Sturm fegte über das Lavanttal hinwegAusgabe | Mittwoch, 7. November 2018

Mit bis zu 130 km/h fegte es vergangene Woche über Frantschach-St. Gertraud hinweg. »So etwas gab es seit Menschengedenken nicht«, sagt ein Betroffener. St. Georgen wird Mittel aus Hilfsfonds beantragen.

E-Mail

25300 Kommentare

Meist gelesen

Artikel

Wolfsberg, Frantschach-St. Gertraud, St. Georgen. 10.000 Festmeter Holz wurden laut der Bezirksforstinspektion vernichtet. Die größten Schäden verursachte der auf der Koralpe, der Weinebene und in St. Georgen. Erst jetzt wird klar, welche Auswirkungen der Sturm, der vergangene Woche über das Lavanttal brauste, verursacht hat. Franz Dorner, Landwirt in Kamp: »Es war ein Jahrhundertsturm. Laut Experten erreichte er Geschwindigkeiten bis 130 km/h. Bei mir wurden etwa zwei Hektar Wald geköpft oder entwurzelt, darunter auch 15 Jahre alte Fichten, die erst drei Meter hoch waren und normale Stürme problemlos überstehen.« Geknickt wurden auch Stämme, die seit 250 Jahren standen. Dorner: »Daran sieht man, dass wir so einen Sturm seit Hunderten Jahren nicht hatten.«

Laut Dorner waren Kamp, Gösel, Limberg und Theißenegg besonders betroffen. Auf den Straßen lagen abgebrochene Äste und Zweige so hoch, dass sie mit Schneepflügen geräumt werden mussten. Jetzt beginnen die Aufräumungsarbeiten, die viele Gefahren bergen, denn die geknickten Bäume stehen teils unter hoher Spannung. Ein Landwirt aus Theißenegg wurde schwer verletzt, als in ein zurückschnellender Stamm am Knie traf.

Kein Strom, Straßen beschädigt
Günther Vallant, Bürgermeister von Frantschach-St. Gertraud: »Einige Haushalte hatten bis zu 22 Stunden keinen Strom. Private Forstbesitzer haben große Schäden zu beklagen, die Gemeinde selbst kam mit einem blauen Auge davon.« Gleiches gilt für St. Georgen, sagt dessen Bürgermeister Karl Markut: »Auch bei uns sind vor allem Forstbesitzer betroffen, im Gemeindewald war es nicht so schlimm. Wir haben vor allem Schäden an den Gemeindestraßen, weil durch den Abwurf von Nadeln und Zweigen die Abflüsse verstopften und sich das Wasser danach eigene Wege suchte.« Der Schaden liegt bei rund 80.000 Euro, die Gemeinde will nun Mittel aus dem Katastrophenfond beantragen.

0 Kommentare Kommentieren

Keine Kommentare gefunden!

Liebe Leserinnen und Leser, in diesem Kommentarbereich prüfen wir alle Beiträge, bevor sie veröffentlicht werden. Ihr Kommentar erscheint, sobald er gesichtet wurde.

Bitte melden Sie sich an, um die Beiträge zu lesen oder zu kommentieren.AnmeldenHier Registrieren