Heimo Luxbacher wurde ausgezeichnetAusgabe | Mittwoch, 17. April 2019

Der Künstler Heimo Luxbacher wurde kürzlich vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit für sein Projekt »Lebenskunst Altern«, das in 20 Kärntner Gemeinden durchgeführt wird, geehrt.

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Wolfsberg, Wien.Kürzlich wurde Heimo »Der Mönch« Luxbacher vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz für sein Projekt »Lebenskunst Altern – Begegnung der Generationen« ausgezeichnet. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Kooperation zwischen  dem Künstler, dem Land Kärnten und den Gesunden Gemeinden Kärntens. Luxbacher führte in Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen Workshops in den Bereichen Malerei, Fotografie und Keramik in einer intergenerationellen Zugangsweise durch. Die Workshops fanden in Schulen, Kindergärten, Seniorenheimen oder im Künstleratelier auf der Pack statt. Die Bandbreite an künstlerischen Aktivitäten, die gemeinsam umgesetzt wurden, reicht von Fotografie über Keramik bis hin zur Malerei. Die Ergebnisse der Workshops wurden schließlich im öffentlichen Raum sichtbar gemacht. Insgesamt wurden Projekte in bisher 20 Gemeinden kärntenweit, darunter drei aus dem Lavanttal abgeschlossen.

»Ziel des Projektes ist es, verschiedene Generationen, Kinder und ältere Personen in einer künstlerischen Auseinandersetzung zusammenzubringen und den gemeinsamen, kreativen Austausch zu fördern. Es gilt, die Freude und Lust am schöpferischen Tun zu entdecken und dabei voneinander zu lernen«, erzählt Luxbacher.  

Zum Künstler

Schon als Kind begann Heimo Luxbacher zu zeichnen, Motive in Bildstrukturen zu übertragen und unterschiedliche Materialien zu bearbeiten. Doch nicht vielen Menschen ist es gegönnt, den beruflichen Kindheitstraum zu verwirklichen. Luxbacher ist einer derjenigen, denen das gelungen ist. Nach einer kunsthandwerklichen Ausbildung unternahm er im Alter von 22 Jahren intensive Studien, um sich den außergewöhnlichen Ebenen der Kunst zu nähern.  Durch Anregungen und Beobachtungen auf seinen Reisen entstanden innovative Bilder und skulpturale Objekte.

Bekannt ist Luxbacher als »Der Mönch«. Doch wie kam der Künstler zu diesem Namen? »Ich habe immer an religiösen Orten mit Jugendlichen gearbeitet und wollte ihnen Kunst näher bringen. Und diese nannten mich irgendwann scherzhaft Mönch. So richtig durchgesetzt hat sich der Name aber erst nach der Protestaktion vor der Kirche in Völkermarkt«, erzählt Luxbacher.  

Dabei trat Luxbacher als »Aktionskünstler« in Erscheinung und inszenierte 2001 in Völkermarkt den »Altar der Sünde«: Eine nackte Frau, die von Männern in Bettelordenskutten kniend angebetet wird und gleichzeitig mit Kreuzen in der Hand »ausgetrieben« werden soll. 

Es war eine Protestaktion des Künstlers, da zu einer von ihm geladenen Diskussion die Vertreter der Kirche fernblieben. Vielschichtig ist das Werk des Künstlers, der als Dozent für Kunst- und Skulpturenbau an verschiedenen Akademien unterrichtete. Er entwickelte Objekte für den öffentlichen Raum und wurde bei Ausschreibungen Kunst am Bau vielmals nominiert und führte immer wieder Projekte durch, um Jugendliche der Kunst näher zu bringen. 

Zahlreiche Ausstellungen

Luxbacher hatte aber auch zahlreiche  Ausstellungen und wurde bei Ausschreibungen »Kunst am Bau« vielmals nominiert. Hier ein kleiner Überblick: 2008 Bernried - Buchheim Museum - angewandte Kunst; 2011 Museum-Kunsthalle Szombathely (Ungarn); 2011/2013 Skulpturen-Biennale Graz; 2012 Österreichisches Kulturforum (Österreichische Botschaft in Budapest); 2012 Aktionsmalerei am Pyramidenkogel »Ein letzter Augenblick Abriss-Umriss-Exklusion«; Aktionskunst zum Thema Katholische Kirche; 2001 Thema Gewalt; 2003 Thema Politik; 2005 Objekte für den öffentlichen Raum.

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