Die Premiere findet am Freitag stattAusgabe | Mittwoch, 13. März 2019

Viereinhalb Jahre sind seit ihrem Stück »Die Physiker« vergangen. Nun stehen die Mitglieder des Theaters KAMPuZ in der Komödie »Mit’n Tod spült ma net« (Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben) wieder auf der Bühne.

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Frantschach-St. Gertraud. Begonnen hat alles mit dem Stück »Der zerbrochene Krug« im Jahr 1996. Seitdem gab es elf Produktionen, die auf das Konto des 2002 offiziell gegründeten Vereins Theater KAMPuZ gehen. Der Verein entstand aus der Landjugend Kamp heraus, die ab den 1970er-Jahren lange Zeit Theater spielte. Die Mitglieder sind Kamper und deren Freunde, daher rührt auch die Bezeichnung Kamper und Zugereiste, kurz KAMPuZ. Nach viereinhalb Jahren Pause bringt der Verein nun die weithin bekannte Komödie »Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben« von Kurt Wilhelm unter dem Titel »Mit‘n Tod spült ma net« auf die Bühne. Regie führt heuer Rudolf Vallant, der das bayrische Original an den Lavanttaler Dialekt anpasste, was ein Markenzeichen des Theater KAMPuZ ist. »Wir spielen heuer ein heiliges bayrisches Stück. Die Übersetzung aus dem Bayrischen war im Vergleich zu Stücken in hochdeutsch einfach«, erklärt Vallant. 

Mundart-Ausdrücke von Oma

Er führte bereits sechs Mal Regie und ist aktuell auch Obmann des Vereins. Sein Antrieb, sich trotz seines Jobs in Graz nach wie vor beim Theater zu engagieren, ist die Dialektpflege und die Darstellung vergangener Kultur: »Ich baue in die Übersetzung Ausdrücke ein, die ich noch von meiner Großmutter kenne.« Einige Darsteller sind aktuelle Mitglieder der Landjugend Kamp, was Vallant sehr freut: »Zwischen uns liegen zwei Generationen, und das finde ich super. Wir wollen ja kein Pensionistenverein werden.« 

Der Inhalt der heurigen Komödie ist hinlänglich bekannt: Den Keuschler Kaspar Brandner (gespielt von Roland Vallant) will der Tod (Werner Walzl) holen kommen. Unter Gebrauch von Alkohol und Kartenspiel »betakelt« Kaspar den Tod und erspielt sich weitere 18 Lebensjahre. 

Im Himmel gibt es dafür für den Tod ein Donnerwetter, als der Pförtner merkt, dass der Kaspar noch nicht da ist und dafür seine Enkelin Maria (Beate Dohr) um 18 Jahre zu früh in den Himmel gekommen ist.

Der Obmann widmet das heurige Stück übrigens Peter Thalhammer, dem langjährigen Unterstützer und Kritiker der Kamper Theaterspieler.

Die Aktivitäten des Vereins

Dass es in Sachen Erwachsenentheater viereinhalb Jahre Pause gab, heißt aber nicht, dass es um das Theater KAMPuZ ruhig war. So gab es spezielle Kinderstücke, wie etwa im Vorjahr »Piraten lesen nicht«, und seit 2007 veranstaltet der Verein gemeinsam mit dem Stadtmarketing Wolfsberg den jährlichen »Zauberwald«, an dem Theaterspieler aus dem ganzen Lavanttal teilnehmen. »Nur mit unseren Mitgliedern wäre so eine große Veranstaltung gar nicht möglich«, so Vallant. Auf die Frage, ob es auch im nächsten Jahr ein Stück geben wird, hat Vallant noch keine Antwort: »Wir wollen erst einmal die Aufführungen gut hinter uns bringen. Die Entscheidung hängt nicht von einer Person ab.«

Premiere: Freitag, 15. März.

weitere Spieltermine: 16., 17., 22. und 23. März.

Beginn: jeweils um 20 Uhr, außer die Vorstellung am Sonntag, 17. März – sie beginnt bereits um 14 Uhr.

Wo: Werksaal der Mondi in Frantschach-St. Gertraud

Karten: Vorverkauf unter kampuz@gmx.at oder am Gemeindeamt in Frantschach-St. Gertraud (04352/72 180-12).

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