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Europäischer Erfolg: St. Paul gewinnt Silber für nachhaltige und zukunftsorientierte EntwicklungAusgabe 39 | Mittwoch, 23. September 2026

Beim Dorferneuerungspreis 2026 holte St. Paul Silber. Die Jury lobte die Verbindung von Wirtschaft, Infrastruktur und Lebensqualität. Die Gemeinde überzeugte die internationale Jury mit Ortskernbelebung, dem Technologiepark und einer neuen Entwicklungsplanung.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Bürgermeister Stefan Salzmann, Lisa Landert, Christian Kropfitsch, Leitung Orts- und Regionalentwicklung Land Kärnten und Nadja Häupl, Vorsitzende der Jury und Vizebürgermeister Adi Streit (v. l.) beim St. Pauler Info-Stand in Kostelní Lhota anlässlich der Preisverleihung.

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St. PauL, Kostelní Lhota (CZE). Als in Kostelní Lhota die Scheinwerfer angingen und die Vertreter aus rund 30 europäischen Ländern ihre Plätze einnahmen, war St. Paul Teil eines besonderen Moments. Beim Europäischen Dorferneuerungspreis 2026  wurde die Marktgemeinde mit Silber ausgezeichnet, ein Zeichen dafür, dass die Entwicklung eines Orts im Lavanttal weit über Kärnten hinaus wahrgenommen wird.

Rund 600 Gäste, darunter ranghohe Politiker, Diplomaten und Experten aus der Regionalentwicklung, verfolgten den Festakt. Die Preise wurden im Rahmen eines dreitägigen europäischen Begegnungsfests vergeben, das Exkursionen, Workshops und Dorfspaziergänge bot. Mittendrin: Bürgermeister Stefan Salzmann (SPÖ), Vizebürgermeister Adolf Streit (ZA) und Christian Kropfitsch, Leiter der Kärntner Orts- und Regionalentwicklung. Sie nahmen die Auszeichnung stellvertretend für die Gemeinde entgegen, die von Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl‑Leitner (ÖVP), Vorsitzende der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, überreicht wurde.

»Diese Auszeichnung zeigt, dass unser Weg über die Grenzen Kärntens hinaus wahrgenommen wird«
Stefan Salzmann, Bürgermeister St. Paul

Der Europäische Dorferneuerungspreis zählt zu den bedeutendsten europäischen Auszeichnungen für nachhaltige Gemeindeentwicklung. 25 Orte aus ganz Europa stellten sich 2026 dem Wettbewerb, der unter dem Motto »All different. All together« stand. Die Jury, geleitet von Städtebau‑Professorin Nadja Häupl, bewertete nicht einzelne Projekte, sondern die ganzheitliche Entwicklung eines Ortes  und wie dieser auf die Herausforderungen der Gegenwart reagiert: Klimawandel, demografische Veränderungen, Digitalisierung.

Der Gewinn der Silbermedaille ist ein starkes Signal. Neben dem Schweizer Gesamtsieger Valposchiavo und sieben Gold‑Gemeinden reiht sich St. Paul in die Gruppe jener Orte ein, die mit ihren Konzepten und Prozessen europaweit überzeugen konnten.

Warum St. Paul herausragt

Die Jury würdigte vor allem die konsequente, langfristige und vernetzte Gemeindeentwicklung. St. Paul habe in den vergangenen Jahren gezeigt, wie ein Ort seine Zukunft aktiv gestalten kann. Besonders positiv hervorgehoben wurden die Belebung des Ortskerns, der Ausbau der Kinderbetreuung, die Nutzung und Weiterentwicklung von Leerständen, der Interkommunale Technologiepark sowie die rationale räumliche Entwicklungsplanung mit dem neuen Örtlichen Entwicklungskonzept (ÖEK) 2026.

Diese Maßnahmen greifen laut Jury ineinander: »Wirtschaft, Infrastruktur, Lebensqualität und Ortskernstärkung werden nicht isoliert gedacht, sondern als zusammenhängende Bausteine einer modernen Gemeindeentwicklung. St. Paul schafft Rahmenbedingungen, die sowohl Familien als auch Betriebe ansprechen – und gleichzeitig die Identität des Ortes stärken.«

Für Bürgermeister Salzmann ist die Silbermedaille für St. Paul kein persönlicher Erfolg, sondern ein Gemeinschaftswerk. »Diese Auszeichnung zeigt, dass unser Weg über die Grenzen Kärntens hinaus wahrgenommen wird. Sie ist Motivation, die Gemeindeentwicklung weiterhin mit Weitblick und Engagement voranzutreiben«, sagt er. Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Vereine und die Bevölkerung hätten gemeinsam daran gearbeitet, St. Paul zu einem Ort zu machen, der Chancen erkennt und nutzt.

Auch Vizebürgermeister Streit betont, dass die positive Entwicklung nur möglich sei, weil viele Menschen Verantwortung übernehmen – im Kleinen wie im Großen.

Der Festakt im tschechischen  Kostelní Lhota zeigte, wie stark europäische Gemeinden voneinander lernen. Multimedia‑Präsentationen, Gespräche und Exkursionen machten sichtbar, wie unterschiedlich die Wege zur Dorferneuerung sein können und wie ähnlich die Herausforderungen. Dass St. Paul in dieser europäischen Ideenbörse glänzen konnte, ist ein Zeichen dafür, dass die Gemeinde ihre Potenziale erkannt hat und sie nutzt.

Blick nach vorne

Die Auszeichnung ist für St. Paul aber kein Endpunkt. Mit der Koralmbahn eröffnen sich neue wirtschaftliche und räumliche Möglichkeiten, die Gemeinde will bestehende Projekte weiterentwickeln und neue Initiativen starten. Die Auszeichnung bestätigt den eingeschlagenen Weg  und macht St. Paul zu einem Ort, der im europäischen Netzwerk der Dorferneuerung sichtbar bleibt.

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