Saualpen-Hüttengemeinschaft: Peter Rabinig steht seit einem Jahr 46 Mitgliedsbetrieben vorAusgabe 23 | Mittwoch, 3. Juni 2020

Die Saualpen-Hüttengemeinschaft wurde 1981 gegründet, um gemeinsam für die gesamte Region Saualpe und deren Gasthäuser und Almhütten Werbung zu machen. Obmann Peter Rabinig ist seit einem Jahr im Amt und selbst Wirt in seinem Betrieb am Reisberg.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteurin Simone Jäger Von Simone Jäger jaegerno@spamunterkaerntner.at
Peter Rabinig mit seiner Frau Christine: 1986 übernahm er von seinem Vater die Gasthaus-Jausenstation Rabinig am Reisberg. Seit einem Jahr ist er Obmann der Saualpen-Hüttengemeinschaft, die im Jahr 1981 gegründet wurde.Foto: Jäger

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Reisberg. Er ist Gastwirt und Hobby-Landwirt und betreibt ein Sägewerk. Die Rede ist von Peter Rabinig (61), der mit seiner Frau Christine die Gasthaus-Jausenstation Rabinig am Reisberg führt. Seit einem Jahr ist er außerdem Obmann der Saualpen-Hüttengemeinschaft, der 46 Mitgliedsbetriebe (Gasthäuser und bewirtschaftete Almhütten) und sechs Gemeinden (St. Andrä, Wolfsberg, Bad St. Leonhard, Diex, Eberstein und Hüttenberg) angehören. »Die Mitglieder reichen vom Zirbitzkogel bis Diex auf der Lavanttaler und der Görtschitztaler Seite der Saualpe«, erklärt Rabinig. Ziel dieses 1981 gegründeten Vereins ist die gemeinschaftliche Bewerbung der gesamten Region. Alle paar Jahre werden neue Prospekte erstellt, die bei den Mitgliedsbetrieben und im Büro des Regionalmanagements Lavanttal aufliegen.

Eselwanderung verschoben

Der jährliche Höhepunkt der Hüttengemeinschaft ist die Eselwanderung im Juli, die heuer coronabedingt abgesagt werden musste. Heuer hätte diese Wanderung zum 40. Mal stattgefunden. »Wir holen das Jubiläum im nächsten Jahr nach«, verspricht Rabinig, »Wir bringen die 200 bis 300 Wanderer immer mit Bussen zum Ausgangspunkt, und das wäre heuer  aufgrund der Umstände nicht möglich gewesen.« Die Esel, die diese Wanderung jedes Jahr begleiten, stammen zum größten Teil von Familie Knabl (Edenbauer’s Esel Paradies in St. Andrä). »Beim 30-Jahr-Jubiläum waren genau 30 Esel dabei«, erinnert sich Rabinig zurück.

»Jeder Wirt ist froh, dass er wieder offen haben darf. Die Leute sind aber noch sehr vorsichtig«
Peter Rabinig
Obmann

Von der Corona-Pandemie blieb auch Rabinigs Gasthaus-Jausenstation und die weiteren Gasthäuser und Hütten nicht verschont. »Jeder Wirt ist froh, dass er wieder offen haben darf. Die Frequenz ist aber noch nicht so gegeben, die Leute sind noch sehr vorsichtig«, sagt der Obmann. Grundsätzlich seien die Wirte der Mitgliedsbetriebe aber zuversichtlich, dass es wieder bergauf geht, vor allem, wenn am 15. Juni die Maskenpflicht in Gastronomiebetrieben für Gäste zur Gänze fällt.

Familienbetrieb Rabinig

Rabinig selbst hat den Vorteil, dass seine Gasthaus-Jausenstation ein Familienbetrieb ist, der sich auch in seinem Besitz befindet: »Pacht und Personal müssen wir zum Glück nicht durch die Krise bringen.« Gegründet wurde der Betrieb im Jahr 1973 von Rabinigs mittlerweile verstorbenen Vater, der mit Vornamen ebenfalls Peter hieß. 1986 übernahm ihn Peter Rabinig, der mit seiner Frau Christine drei erwachsene Kinder hat, die bei einem großen Gästeandrang im Service aushelfen. »Gäste achten sehr auf Qualität und Preis«, sagt Rabinig. Auf seinem Hof hält er Kühe und Schweine, die das Fleisch für die Brettljausen und auf Vorbestellung auch warmen Mahlzeiten liefern. Auch Käse, Butter, Brot und Topfen werden selbst hergestellt. Trotz aller modernen Werbe- und Kommunikationsmittel ist sich Rabinig in einer Sache sicher: »Positive Mundpropaganda wirkt noch immer am besten.« Informationen zur Saualpen-Hüttengemeinschaft gibt es unter www.saualpe.com oder www.saualpe.info.

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