40 Jahre im Gastgewerbe: Von Kliening in die weite Welt und wieder zurück zu den WurzelnAusgabe 46 | Mittwoch, 17. November 2021

Helmut Hafner arbeitet mit Leidenschaft im Gastgewerbe. Seit mittlerweile 40 Jahren ist er in der Gastro tätig und er könnte sich keine schönere Tätigkeit vorstellen. Seit 25 Jahren ist er zurück in der Heimat und gehört schon zum Inventar im Hotel Moselebauer.

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Bad St. Leonhard. Helmut Hafner wurde in Kliening geboren und absolvierte nach der Schule eine, wie es damals hieß, duale Hotelausbildung. Das bedeutet, er durchlief sämtliche Stationen, die in einem Hotel anfallen. Nach seiner vierjährigen Ausbildung im Hotel Krone in Lech, war er in vielen Orten Österreich tätig, sammelte dabei sehr viel Erfahrung und bekam auch ein überraschendes und unwiderstehliches Jobangebot aus Amerika.

Vom Berg auf ein Schiff

Hafner blickt zurück: „Ein Amerikaner machte bei uns im Hotel Urlaub und kam mit mir ins Gespräch. Er war im Management einer großen Kreuzfahrt-Linie tätig und fragte mich, was ich für die Zukunft plane und ob ich nicht auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten möchte.« Dieses Angebot konnte Hafner nicht ausschlagen und so ging es für acht Monate auf das Kreuzfahrtschiff »Queen Elisabeth II«, wo er als »Silverservice Waiter« tätig war. Sein Heimathafen war in New York, er machte die Transatlantik-Tour von Southampton nach New York und war bei Kreuzfahrten in die Karibik, bei den Bermudas und Florida mit dabei.

Ein Erlebnis ist ihm besonders in Erinnerung geblieben. Hafner erzählt: »Das Schiff fuhr unter königlicher englischer Flagge und einmal, als wir in Southampton vor Anker lagen, mussten wir alle aufmarschieren und Parade stehen, da die königliche Familie das Schiff inspizierte. Die Queen Mum, Queen Elizabeth, Charles und Diana, sie alle marschierten an uns vorbei.«

Nach einiger Zeit reichte Hafner das Leben auf dem Schiff und er kehrte nach Kärnten zurück und nach Stationen in Bad Kleinkirchheim landete er schließlich wieder im Lavanttal. 

25 Jahre beim Moselebauer

Nachdem sich Hafner in Kliening ein Eigenheim errichtet und geheiratete hatte, führte ihn sein Weg zum Hotel Moselebauer, wo er seit mittlerweile 25 Jahren als Oberkellner tätig ist. »Dort lernte ich, mit welchem Einsatz und Engagement die Besitzerfamilie den Betrieb erfolgreich führt. Es war sehr schön, den Generationenwechsel der Familie Pirker mitzuerleben«, blickt Hafner zurück.

»Es ist schön, dass ich den Aufbau des Hotels Moselebauer miterleben und mitragen durfte«
Helmut Hafner, Oberkellner Hotel Moselebauer

Voll des Lobes ist Hafner für seine Kollegen, die da wären: Romano Maier als Chef der Rezeption, Küchenchef Harald »Cerny« Bojer, Hausdame Susanna Resetar, Chef de blancherie Hannes  »Goldman« Repnik. Hafner zeigt ich stolz: »Es ist schön, dass ich den Aufbau dieses Hotels miterleben und mittragen durfte. Ich lernte in dieser Zeit viele neue Menschen kennen und durfte tolle Leute betreuen.« Was Hafner ein traurig stimmt, ist das schlechte Image der Berufe im Gastgewerbe und der Hotellerie.

»Beste Job, wo gibt«

»Es ist mir ein Anliegen, das zu unrecht negative Image der Gastronomie zu verbessern«, sagt Hafner und meint: »In welchem anderen Beruf, als in der Gastronomie, kann man so viele  verschiedene Berufe ausüben. Ich war Unterhalter, Showman und Psychologe in einem. Wo sonst, kann man so viele interessante Menschen kennenlernen als in der Gastronomie oder in der Hotellerie. Mit einer guten Ausbildung in Österreich stehen alle Tür zur großen Welt offen.«

Auch ins Fernsehen hat es Hafner mittlerweile geschafft, allerdings ging es bei der Barbara Karlich-Show damals nicht um die Gastronomie, Hafner war Gast zum Thema »Mein Partner ist perfekt«, denn mittlerweile ist er auch schon seit 28 Jahren verheiratet.

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