Knoblauch, Rhabarber, Kiwano und Okraschoten gedeihen auch im Lavanttal prächtigAusgabe 34 | Mittwoch, 21. August 2019

Seit 2013 baut Margit Holzer aus St. Margarethen bei St. Paul auf ihrem Hof Knoblauch an. Im Laufe der Jahre kamen immer neue Obst- und Gemüsesorten dazu. Auch exotische Sorten wie Okraschoten oder die afrikanische Hornmelone wachsen auf Holzers Feldern.

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St. Paul. Eigentlich ist Margit Holzer Betriebswirtin und lebte 17 Jahre in Italien, wo sie im Bereich Tourismus tätig war. Nach dem Tod ihres Vaters 2013 musste sich die Lavanttalerin aber neu orientieren. Sie kehrte nach Österreich zurück und übernahm die Landwirtschaft in St. Margarethen bei St. Paul. Bereits seit Jahrzehnten wurden am Hof Erdbeeren angebaut, aber Holzer wollte etwas Neues und kam so auf den Knoblauch. »Damit gibt es nun frischen Knoblauch aus dem Lavanttal. Der importierte Knoblauch ist meist aufgrund der langen Transportwege nicht mehr knackig, hat oft einen mockigen Geruch«, sagt Holzer. Rund zwei Hektar groß war das Feld, auf dem 2014 erstmals Knoblauch geerntet wurde. Mittlerweile beliefert die »Knoblauchtante«, wie sie in St. Paul liebevoll genannt wird, auch Handelsketten wie Rewe mit frischem Knoblauch. Zu ihren Abnehmern zählen aber auch lokale Unternehmen wie das Lagerhaus oder das Haus der Region in Wolfsberg.

»Black Garlic schmeckt ein wenig süßlich, erinnert ein wenig an Vanille, Balsamico und Karamell«
Margit Holzer, Landwirtin

Holzer ist stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Sie verkauft mittlerweile auch »Black Garlic«, also schwarzen Knoblauch. Dabei handelt es sich um monatelangen, bei einem sehr aufwendigen Fermentationsprozess auf natürliche Weise gereiften Knoblauch. »Er schmeckt ein wenig süßlich, erinnert an Vanille, Balsamico und Karamell. Und es gibt keine Ausdünstungen«, erzählt Holzer. Geschätzt wird der schwarze Knoblauch vor allem in der gehobenen Gastronomie und von Starköchen. »Black Garlic ist vielseitig verwendbar. Passt sehr gut für Desserts, Saucen, aber auch zu Fleisch und Fisch«, sagt Holzer.

Innovative Landwirtin

Eine weitere Spezialität aus dem Hause Holzer ist der geräucherte Knoblauch. Durch den Räuchervorgang und eine spezielle Mischung nimmt der Knoblauch das Räucheraroma und eine gewisse Schärfe an. »Diese Art ist sehr beliebt als Beilage bei Jausen«, so Holzer.

Aber es blieb nicht beim Knoblauch. Durch einen Kollegen ist die findige Lavanttalerin vor einigen Jahren auf Rhabarber gestoßen und baut seitdem »Holsteiner Blut« im Lavanttal an. Der »Holsteiner Blut« hat eine rötliche Farbe und ist im Geschmack etwas milder als die grünen Rhabarbersorten. Außerdem weist er eine sehr attraktive rote Farbe auf.

Aber auch vor exotischen Früchten schreckt die Landwirtin nicht zurück. So zählt auch die afrikanische Hornmelone, genannt Kiwano, zu ihren Produkten, und seit heuer wachsen auch Okraschoten auf Holzers Feldern. »Ich bin sehr experimentierfreudig. Deswegen ist es nicht beim Knoblauch geblieben. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Produkten«, so Holzer.

»Ich bin sehr experimentierfreudig. Es ist nicht beim Knoblauch geblieben«
Margit Holzer, Landwirtin

13 Sorten Knoblauch werden mittlerweile in St. Paul angebaut, dazu kommen noch 14 Sorten der Okraschote, weiters gibt es Rhabarber und Erdbeeren. Die Saison startet im März mit der Pflege der Felder, danach wird gesät und geerntet. Zur Erntezeit werden an die 20 Erntehelfer beschäftigt.

// INFO
Holzer‘s Lavanttaler Knoblauch
Familie Holzer
St. Margarethen 7, 9470 St. Paul
Tel. 04357/2444
Email: infono@spamholzer-austria.com
Web: www.holzer-austria.com

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