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Nissan Leaf: Der Elektro-Pionier erfindet sich neuAusgabe 36 | Mittwoch, 2. September 2026

Der Nissan Leaf war einst Vorreiter der Elektromobilität. Jetzt startet er in dritter Generation neu durch. Mit bis zu 622 Kilometern Reichweite, modernem Design und viel digitaler Technik will Nissan wieder Maßstäbe setzen. Zu haben ist der Leaf ab 36.990 Euro.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Im Seitenprofil zeigt sich die flache Dachlinie, die aus dem Kompaktwagen einen modernen Crossover macht. Flächenbündige Türgriffe, moderne Lichtsignatur, viel digitale Technik und eine maximale Reichweite von über 600 Kilometern bringt der Japaner mit. Foto: Tripolt

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Wolfsberg. Der Name ist geblieben, fast alles andere ist neu. Mit der dritten Generation verabschiedet sich der Nissan Leaf vom Image des Elektro-Kompakten und tritt nun als aerodynamischer Crossover an. Bis zu 622 Kilometern Reichweite, schnelles Laden und viel digitale Technik sollen den einstigen Elektro-Pionier wieder konkurrenzfähig machen. Als der Nissan Leaf 2011 auf den Markt kam, war er eines der wichtigsten Elektroautos überhaupt. Heute ist die Konkurrenz deutlich größer – und technisch anspruchsvoller. Nissan reagiert darauf mit einem radikalen Neustart: Der neue Leaf sieht nicht mehr wie ein klassischer Kompaktwagen aus, sondern präsentiert sich mit flacher Dachlinie, kurzen Überhängen und fast coupéhaftem Aufbau als moderner Crossover.

Gerade erst auf den Markt gekommen, durften die Unterkärntner Nachrichten in der Vorwoche den neuen Nissan Leaf, zur Verfügung gestellt von Auto Dohr in Wolfsberg, testen. Schon beim ersten Blick macht der neue Leaf klar, dass Nissan den Charakter des Modells neu definieren wollte. Die glatte Front, bündig integrierten Türgriffe und die markanten 3D-Rückleuchten verleihen ihm einen deutlich moderneren Auftritt. Gleichzeitig dient das Design einem praktischen Zweck: Die aerodynamische Karosserie soll den Energieverbrauch niedrig halten.

Und genau hier liegt eine der größten Stärken des neuen Leaf. Nissan gibt für die effizienteste Variante einen Verbrauch von lediglich 13,8 kWh auf 100 Kilometer an. Mit der 75-kWh-Batterie sind damit bis zu 622 Kilometer nach WLTP möglich. Die kleinere 52-kWh-Version kommt laut Hersteller auf 436 Kilometer.

Auch im Innenraum hat Nissan kräftig aufgeräumt. Das Cockpit wird von zwei 14,3-Zoll-Displays geprägt. Google Maps ist direkt ins Fahrzeug integriert und kann die Routenplanung einschließlich notwendiger Ladestopps übernehmen. Smartphone-Nutzer können außerdem Apple CarPlay und Android Auto kabellos verwenden.

Mit einem Kofferraumvolumen von rund 437 Litern bietet der neue Leaf zudem eine ordentliche Alltagstauglichkeit. Damit ist er zwar kein Lademeister, bewegt sich aber auf einem Niveau, das für den typischen Familien- und Pendlerbetrieb problemlos ausreichen dürfte.

Der entscheidende Fortschritt steckt allerdings unter dem Fahrzeugboden. Mit 75 kWh Speicherkapazität bietet der Leaf deutlich mehr Reserven als sein Vorgänger. Interessant wird es auf der Autobahn. Nissan gibt für die 75-kWh-Version bei konstant 110 km/h eine Reichweite von bis zu 430 Kilometern an. Bei 130 km/h sollen immerhin noch bis zu 330 Kilometer möglich sein. Das sind Werte, die den Leaf auch für längere Reisen interessant machen. Damit wird aus dem früheren Elektro-Pionier ein wesentlich universelleres Auto. Für den täglichen Arbeitsweg dürfte die Reichweite ohnehin mehr als ausreichend sein.

Eine interessante Zusatzfunktion ist Vehicle-to-Load, kurz V2L. Damit kann der Leaf externe Geräte mit bis zu 3,6 kW versorgen. Beim Camping lässt sich damit beispielsweise ein Elektrogrill oder anderes 230-Volt-Equipment betreiben. 

Bleibt die Frage nach dem Preis. Die Einstiegsvariante ist derzeit ab 36.990 Euro zu haben. Das Top-Modell gibt es aktuell ab rund 51.000 Euro.

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