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Ein Haus um einen EuroAusgabe | Mittwoch, 20. Februar 2019

Der angegebene Preis für das Gebäude mit der Hausnummer 21 ist freilich nur ein symbolischer, dennoch sollen bereits einige Angebote vorliegen. Geboten wird einiges – inklusive Denkmalschutz.

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Wolfsberg. Es wäre auch zu schön gewesen. Auf der Internetplattform »willhaben.at« wird derzeit unter dem Titel »Einmaliges Angebot!« das Gebäude am Hohen Platz 21 zum Verkauf ausgelobt. Das Offert ist tatsächlich einmalig, denn die angegebene Wohnfläche beträgt 1.000 Quadratmeter, der Preis einen Euro. Richtig gelesen, einen Euro. Umgerechnet hieße das, ein Quadratmeter wäre um 0,1 Cent zu haben. Allein: Das Gebäude kostet doch ein bisserl mehr.

Wie viel, war vom Eigentümer nicht zu erfahren. Der meinte auf Anfrage der Unterkärntner Nachrichten kurz: »Kein Kommentar.« Zu hören ist, dass es sich beim verlangten Euro nicht um den wahren, sondern um einen symbolischen Preis handelt, tatsächlich aber der Meistbietende den Zuschlag erhalten wird. Nein, auch  zwei Euro werden nicht reichen. Bieter müssen wohl in den sechsstelligen Bereich vordringen, um ein Leiberl zu haben. Mehrere Angebote sollen für das Haus, das aus dem 16. Jahrhundert stammt, bereits vorliegen.

Denn auch wenn schon viele Jahre auf den hufeisenförmigen Grundmauern liegen, hat das Gebäude einiges zu bieten: Es beherbergt derzeit im Erdgeschoß zwei belegte Geschäftslokale, für ein drittes wäre  Platz. In den beiden Obergeschoßen befinden sich mehreren Wohnungen, der Dachboden könnte laut »willhaben«-Anzeige zweigeschoßig ausgebaut werden. Dazu ist die Lage ideal.

Denkmalschutz

Einen Haken gibt es aber auch: Der bestehende Denkmalschutz, der die Möglichkeit von Umbauten einschränkt, könnte sich für den künftigen Besitzer als kostenintensiv erweisen. Und schützenswert ist einiges: Die frühhistoristischen Platzfassaden stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, an der Hausecke befindet sich ein spätmittelalterlicher Erker im Bereich des zweiten Obergeschoßes. Darunter ist in einer Nische die Skulptur einer Verkündigungsmadonna aus dem 18. Jahrhundert aufgestellt. Der Innenhof besitzt an der West- und Nordseite Säulenarkaden über zwei Geschoße, ist bei Wikipedia nachzulesen. 

Übrigens ist die Nummer 21 nicht das einzige Haus, das am Hohen Platz zum Verkauf angeboten wird. Auch das »Stadtwerkstatt«-Gebäude am Hohen Platz 6 sucht einen neuen Besitzer. Es wird im Zuge eines Bieterverfahrens angeboten und konnte vor 14 Tagen besichtigt werden. Der Startpreis war mit 150.000 Euro angegeben. 

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