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Abkürzung über den Hohen Platz wird abgedreht: Zwei Abbiegeverbote sollen den Verkehr umleiten Ausgabe 18 | Mittwoch, 29. April 2026

Im Wolfsberger Gemeinderat wurde ein Antrag an die Bezirkshauptmannschaft beschlossen, laut dem es künftig untersagt wird, in den Rathausplatz und in die Burgergasse abzubiegen. Damit soll der Durchzugsverkehr auf die Spanheimerstraße abgeleitet werden.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Horst Kakl Von Horst Kakl kaklno@spamunterkaerntner.at
Links: Die Karte zeigt, wo künftig gefahren werden darf (grüne Linie): vom Hohen Platz zur Spanheimerstraße. Das Abbiegen in den Rathausplatz und die Burgergasse (rote Linien) wird verboten. Bild rechts: An der Ecke Bamberger Straße-Burgergasse wurde bereits ein Messgerät installiert, das zeigen soll, welche Verkehrsströme das auslöst. Google Maps, UN

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Wolfsberg. Es war der 50. und letzte öffentliche Punkt auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am 23. April (siehe auch Artikel unten). Doch er wird wohl bei den Wolfsbergern auf das größte Interesse stoßen. Die Stadt geht das »Problem« Hoher Platz an und wird bei der Bezirkshauptmannschaft (BH) eine Änderung der Verkehrsführung beantragen.

»Diese Maßnahmen sollen den Verkehr reduzieren und Bewohner und Fußgänger schützen«
Alexander Radl, Bürgermeister

Wie berichtet hatte Bürgermeister Alexander Radl (SPÖ) am 19. März zu einer »Ideenwerkstatt« geladen, bei der über die Zukunft der oberen Stadt und des Hohen Platzes im Speziellen diskutiert wurde. Dabei sprachen sich die Bürger für ein Rechtsabbiegeverbot vom Hohen Platz in Richtung Rathausplatz aus. Dieser Wunsch wurde in einem Gemeinderatsantrag an die Behörde umgesetzt. 

Was die Maßnahme bedeutet

Das heißt, Autos dürfen künftig nicht mehr am Rathaus vorbei in Richtung Schwemmtratten fahren. Sie werden über die Fleischbrücke in die Bamberger Straße zum Weiher oder zur Spanheimerstraße geführt – denn auch das Abbiegen in die Burgergasse wird verboten. Damit sollen Abkürzungen über Allgäu in Richtung Frantschach-St. Gertraud vermieden werden. Der Zweck: Der Hohe Platz soll als Ausweichroute unattraktiv und der Durchzugsverkehr auf die B70 und die Autobahn verlagert werden – wenn die Bezirkshauptmannschaft zustimmt.

Laut Bürgermeister Radl gab es bereits Gespräche mit Bezirkshauptmann Georg Fejan, der sich offenbar nicht querlegt. Im einstimmig angenommenen Gemeinderatsantrag wird die Maßnahme auf 18 Monate befristet, nach zwölf Monaten ist eine Evaluierung geplant.

Messgeräte stehen schon

Messgeräte wurden bereits aufgestellt, eines bei der Burgergasse.  »Sie sollen zeigen, was passiert«, so Radl im Gemeinderat. Der Bürgermeister weiter: »Es gab einen Hilfeschrei vom Hohen Platz, wo der Verkehr ein bedrohliches Ausmaß angenommen hat. Diese Maßnahmen sollen den Verkehr reduzieren und Bewohner und Fußgänger schützen.« Laut ihm hätte auch eine Ampelregelung am Hohen Platz bei der Trafik Bardel »Charme« gehabt, »die Menschen wollten das aber nicht«. 

Stadtrat Michael Schüssler (FPÖ) begrüßte die Abbiegeverbote, wies aber darauf hin, dass aufgrund der 18-monatigen Laufzeit erst der Anfang 2027 gewählte neue Gemeinderat entscheiden werde, wie es weiter geht. Ersatzgemeinderat Harald Trettenbrein (FPÖ), der statt der entschuldigten Gemeinderätin Isabella Theuermann an der Sitzung teilnahm, störte sich an der langen Laufzeit des Versuchs: »Sechs bis sieben Monate wären besser gewesen.« 

Wann die BH Wolfsberg die neue Verkehrsführung erlassen wird, ist nicht bekannt.

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