde.

»Bauchmuskelmassage«
In diesem Jahr steht die Komödie »Opa spinnt« auf dem Spielplan. Am vergangenen Freitag, 20. Feber, war Premiere. Rutrecht versprach im Vorfeld eine »Bauchmuskelmassage mit Lachgarantie«. Die verbleibenden fünf Termine in dieser Spielsaison sind bereits restlos ausverkauft. Interessenten können sich bei Peter Rutrecht unter der Nummer 0664/5042350 auf eine Warteliste setzen lassen.

Neben dem Theater ist Rutrecht auch musikalisch tief verwurzelt. Seit seinem zwölften Lebensjahr spielt er Trompete, ist Obmann der Trachtenkapelle St. Margarethen und seit 30 Jahren Mitglied der »Hinterberger Musi«. Verantwortung trägt der Wolfsberger auch im Beruf als Prokurist und Leiter des Qualitätsmanagements bei der Firma Wech. 

Während die berufliche Pension »in den nächsten Jahren« bevorsteht, wird er sich auf der Bühne wohl noch länger nicht in den Ruhestand verabschieden. 

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