Auf 2.500 Meter Luftlinie hat Wolfsberg demnächst drei »Billa«-Märkte: »Keine Filiale wird geschlossen« Ausgabe 7 | Mittwoch, 17. Februar 2021

Mit der »Umflaggung« des »Merkur«-Markts in »Billa Plus« ist die Bezirkshauptstadt mit Filialen der Kette sehr versorgt: im Norden, im Süden und in der Mitte. Der Sprecher des Rewe-Konzerns zerstreut aber Sorgen, eine von ihnen könnte geschlossen werden.

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Wolfsberg. »Merkur« ist tot, es lebe »Billa Plus«. Der Lebensmittelgigant Rewe, Eigentümer der beiden genannten Supermarkt-Ketten, ließ vor einigen Tagen aufhorchen: Das Unternehmen legt die Marken zusammen und lässt »Merkur« verschwinden. Diese Filialen werden in Bälde in »Billa Plus« umbenannt – auch in Wolfsberg.

»Wolfsberg ist aus derzeitiger Sicht kein kritischer Standort«
Paul Pöttschacher, Rewe-Pressesprecher

Für die Bezirkshauptstadt bedeutet das, dass es dann auf einer Strecke von rund 2,5 Kilometern Luftlinie drei »Billa«-Märkte geben wird: In der Klagenfurter Straße 40a im Süden, in der Stadthammerstraße 10 im Norden – und einen weiteren mitten drin. Denn der jetzige »Merkur« in der Spanheimerstraße 32 wird ab April zum großen »Billa Plus«-Markt umgemodelt. Während sie in Wolfsberg also eng gereiht sind, gibt es im gesamten übrigen Lavanttal nur vier weitere »Billa«-Märkte: je einen in Bad St. Leonhard, St. Andrä,
St. Paul und Lavamünd.

Zahlt sich das aus?

Da kann es nicht wundern, wenn sich jetzt mancher Wolfsberger fragt: »Zahlen sich drei Märkte nebeneinander aus? Wann sie wohl den ersten davon zusperren werden?« 

Rewe-Pressesprecher Paul Pöttschacher weist diesen Gedanken zurück: »Die Märkte bleiben bestehen. Auch wenn sich der Markenname ändert, ändert sich am Sortiment nichts. Es bleibt gleich wie bisher und wird noch ausgebaut, etwa bei Bio- und bei regionalen Produkten.« 

Natürlich werden die Standorte laufend darauf überprüft, »wo sie Sinn machen, wie die jeweilige Frequenz aussieht«, sagt Pöttschacher. »Und im April wird der ›Merkur‹-Markt umgeflaggt. Dann schauen wir, was passiert und agieren dementsprechend. Es wird aber kein Markt geschlossen und kein Mitarbeiter abgebaut.«

»Kein kritischer Standort«

Nun entscheiden Konzerne mitunter kurzfristig, ob sie eine ihrer Filialen aufgeben. Auf die Frage, wie lange diese »Zusage« Gültigkeit besitzt, sagt Pöttschacher: »Wie es in der Zukunft aussieht, kann niemand sagen. Aber Wolfsberg ist aus derzeitiger Sicht kein kritischer Standort. Wenn die Filiale weiterhin von den Kunden angenommen wird, dann besteht auch bei ›Billa Plus‹ kein Handlungsbedarf.« 

Auch in einer Aussendung betonte das Unternehmen: »Diese Veränderung zieht keinen Mitarbeiter-Abbau bei  ›Billa‹ und/oder ›Merkur‹/›Billa Plus‹ nach sich.«

Einsparungen seien laut Pöttschacher bereits vorgenommen worden, durch die beiden Marken entstandene Doppelgleisigkeiten in der Zentrale wurden aufgehoben. »Die so gesparten Summen werden jetzt in Standorte und in Kundenvorteile investiert. In ganz Österreich sind das 300 Millionen Euro«, sagt der Rewe-Sprecher. 

Tatsächlich hat das Unternehmen seine »Billa«-Filiale in der Stadthammerstraße erst einer Generalsanierung unterzogen. Im Herbst wurde in sieben Wochen Bauzeit die Verkaufsfläche um 55 auf 675 Quadratmeter erweitert, mit dem aktuellen Ladenlayout ausgestattet und die technischen Geräte erneuert. 

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