Historische Momente Ausgabe | Mittwoch, 15. August 2018

Erstmals direkte Verbindung zwischen Kärnten und Steiermark durch die Koralpe.

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St. Paul. Es war einer der wichtigsten Meilensteine seit Beginn des Jahrhundertprojekts Koralmbahn: der erste Tunneldurchschlag im 33 Kilometer langen Koralmtunnel. Seit insgesamt 15 Jahren wird an dem sechstlängsten Eisenbahntunnel der Welt quasi rund um die Uhr gearbeitet, seit fast genau zehn Jahren an den beiden Hauptbauabschnitten. Exakt 17.127 Meter hat dabei der Tunnelbohrer »Mauli 1« seit 2013 vom steirischen Leibenfeld aus in der Südröhre zurückgelegt. Auf Kärntner Seite wurde der Megabohrer nun in einer eigens errichteten Kaverne in Empfang genommen – tief im Berg und rund 1.200 Meter unter der Erdoberfläche. Der zweite steirische Tunnelbohrer in der Nordröhre »Mauli 2« hat seine Dienstreise bereits im Februar 2018 planmäßig beendet. Beide Maschinen können mehr als 17 Kilometer Vortrieb vorweisen: Weltrekord für die längsten durchgehenden Vortriebsleistungen unter diesen Bedingungen. Damit sind zwei von insgesamt drei Tunnelbohrmaschinen im Koralmtunnel am Ziel angelangt – trotz hartnäckiger Störzonen. Immerhin galt es auf den letzten Kilometern außergewöhnliche Umstände im kristallinen Gebirgsabschnitt zu meistern. Mehrmals mussten die Megabohrer händisch freigelegt und wieder flottgemacht werden.

Noch sechs Kilometer Weniger als sechs Kilometer fehlen von Kärntner Seite aus noch bis zum zweiten Durchschlag in der Nordröhre. Diese übernimmt »Kora«, jener Tunnelbohrer der 2015 vom Kärntner Lavanttal aus gestartet ist.

Feier im September Gefeiert wird die die neue Verbindung zwischen der Steiermark und Kärnten von den ÖBB am 14. September; unter anderem mit einem eigenen »Koralmbahn TV-Tag«. Unter oebb.at/koralmbahn können Interessierte an diesem Tag verschiedene TV-Beiträge zur Koralmbahn, exklusive Interviews und Einblicke in das Megaprojekt live im Internet mitverfolgen. Gezeigt wird das Programm außerdem an den Hauptbahnhöfen Wien, Graz und Klagenfurt.

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