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Lavanttal. Die Sektion Wolfsberg des österreichischen Alpenvereins kann sich über neue Pächter freuen. Damit ist auch die lange Pächtersuche, zumindest was die Wolfsberger Hütte betrifft, definitiv beendet. Unklar ist derzeit noch, wie es auf der Koralpe weitergeht.
Für die Schutzhütte auf der Saualpe gibt es mit Roland und Petra Ertl ein neues Betreiber-Paar, wie Helmut Sumper, Vorsitzender des Wolfsberger Alpenvereins, bestätigt: »Am kommenden Freitag, 27. März, haben wir unsere Jahreshauptversammlung im Haus der Musik in St. Stefan. Dort werden wir die neuen Pächter der Wolfsberger Hütte auch offiziell der Öffentlichkeit vorstellen.« Bei den beiden handelt es sich um ein Kärntner Pärchen aus Feistritz im Rosental, das über Hüttenerfahrung verfügt. »Sie waren schon Hüttenpächter und haben Erfahrung. Sie haben sich die Wolfsberger Hütte schon angesehen, der Pachtvertrag ist bereits unterschrieben«, so Sumper.
»Am kommenden Freitag werden wir die neuen Pächter der Wolfsberger Hütte offiziell vorstellen«
Helmut Sumper, Obmann AV Wolfsberg
Geöffnet hat die Wolfsberger Hütte, die als Sommerbetrieb geführt wird, circa von Mitte Mai bis Ende September. Wenn es die Witterung zulässt, ist es auch möglich, früher zu eröffnen bzw. länger geöffnet zu haben als bis Ende September. Sumper sagt: »Die neuen Pächter möchten sobald es möglich ist, und die Straße befahrbar ist, auf die Hütte. Natürlich benötigen sie eine gewisse Vorlaufzeit, bevor sie eröffnen können.«
Der Alpenvereins-Obmann ist naturgemäß erfreut, dass die Hütte in diesem Sommer wieder geöffnet hat. Nachdem der Vertrag mit Brigitte Vogler, die mehr als drei Jahre lang Pächterin der Wolfsberger Hütte war, aufgelöst wurde, befand sich der Wolfsberger Alpenverein auf Pächtersuche. Da man im Vorjahr keine geeigneten Betreiber finden konnte – ein möglicher Pächter sagte dem Alpenverein kurz vor der Vertragsunterzeichnung ab –, blieb die Schutzhütte im Sommer 2025 geschlossen. »Wir hatten jetzt drei Bewerber für die Hütte. Die Gespräche und Treffen mit den neuen Pächtern waren gut, es hat bisher alles gepasst, es schaut wirklich gut aus«, blickt Sumper der Wiedereröffnung entgegen.
Unklare Zukunft auf Koralpe
Noch in Schwebe befindet sich die Zukunft des Schutzhauses auf der Koralpe, denn derzeit ist noch unklar, wie es dort mit dem Betrieb weitergehen wird. Im Dezember des Vorjahrs haben Petra Füruter und Marco Schiechtl die Hütte übernommen. Das Tiroler Paar folgte den Brüdern Mario und Gottfried Kienzer nach, die das Schutzhaus im Vorjahr Ende Oktober nach drei Jahren verlassen haben. Das Brüderpaar betreibt mittlerweile die Gulaschhütte in St. Andrä.
»Es gibt aktuell weder ein Ja, noch ein Nein, ob sie weitermachen werden«
Derselbe über die Situation auf der Koralpe
Bereits Anfang Jänner, nur rund einen Monat nach der Eröffnung durch das Tiroler Paar, gab der Alpenverein Wolfsberg auf Facebook bekannt, dass die beiden Pitztaler lediglich einen Pachtvertrag für die Wintersaison unterschrieben haben. Auf Nachfrage, ob nun bereits geklärt ist, wer das Schutzhaus auf der Koralpe in der kommenden Sommersaison betreiben wird, sagt Helmut Sumper: »Bis Ende März ist das Schutzhaus noch geöffnet. Wir werden uns in den nächsten Tagen zu Gesprächen treffen. Es gibt aktuell weder ein Ja noch ein Nein, ob sie im Sommer weitermachen werden. An und für sich sind sie dazu bereit, aber das ist von mehreren Faktoren und noch ausstehenden Gesprächen abhängig. Von uns aus können sie gerne bleiben, wenn sie es möchten.«
Sollte es aber zu keiner Verlängerung des Pachtverhältnisses kommen, dann muss man sich mit neuen potenziellen Kandidaten zusammensetzen. Sumper sagt: »Wir haben Bewerber, die wir zu Gesprächen einladen können. Aber wir warten zuerst die Antwort von den jetzigen Pächtern ab.« Dieses »Vorrecht« habe man ihnen zugestanden. Eine Entscheidung soll demnächst fallen.

Von Philipp Tripolt
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