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Klagenfurt. Weiterhin im Krankenhaus befindet sich eine Kärntner FPÖ-Politikerin, die von der Ehefrau ihres Ex-Freunds mit einer Schneeschaufel verletzt worden sein soll. »Sie wurde aufgrund ihrer schweren Kopfverletzungen auf die neurologische Abteilung eines Kärntner Spitals verlegt«, sagte Alexander Todor-Kostic, der Anwalt der Politikerin, am Montag, 23. Feber. Wo sie behandelt wird, gab er auf Nachfrage nicht preis.
In den Schlagzeilen
Der Fall, der rund zwei Wochen zurück liegt, sorgte für Schlagzeilen. Die Politikerin hatte etwa ein Jahr lang eine außereheliche Beziehung mit einem Polizisten geführt. Nachdem sie vom Beamten beendet worden war, setzte sich die Volksvertreterin ins Auto und fuhr zu seinem Privathaus, um ihm persönliche Dinge zurückzubringen. Dort traf sie auf die Ehefrau des Mannes – und die Situation eskalierte.
»Wir werden uns dem Verfahren als Privatbeteiligte anschließen«
Alexander Todor-Kostic, Anwalt der Politikerin
Laut einer Anzeige wurde die Mandatarin von der Frau des Polizisten – für sie gilt die Unschuldsvermutung – beschimpft und schließlich geschlagen. Dabei soll auch eine Schneeschaufel verwendet worden sein. Die Politikerin flüchtete und fuhr in ein Krankenhaus, um sich behandeln zu lassen.
Anwalt Todor-Kostic: »Meine Mandantin wurde schwer verletzt und mit dem Umbringen bedroht, das sind keine Bagatellen.«
Weil ein Exekutivbeamter involviert ist, ermittelt nicht mehr die Polizei des betroffenen Bezirks: Der Anwalt hat die Einschaltung des Landeskriminalamts (LKA) beantragt, um mögliche Befangenheiten zu vermeiden. Nun werden die Untersuchungen auf Landesebene geführt.
Die Politikerin plant laut ihrem Anwalt auch zivilrechtliche Schritte gegen die Frau des Ex-Freunds. »Wir werden uns aufgrund der Schwere der Verletzungen selbstverständlich dem Verfahren als Privatbeteiligte anschließen«, sagt Todor-Kostic.
Mittlerweile wird auch über mögliche Folgen der Affäre auf die bundespolitische Karriere der Betroffenen spekuliert. Der Anwalt sagt dazu: »Wenn man so massiv attackiert wird wie meine Mandantin und solche Verletzungen davonträgt, steht die politische Karriere nicht im Fokus.«
Auch Todor-Kostic sind Gerüchte über Ereignisse vor der Auseinandersetzung und die Umstände des Zusammentreffens der Politikerin und der Ehefrau zu Ohren gekommen, die die Verletzte in kein positives Licht rücken. Er meint dazu: »Das ist lächerlich. Hier wird versucht, den Spieß umzudrehen. Ich habe den Eindruck, man versucht die Taten abzuschwächen, die die Ehefrau begangen hat.«

Von Horst Kakl
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