Peter Stauber soll Honorarkonsul werdenAusgabe | Mittwoch, 12. Juni 2019

Im Rahmen eines Gemeindebesuchs in Jelsa wurde Peter Stauber zum Ehrenbürger der kroatischen Stadt ernannt. Außerdem wurde ihm mitgeteilt, dass bereits Anträge bei den Außenministerien einbracht wurden, ihn zum Honorarkonsul für Kroatien zu ernennen

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St. Andrä, Jelsa. Peter Stauber ein umtriebiger Mensch: er ist Bürgermeister von St. Andrä, Präsident des Kärntner Gemeindebunds und Proconsul von Kärnten bei den Weinrittern. Nun soll der 66-Jährige zum Honorarkonsul für Kroatien ernannt werden. »Bei unserem letzten Besuch in der St. Andräer Partnerstadt Jelsa wurde ich zum ersten Ehrenbürger der Stadt ernannt und im Rahmen der Feier wurde mir vom Repräsentanten des Landes Kärnten, Landesrat Daniel Fellner, überraschend mitgeteilt, dass man mich zum Honorarkonsul für Kroatien ernennen möchte«, erzählt Stauber stolz. Die treibende Kraft aus dem Lavanttal dahinter ist das St. Andräer Gemeinderats-Urgestein Franz Baumann, der gemeinsam mit Kollegen aus Jelsa entsprechende Anträge stellte. 

»Es war eine riesige Überraschung für mich und ist natürlich eine große Ehre. Zum einen zum Ehrenbürger ernannt zu werden und mich dann auch noch zum Honorarkonsul ernennen zu wollen. Die ganzen Vorbereitungsarbeiten vor mir geheim zu halten, ist dem Baumann Franz sehr gut gelungen«, meint Stauber stolz.

Nun sind das österreichische und kroatische Außenministerium am Zug. Die entsprechenden Anträge wurden bereits eingebracht und werden derzeit gerade bearbeitet und Stauber wird auf Herz und Nieren geprüft. 

»Sogar die Geheimdienste überprüfen meine Vergangenheit, meine Verbindungen uvm.«, sagt Stauber. Als Honorarkonsul würde Stauber Kontakte zwischen Österreich und Kroatien pflegen bzw. knüpfen. »Ich würde österreichische Delegationen, die nach Kroatien reisen, unterstützen, aber auch kroatischen Delegationen, die nach Österreich kommen, mit Rat und Tat zur Seite stehen«, sagt Stauber.

Lange Partnerschaft

Offiziell gibt es die Städtepartnerschaft zwischen Jelsa und St. Andrä seit 1998. Aber die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Städten reichen weiter zurück. »Nach dem Kroatien-Krieg haben wir auf Initiative von Franz Baumann Hilfsgüter für Jelsa gesammelt und daraus hat sich langsam eine Freundschaft entwickelt. Im Laufe der Zeit knüpften auch Vereine, wie die Feuerwehr oder Sänger Kontakte zu Vereinen aus Jelsa und es ergaben sich viele Freundschaften. 1998 gab es schließlich einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss, der die Städtepartnerschaft besiegelte«, blickt Stauber zurück.

»Es war eine riesige
Überraschung für mich und ist natürlich eine
große Ehre« 
Peter Stauber, Bürgermeister St. Andrä

Es war laut Stauber nicht immer leicht die richtigen Ansprechpartner in Jelsa zu finden, denn seit er Bürgermeister von St. Andrä ist, verbrauchte die kroatische Partnerstadt gleich sechs Stadtoberhäupter.  

Begriff des Honorarkonsuls

Ein Honorarkonsul ist ein ehrenamtlicher Konsul. Voraussetzung für die Ernennung zum Honorarkonsul ist, dass der Bewerber bzw. der Vorgeschlagene nach seiner Persönlichkeit, beruflichen Erfahrung, Stellung im Empfangsstaat, Vertrautheit mit den Verhältnissen in dem für ihn vorgesehenen Zuständigkeitsbereich für das Amt geeignet erscheint. Die Arbeit des Honorarkonsuls wird nicht vergütet.

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