Bitteres Debakel: WSG Tirol legt die Wolfsberger Siegesserie mit einem 5:1-Sieg in Schutt und AscheAusgabe 47 | Mittwoch, 24. November 2021

Nach sechs Siegen in Serie gab es für den WAC nach der Länderspielpause im Innsbrucker Tivoli-Stadion nichts zu holen. Während die WSG Tirol mit dem Sieg das Tabellenende verlässt, rutschen die Wölfe auf den dritten Rang zurück. Weiter geht es gegen die Admira.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Cheikhou Dieng wurde für seine zuletzt starken Leistungen zum zweiten Mal in Folge mit einem Platz in der Startaufstellung belohnt. Akzente setzen konnte er gegen Tirol aber keine. Auch Matthäus Taferner und Thorsten Röcher (Bild, v. l.) konnten sich bei der Niederlage kaum in Szene setzen. Foto: Pulsinger

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Innsbruck. Mit einem Blick auf die Tabelle vor der Begegnung zwischen der WSG Tirol und dem WAC war die Ausgangslage vermeintlich klar: Der WAC reiste als Tabellenzweiter zum Schlusslicht nach Innsbruck. Drei Punkte standen auf dem Plan, doch was für die WAC-Kicker folgte, war ein Nachmittag, an dem am Ende die Ernüchterung überwog.
WAC-Trainer Robin Dutt schickte nach der Länderspielpause folgende Startelf im Innsbrucker Tivoli-Stadion auf das Feld: Kofler; Jasic, Baumgartner, Gugganig, Dedic; Peretz, Leitgeb, Liendl, Taferner; Röcher und Dieng. Goalgetter Tai Baribo nahm zu Beginn nur auf der Bank Platz.

Die Anfangsphase war von einem gemeinsamen Abtasten geprägt, doch mit Fortdauer des Spiels, kamen die Tiroler zu Chancen, die sie schließlich auch zu nutzen wussten. Juventus-Leihgabe Vrioni zog in der 21. Minute an WAC-Keeper Kofler vorbei, sein Schuss wurde noch zur Ecke geklärt. Vier Minuten später köpfelte Vrioni aus fünf Metern zur 1:0-Führung für die Gastgeber ein. In der 30. Minute wäre Vrioni beinahe der Doppelschlag gelungen, einen Konter nach Sabitzer-Zuspiel brachte er aber nicht zu Ende.

Vorentscheidung in zweiter Hälfte
Durch den Rückstand wachgerüttelt, fand auch der WAC Chancen vor, die von Peretz (33. Minute) und Liendl (37.) vergeben wurden. Praktisch im Gegenzug rächte sich die mangelnde Chancenverwertung. Nach schnellem Umschaltspiel besorgte Sabitzer aus rund 15 Metern das 2:0 nach Vrioni-Vorlage. Der WAC steckte nicht auf und fand weitere Chancen vor und schließlich auch zurück ins Spiel. Peretz verwertete einen Eckball mit einem Abstauber aus vier Metern zum 2:1 (45.). Adis Jasic hatte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sogar noch den Ausgleich am Fuß, schoss aber knapp neben das Tiroler Gehäuse.

»Wenn du in der Liga die Tagesform nicht hast, hast du Schwierigkeiten«
Robin Dutt, WAC-Trainer

Nach Wiederbeginn schlitterte der WAC in ein Debakel. Vrioni tanzte durch die Wolfsberger Abwehr. Sein Schuss auf Kofler landete im Tor zum 3:1 (62.). Ein Treffer von Liendl zum 3:2 wurde wegen Abseits zurecht aberkannt (69.). Ein Schuss von Müller konnte von Kofler nur an die Querlatte gelenkt werden, von wo der Ball ins Tor sprang – 4:1. Den Schlusspunkt sertzte abermals Vrioni, der aus 20 Metern flach ins Eck traf (85.).

»Es gibt keine sensationellen Siege in der Liga, dazu sind die Mannschaften zu ausgeglichen. Es war ein hochverdienter Sieg für WSG Tirol. Dass, was dem Gegner in den letzten Wochen abgegangen ist, die Effektivität vor dem Tor, hat ihn heute ausgezeichnet. Wenn du in der Liga die Tagesform nicht hast, hast du Schwierigkeiten. Die Ursache dafür ist im Spiel gegen den Ball zu finden. Natürlich waren wir auch vorne nicht effektiv. Bei Ballverlusten haben wir aber nicht annähernd die Gegenpressing-Situationen gehabt, die uns in den vergangenen Wochen stark gemacht haben«, analysierte WAC-Trainer Robin Dutt die 1:5-Niederlage gegen die WSG.

Nach sechs Siegen in Folge musste der WAC damit wieder eine Niederlage hinnehmen. Das Erreichen der Meisterrunde, für die sich die ersten sechs Mannschaften nach 22 gespielten Runden qualifizieren, ist, vor allem dank der guten Serie vor der Länderspielpause, aber weiterhin voll im Visier. Derzeit beträgt der Vorsprung auf die Wiener Austria auf dem siebenten Rang sieben Punkte bei ebenso vielen ausstehenden Spielen.

In der nächsten Runde müssen die Wölfe abermals in der Ferne antreten. Am kommenden Samstag, 27. November, geht es in der Südstadt gegen die Admira. Anpfiff ist um 17 Uhr.

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