St. Georgen feierte zwei Jubiläen und ErntedankAusgabe 39 | Mittwoch, 29. September 2021

Seit 30 Jahren ist St. Georgen wieder eine eigenständige Gemeinde und vor 200 Jahren nahm die Volksschule in St. Georgen den Schulbetrieb auf. Mit zwei Feiern wurden die beiden Jubiläen begangen, dazu lud die Landjugend am Sonntag zum Erntedankfest ein.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Am Samstag wurde in der Volksschule die große »200 Jahre VS St. Georgen«-Feier abgehalten. Am Sonntag gab es in der Apfelmetropole des Bezirks gleich drei Feste zu feiern: 200 Jahre Volksschule, 30 Jahre Gemeinde St. Georgen und der Erntedank. Rechts: Bürgermeister Karl Markut bei seiner Festansprache. Fotos: Schaflechner (1), much (1)

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St. Georgen. Begonnen wurde mit den Feierlichkeiten bereits am Samstagabend, als das 200-Jahr-Jubiläum der Volksschule St. Georgen gefeiert wurde. Schulleiterin Cornelia Kositz begrüßte die Gäste, Gemeinderat Harald Markut führte durch das Programm. Einen Rückblick auf die 200-jährige Geschichte der Schule brachte Brigitte Bukovsky. Der MGV St. Georgen unter der Chorleitung von Anna Grünwald umrahmte die Feier gesanglich, die von Schülern mit Gedichten, Liedern und Berichten von ehemaligen Schülern gestaltet wurde.

Im Jahre 1811 wurde der erste Unterricht in gemieteten Lehrzimmern bei Bauern im Dorf erteilt. 1820 wurde mit dem Bau eines einstöckigen Schulhauses begonnen. Über 50 Jahre lang wurde die St. Georgener Schule einklassig geführt.

1907 kam es zur Erweiterung des Schulhauses: Der zweite Stock wurde auf das Gebäude aufgebaut. Durch die Vergrößerung konnte die Schule zunächst dreiklassig und ab 1936 vierklassig geführt werden. Nach dem Rückgang der Schülerzahlen nach dem Zweiten Weltkrieg stiegen die Zahlen schließlich wieder an, und so kam es 1965 zu einem neuerlichen Um- und Zubau, um ausreichend Platz für die Kinder zu haben.

1990 wurde ein großer, moderner Turnsaal feierlich eröffnet und der Schulgarten neu gestaltet.

Am Sonntag wurden am Festplatz das Erntedankfest und eine kleine Feier anlässlich 30 Jahre Gemeinde St. Georgen abgehalten. Die Festmesse zelebrierte Pater Marian Kollmann, musikalisch umrahmt wurde sie von der Trachtenkapelle St. Georgen.

30 Jahre selbstständig

Bürgermeister Karl Markut blickte in seiner Ansprache auf die Geschichte der Gemeinde zurück. 1864 wurde aus den Gemeinden Steinberg, Herzogberg und Paierdorf die Gemeinde St. Georgen im Lavanttal gegründet. Im Zuge der Kärntner Gemeindestrukturreform erfolgte am 1. Jänner 1973 die Eingemeindung nach St. Paul. Es wurde daraufhin die Vereinsgemeinschaft St. Georgen gegründet, um kulturell eigenständig zu bleiben. Die Umstrukturierung der Gemeinden brachte allerdings keine signifikanten wirtschaftlichen Verbesserungen. Das war auch ein Grund, warum sich die Bevölkerung von St. Georgen 1990 entschloss, wieder eine eigenständige Gemeinde zu werden. Knapp 60 Prozent der Einwohner entschieden sich für eine Rückgemeindung, und so ist St. Georgen seit dem 1. Jänner 1991 wieder eine eigenständige Gemeinde.

Erster und bislang einziger Bürgermeister seit der Rückgemeindung ist Karl Markut, der nun seit 30 Jahren die Geschicke der Gemeinde leitet. Er blickte in seiner Festrede auf die Rückgemeindung zurück und gab einen Überblick darüber, was in den vergangenen Jahren in St. Georgen passierte und was aktuell im Laufen ist, sei es der Windpark auf der Steinberger Alpe oder die Straßensanierungen. 

»Es herrscht eine rege Bautätigkeit in unserem schönen Dorf, dem Paradies im Paradies Kärntens«, so Markuts Resümee.

Landtagsabgeordneter Armin Geissler (SPÖ), der auch Gemeinderat in St. Georgen ist, überbrachte bei der Jubiläumsfeier Grüße von Landeshauptmann Peter Kaiser. Nationalrat Johann Weber (ÖVP) meinte in seinen Grußworten: »Die Entscheidung, dass St. Georgen eine selbstständige Gemeinde wird, wurde mittels Volksbefragung getroffen und war eine demokratische Entscheidung.«

Nach dem Festakt wurde zu einem zünftigen Frühschoppen geladen, bei dem die Bevölkerung den Tag gemütlich ausklingen ließ und von den »Jungen fidelen Lavanttaler« bestens unterhalten wurden. 

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