Der Geopark Karawanken entwickelt sich stetig weiter und setzt auf Erlebnisse in der NaturAusgabe 26 | Mittwoch, 26. Juni 2019

Im Rahmen des Geopark-Dreifaltigkeitslaufs in Lavamünd wurden die Ergebnisse des ausgelaufenen EU-LEADER-Projekts »EUfutuR« präsentiert. Doch nach dem Projekt ist vor dem Projekt und so warten schon die nächsten Maßnahmen auf ihre Umsetzung.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteurin Simone Jäger Von Simone Jäger jaegerno@spamunterkaerntner.at
Im Rahmen des Geopark-Dreifaltigkeitslaufs der NMS Lavamünd, der am 14. Juni stattfand, präsentierte Geopark-Geschäftsführer Gerald Hartmann (2. Reihe, 3. v. l.) den Abschlussbericht zum »EUfutuR«-Projekt. Foto: Geopark Karawanken

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Lavamünd. 14 Gemeinden aus Unterkärnten und Slowenien sind Teil des Geoparks Karawanken, sieben davon aus dem Bezirk Völkermarkt. Aus dem Lavanttal gehört die Gemeinde Lavamünd dazu, in der kürzlich der Geopark-Dreifaltigkeitslauf der Neuen Mittelschule Lavamünd über die Bühne ging. Trotz großer Hitze nahmen über 250 Kinder aus den Geopark-Gemeinden daran teil und machten die Veranstaltung damit zu einem großen Erfolg. Die beiden Vorsitzenden der ARGE Geopark Karawanken, der Neuhauser Bürgermeister Gerhard Visotschnig und sein Amtskollege aus der slowenischen Gemeinde MeŽica, Dušan Krebel, konnten zudem sehr viele Gäste und die Projektpartner RRA Koroška (Regionalentwicklungsagentur aus Slowenien), das Naturschutzinstitut der Republik Slowenien und den Verein Kulturni dom Bleiburg begrüßen.

Im Rahmen des Dreifaltigkeitslaufs, der ein Teil des Geofestivals ist, das rund 40 Veranstaltungen pro Jahr umfasst, präsentierte Geopark-Geschäftsführer Gerald Hartmann die Ergebnisse des »EUfutuR«-Projekts, das nun abgeschlossen ist. Dabei handelt es sich um ein EU-Leaderprojekt, das von Juli 2016 bis Juni 2019 dauerte und mit einem EFRE-Beitrag (Europäischer Fond für regionale Entwicklung) in der Höhe von rund 615.000 Euro gefördert wurde.

Die Ziele des Projekts waren unter dem Schlagwort Identität die Stärkung der Zusammenarbeit und die Einbindung der Bevölkerung in die Aktivitäten des Geoparks Karawanken, vor allem in Form von öffentlichen Veranstaltungen wie dem Geofestival, das drei Mal organisiert wurde und pro Jahr etwa 5.000 Besucher zu den einzelnen Veranstaltungen brachte.

Unesco-Zertifikat

Im Rahmen der Internationalisierung gelang unter anderem die erneute Bewertung des Geoparks Karawanken und somit die Verlängerung der Mitgliedschaft im globalen Geopark Netzwerk (GGN) bis 2021 und die Organisation einer eigenen UNESCO-Veranstaltung im März 2018 in Bleiburg mit 200 Teilnehmern aus 23 verschiedenen europäischen Ländern.

»Sinnvolle Folgewirkung«

Wie geht es nun nach Abschluss dieses Projekts weiter? »Der Geopark befindet sich stets in Weiterentwicklung, was auch eine der maßgeblichen Kriterien zur vierjährigen Bestätigung des UNESCO Global Zertifikats ist«, erklärt Hartmann. Die Projektergebnisse aus »EUfutuR« sollen nachhaltig im Geopark weiterwirken: »Sämtliche Projektaktivitäten werden vom Geopark so geplant und umgesetzt, dass eine sinnvolle Folgewirkung eintritt.« Konkret heißt dies, dass das Geofestival fortgeführt wird, es weiterhin Messestände auf  Freizeit- und Tourismusmessen geben wird, das zertifizierte Geopark-Bildungsprogramm für Schulen und Kindergärten ausgebaut wird und vieles mehr.

Auch neue Projekte sind bereits genehmigt, wie etwa »NaKult« (Professionalisierung des Geopark-Wandererlebnisses), »NatureGame« (Aufbau eines Ausflugsziel-Netzwerks unter anderem mit der Errichtung eines Geopark-Visitorzentrums im Panoramagasthaus Petzen), »Ruritage« (Pilgertourismus) oder »DanubeGeotour« (Entwicklung gemeinsamer Produkte mit Geoparks aus dem Donauraum).

Geführte Wanderungen boomen

Hartmann führt aus, dass von den bereits bestehenden Geopark-Angeboten vor allem die geführten Wanderungen bei den Besuchern immer mehr zum Renner werden: »Sie werden vor allem von Touristen gebucht, die ihren Urlaub in Kärnten verbringen. Der Naturerlebnis-Boom stellt die größte Entwicklungschance dar.« Was dem Geopark jedoch fehlt, sind berechtigte Bergwanderführer, die idealerweise aus der Region kommen sollten. »Hier setzen wir ab heuer eine Ausbildungsoffensive, um künftig dem Trend entsprechen zu können«, verrät Hartmann.

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