Martin Schnuppe bietet Salate und Gemüse in Selbstbedienungshütten anAusgabe 27 | Mittwoch, 1. Juli 2020

Durch eine Exkursion ins Burgenland kam Martin Schnuppe auf die Idee, zwei Selbstbedienungshütten aufzustellen. Die Wurzeln der Salate schwimmen in einem Wasserbecken, so bleiben sie länger frisch.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Martin Schnuppe (Bild links) hat zwei Selbstbedienungshütten aufgestellt. Dreimal die Woche füllt er sie mit Salaten und verschiedenen Gemüsesorten nach. Eine Kassa steht in den Hütten für die Bezahlung bereit. Foto: Tripolt

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Wolfsberg. Seit der Vorwoche verkauft Martin Schnuppe von der Gärtnerei Schnuppe Salate und Gemüse in zwei Selbstbedienungshütten. »Die Idee dafür habe ich einer Studien-Exkursion ins Burgenland zu verdanken. Hier habe ich gesehen, dass die Hütten sehr gut funktionieren und die Leute ehrlich sind«, verrät Martin Schnuppe, der an der Universität für Bodenkultur Wien Pflanzenbau studiert.

Dass er die Idee allerdings so zeitig umsetzen würde, hätte er selbst nicht gedacht. »Wegen Corona war ich gezwungen, vom Studium daheim zu bleiben. Den Wunsch, Gemüse anzubauen, hegte ich schon länger. Jetzt war dafür mehr Zeit über, um den Anbau gleich im größeren Stil zu starten«, so Schnuppe.

Verkauft werden Salate und verschiedene Gemüsesorten bei der Gärtnerei Schnuppe in St. Johann, seit rund einem Monat am wöchentlichen Bauernmarkt am Weiher und seit der Vorwoche in den beiden Selbstbedienungshütten. Eine Hütte steht am Schotterparkplatz gegenüber vom Gasthof Kreuzkogler, die zweite vor dem Gasthof Stoff in St. Margarethen. Die Hütten hat Martin Schnuppe mit einem befreundeten Tischler selbst angefertigt. Angebaut werden Salate und Gemüse bei der Zweitgärtnerei in St. Margarethen. Schnuppe: »Wer möchte, kann gerne vorbeikommen und sich vor Ort vom Anbau überzeugen lassen.«

Eine Besonderheit sind dabei die Salate, die Martin Schnuppe sticht: »Sie werden mit den Wurzeln in die Hütten gesetzt. Durch ein Loch gelangen die Wurzeln zu  einem Wasserbecken. So bleiben die Salate länger frisch. Der zweite große Vorteil für den Kunden ist, dass er den Salat daheim auch wieder einfrischen kann.« Für den Transport nach Hause empfiehlt er, selber Säcke oder Kisten mitzubringen.

Der Ablauf
Die Hütten werden voraussichtlich dreimal in der Woche aufgefüllt. Verschiedene Salatsorten sowie unterschiedliches Gemüse (Paprika, Tomaten, Rote Rüben, Kohlrabi, Gurken, Zucchini und vieles mehr), das je nach Verfügbarkeit in den Hütten aufliegen wird, stehen für die Kunden bereit. In den Hütten selbst gibt es jeweils eine Kassa, in der die Kunden den jeweiligen Betrag einwerfen können. »Pro Salat verlange ich einen Euro. Auch beim Gemüse wird es gerade Preise geben,  damit es für die Kunden leichter ist, den genauen Betrag einzuwerfen. Die Leute haben einen Anspruch darauf, Gemüse zu einem guten Preis zu bekommen«, gibt Martin Schnuppe preis.

Wassermelonen
Freuen dürfen sich die Kunden demnächst auch über Mini-Wassermelonen. »Wir haben heuer erstmals 600 bis 700 Pflanzen angesetzt. Dabei handelt es sich um kleine, kernlose Mini-Wassermelonen. Sind die Melonen reif, werde ich sie auch in den beiden Selbstbedienungshütten anbieten«, freut sich Schnuppe bereits. Wann genau das sein wird, kann er noch nicht sagen: »Es kommt auf das Wetter an. Ich rechne mit Ende Juli.«

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