In Riegelsdorf kann man seine Kürbisse jetzt rund um die Uhr selber erntenAusgabe 35 | Mittwoch, 28. August 2019

Durch kuriose Umstände entwickelten die Familien Scharf und Streit die Idee, Speisekürbisse anzubauen. Das Angebot wird bereits sehr gut angenommen. Dabei vertraut man auf die Korrektheit der Menschen.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Martin Scharf mit Freundin Sabrina und Christa Streit (v. r.) vor dem großen Kürbis, wo Kürbisse und Kartoffeln zu Verkauf bereitstehen. Auf rund einem halben Hektar Land haben die beiden Familien heuer erstmals Speisekürbisse angebaut. Foto: Tripolt

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St. Stefan. Erst im vergangenen Jahr begannen die beiden Familien Scharf vlg. Graf und Streit vlg. Juri in Riegelsdorf bei St. Stefan mit dem Anbau von Ölkürbissen. »2018 haben wir die Ölkürbisse direkt neben der Straße angebaut. Im August haben wir gesehen, dass Leute mit dem Auto stehen bleiben und den Kofferraum mit Kürbissen füllen. Auf einer Länge von acht bis zehn Metern war das Feld leergeräumt«, beginnt Peter Streit zu erzählen.

Daraufhin war die Idee geboren, in diesem Jahr auch Speisekürbisse anzubauen. »Nach wie vor setzen wir auf den Ölkürbis. Diesen bauen wir auf einer Fläche von rund vier Hektar an und verarbeiten ihn nach der Ernte zu Kernöl. Neu ist in diesem Jahr, dass es auch Hokkaido-Kürbisse auf rund 0,5 Hektar zum Selberernten gibt. Wir haben uns im Winter dazu entschlossen einen Streifen anzusetzen und eine Kassa aufzustellen. Die Leute können sich ihren Kürbis selbst am Acker aussuchen. Eine weitere Kassa befindet sicht im großen Kürbis, direkt neben der Straße«, erzählt Martin Scharf über die Anfänge.

»Die Leute können sich ihren Kürbis selbst rund um die Uhr am Acker aussuchen«
Martin Scharf, Landwirt

Pro Kürbis verlangen die beiden Familien zwei Euro – unabhängig von der Größe. Eine Kassa steht direkt neben dem Feld. »Wir vertrauen hier sehr stark auf die Ehrlichkeit und die Korrektheit der Leute. Auf diese Art können sie sich 24 Stunden am Tag selbst bedienen und ihren Kürbis frisch vom Acker holen«, hebt Peter Streit den großen Vorteil hervor.

Kooperation der Familien
Ermöglicht hat die Umsetzung das gute Verständnis der beiden Familien untereinander. »Wir arbeiten generell viel zusammen. Ohne funktionierende Nachbarschaft, wäre die Umsetzung nicht möglich gewesen«, so Peter Streit. Gleich sieht die Situation Martin Scharf: »Beide Familien setzen sich voll dafür ein und für so etwas gibt es Kooperationen.«

Das Interesse an den Kürbissen steigt jedenfalls zusehends. »Vor rund zwei Wochen haben wir die Kassa am Acker aufgestellt, in der vergangenen Woche ein Plakat aufgehängt und vor wenigen Tagen schließlich den großen Kürbis aufgestellt, wo die Leute ebenfalls Kürbisse aber auch Bio-Kartoffeln von der Familie Leopold vlg. Nessler kaufen können«, so Martin Scharf abschließend.

// INFO

Kürbisland Lavanttal
Familie Scharf vlg. Graf und Familie Streit vlg. Juri

Riegelsdorf 1
9431 St. Stefan
Tel. 0664/8468733
Preise: Der Stückpreis pro Kürbis beträgt zwei Euro.
Kernöl wird ab Hof verkauft und kostet zwölf (halber Liter) bzw. 20 Euro (ein Liter).

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