In der Galerie Muh am Aichberg dreht sich heuer alles um das Thema ZeitAusgabe 5 | Mittwoch, 29. Januar 2020

Die außergewöhnliche Galerie »im Zentrum der Peripherie« – so der Untertitel der Galerie Muh auf der Website – zeigt heuer drei Ausstellungen und nimmt wieder an der Langen Nacht der Museen teil.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteurin Simone Jäger Von Simone Jäger jaegerno@spamunterkaerntner.at
Ferdinand Kreuzer machte aus dem ehemaligen Kuhstall seiner Landwirtschaft am idyllischen Aichberg bereits im Jahr 2003 die Galerie Muh. Die nächste Ausstellung eröffnet am 4. Juli 2020. Foto: Jäger

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Wolfsberg. Es ist wohl eine der am idyllischsten gelegenen Galerien Kärntens und außergewöhnlich ist sie sowieso – die Galerie Muh am Aichberg. Im Jahr 2003 fungierte Ferdinand Kreuzer seinen früheren Kuhstall mit Nebenräumen und einem Silo zu einer Ausstellungsfläche für zeitgenössische Kunst um. Bis heute zeigte er darin 57 Ausstellungen. »Die Galerie ist in Kärnten schon ein Begriff«, freut sich Kreuzer. Er ist für alle Belange, die ein Galeriebetrieb mit sich bringt, alleine verantwortlich, von der Themenfindung, über das Anfragen der Künstler bis hin zur Werbung. Warum sich ein ehemaliger Landwirt und Holzschnitzer der zeitgenössischen Kunst verschreibt, kann er selbst nicht beantworten: »Ich mag einfach das Zeitgenössische und keine Blümchenmalerei.«

Heuer dreht sich in der Galerie Muh alles um das Thema Zeit. Im Rahmen des zweiten interdisziplinären Kulturprojekts des Kunstvereins Kärnten, der Triennale II, zeigt Kreuzer von 4. Juli bis 30. August 2020 Arbeiten verschiedener Künstler unter dem Titel »Klima – Zeit is«. »Einer der teilnehmenden Künstler wird Detlef Löffler sein«, verrät Kreuzer. Der Aichberger gibt das Thema vor und lässt dann den Künstlern freie Hand: »Ob es ein Gemälde, eine Skulptur oder eine Installation wird, bleibt offen. Man muss sich nur an die Gegebenheiten im Stall anpassen.«

»Ich mag einfach das Zeitgenössische und keine Blümchenmalerei«
Ferdinand Kreuzer
Galerie Muh

Weiters ist die Galerie Muh heuer wieder Teil der Langen Nacht der Museen am 3. Oktober. An diesem Tag findet die Vernissage zur zweiten Ausstellung in der Galerie Muh statt, die sich ebenfalls dem Thema Zeit widmet, aber mit anderen ausstellenden Künstlern. »Diese Ausstellung wird dann bis Ende Oktober zu sehen sein«, ergänzt Kreuzer. Von Ende November bis Anfang Oktober geht dann die achte Krippenbiennale im ehemaligen Kuhstall über die Bühne. 13 Künstler zeigen dabei  je ein bis zwei Krippen.

Kreuzer, der seinen landwirtschaftlichen Betrieb einst aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, führt gerne kleine Kreise an Besuchern durch seine Galerie: »Man soll genau hinschauen und nicht in fünf Minuten durchlaufen.« Alle Informationen über die Galerie gibt es im Internet auf der Website www.galerie-muh.wg.vu, die natürlich auch von Kreuzer selbst betreut wird.

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