Mit dem Segelflieger in die Schweiz und zurückAusgabe | Mittwoch, 7. November 2018

Harald Sturmann vom KLV Wolfsberg startete mit seinem Segelflugzeug vom Flugplatz in St. Marein und flog damit in die Schweiz und wieder zurück – das bedeutet Vereinsrekord mit einem Segelflieger.

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Wolfsberg. Mit dem Segelflugzeug vom KLV-Flugplatz bis nach St. Moritz in der Schweiz und ohne zu landen wieder zurück ins Lavanttal. Dieses Kunststück – über 850 Kilometer im Segelflugzeug – schaffte Harald Sturmann vom KLV Wolfsberg im Rahmen der österreichischen Segelflugmeisterschaft mit seinem »Discuss CS«-Segelflugzeug. Damit stellte er auch einen KLV-Rekord auf. Rund zwölf Stunden war er dabei unterwegs, die »Reiseflughöhe« betrug zwischen 2.000 und 4.000 Meter.

Genaue Planung
Ein solches Unterfangen ist mit einem Segelflugzeug nicht gerade einfach. Im Vorfeld muss sich der Pilot einen Überblick verschaffen, die Daten der Wettervorhersage einprägen, denn während des Fluges erhält man keine aktuellen Daten. Und dann kann man nur hoffen, dass die Vorhersage recht behält.
»Ein solcher Flug ist schon auch sehr anstrengend. Man muss sich immer wieder die Thermik suchen, um über die Berge zu kommen«, erzählt Sturmann. Die Meisterschaft geht über den Zeitraum von einem Jahr. Währenddessen können die Piloten ihre Flüge einreichen, die drei weitesten Strecken wurden schließlich gewertet. Sturmann hatte 15Flüge für die Meisterschaft eingereicht, der Flug in die Schweiz brachte ihm die Goldmedaille.

Tausender soll fallen
Ein Ziel hat sich der frischgebackene österreichische Meister aber noch gesteckt: Er würde gerne einmal die tausend Kilometermarke überqueren.
»Das ist mit einem Flugzeug der Standardklasse wie ich es fliege aber sehr schwierig. Aber ich hab ja noch Zeit«, meint Sturmann, der mittlerweile dreifacher österreichischer Champion ist.
Neben dem aktuellen Titel in der Standardklasse konnte der Ligister in seiner Karriere auch  schon die Clubklasse und einmal die Doppelsitzerklasse gewinnen.

Doch was verschlug Sturmann  aus der Steiermark zum KLV nach Wolfsberg. »Ich war früher Modellflieger und dadurch öfters zum Modellfliegen auch in St. Marein. Dort hab ich die Segelflieger gesehen und sofort gewusst, dass dies meine Zukunft wird«, erzählt Sturmann, der seit 1984 Pilot beim KLV Wolfsberg ist. Und was fasziniert ihn am Segelfliegen? »Es ist dieses lautlose Gleiten, der Kampf mit der Thermik und der Natur«, schwärmt Sturmann, der seine Segelfliegerausbildung beim KLV absolvierte.

Neben der Segelfliegerausbildung kann man auch noch Kurse vom KLV am Flugplatz in St. Marein besuchen, um den Motorsegler- und Ultraleichtflugzeugschein zu erwerben.

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