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Wolfsberg. Der Kleinwagen-Klassiker ist zurück – und das moderner denn je. Mit dem neuen Nissan Micra schlägt Nissan ein frisches Kapitel auf: vollelektrisch, digital und klar auf die aktuellen Anforderungen der Mobilität zugeschnitten. Doch wie schlägt sich der Micra im Alltag? Ein Praxistest zwischen Stadtverkehr, Landstraße und Pendelroutine liefert Antworten. Denn die Unterkärntner Nachrichten durften den neuen Micra, zur Verfügung gestellt von Auto Dohr in Wolfsberg, auf Herz und Nieren testen.
Optisch hat sich einiges getan. Der neue Micra, der nun in der bereits sechsten Generation auf den Markt gekommen ist, tritt deutlich markanter auf als seine Vorgänger. Klare Linien, kompakte Proportionen und moderne LED-Lichtsignaturen, die ein wahrer Hingucker des Modells sind, verleihen ihm einen eigenständigen Charakter. Trotz seiner kompakten Größe wirkt er keineswegs verspielt, sondern vielmehr erwachsen und ist ein Auto, das sowohl die jüngere als auch die ältere Generation ansprechen dürfte.
Auffallend beim Einsteigen ist das aufgeräumte Cockpit. Das zentrales Display bündelt die wichtigsten Funktionen, ergänzt durch ein digitales Kombiinstrument. Überraschend ist das Raumgefühl im Japaner. Für einen Kleinwagen bietet der Micra vorne wie hinten ausreichend Platz. Auch der Kofferraum ist alltagstauglich – der Wochenendeinkauf oder kleinere Ausflüge stellen kein Problem dar.
100 Prozent elektrisch
Nissan setzt beim neuen Micra ausschließlich auf einen elektrischen Antrieb, der in zwei Varianten verfügbar ist: Mit 122 PS, 40 kWh-Batterie und einer Reichweite von 317 Kilometern oder – wie der Testwagen – mit 150 PS und ausgestattet mit einem 52-kWh-Akku, der eine Reichweite von 416 Kilometer ermöglicht. Im Stadtverkehr spielt er seine Stärken voll aus: leise, vibrationsfrei und mit direkter Beschleunigung. Gerade beim Ampelstart zeigt sich das typische E-Auto-Gefühl. Auf der Landstraße bleibt der Wagen stabil und gutmütig. Die Lenkung ist leichtgängig, aber präzise und vermittelt stets ein sicheres Fahrgefühl. Auch bei höheren Geschwindigkeiten wirkt der Micra nicht überfordert.
In Sachen Ausstattung zeigt sich der Japaner auf der Höhe der Zeit. Moderne Assistenzsysteme wie Spurhalteassistent, Notbremsfunktion und Einparkhilfen unterstützen im Alltag. Und auch der Fahrkomfort ist gelungen: Unebenheiten werden ordentlich gefiltert, die Geräuschkulisse bleibt angenehm niedrig.
Der Einstiegspreis für den Micra liegt bei 27.990 Euro.
Fazit
Der neue Nissan Micra beweist im Praxistest, dass ein Kleinwagen heute weit mehr sein kann als nur ein günstiges Fortbewegungsmittel. Elektrischer Antrieb, moderner Technik und alltagstauglicher Reichweite sprechen klar für den Japaner. Das Modell ist kompakt und trotz seiner Größe für fast alle Platzherausforderungen bereit.

Von Philipp Tripolt
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