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Vom Winde verweht: Aufnahme zeigt das Flattern der Plane, die den »Götzenhof« dicht machen soll Ausgabe 22 | Dienstag, 26. Mai 2026

Das Dach eines Teils der Wohnanlage in St. Andrä muss dringend saniert werden. Bis dahin wird mit einer Plane gearbeitet, die dem Wind aber nicht widerstehen kann. Bürgermeisterin Knauder erklärt, warum mit den Arbeiten nicht sofort begonnen werden kann.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Horst Kakl Von Horst Kakl kaklno@spamunterkaerntner.at
Links: Der Wind hat die Plane aus der Verankerung gerissen, nun hängt sie am Gebäude herab. Das undatierte Foto zeigt die Situation in der Wohnanlage »Götzenhof« (Bild rechts) drastisch auf. Betroffen ist das Gebäude mit der Anschrift St. Andrä 3c. Die Sanierung kann aber nicht sofort beginnen, weil Fristen eingehalten werden müssen.Privat, UN

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St. Andrä. »Der Zug ist mein Feind«, hört man von älteren Menschen. Der Wind ist aber auch nicht besser. Er ist derzeit der »Feind« der Wohnanlage »Götzenhof« in St. Andrä 3. Denn weil das Dach nicht mehr dicht ist, muss es mit einer Plane abgedeckt werden – die zum Spielball des Windes wird, der zuletzt beinahe ständig über der Bischofsstadt wehte.

Auf zwei undatierten Aufnahmen – einem Foto und einem Video –, die den Unterkärntner Nachrichten zugeschickt wurden, ist deutlich zu sehen, was mit der Plane geschieht, wenn der Wind unter sie fährt: Über dem Haus St. Andrä 3c flattert sie wild und zeigt deutliche Risse. Dass sich damit keine Abwehr gegen Regen bewerkstelligen lässt, ist klar.

»Es sind Stillhaltefristen einzuhalten. Die Sanierung beginnt sobald wie möglich«
Maria Knauder, Bürgermeisterin St. Andrä

»Die Zuständigen behalten die Situation im Auge«, sagt die St. Andräer Bürgermeisterin  Maria Knauder (SPÖ). »Es ist aber auch Aufgabe der Firma, die die Plane angebracht hat, dafür  zu sorgen, dass sie gut verankert ist.«

Die Bürgermeisterin erinnert daran, dass die Sanierung des »Götzenhofs« beschlossene Sache ist, »aber es sind Stillhaltefristen einzuhalten. Die Reparatur beginnt so bald wie möglich.«

Das sagt auch der St. Andräer Amtsleiter Andreas Sneditz: »Die Aufträge der Sanierung sind ausgeschrieben, es sind aber Fristen einzuhalten. Die Arbeiten werden ehestmöglich beginnen.« Zur flatternden Plane sagt er: »Sie wurde befestigt und verbessert, damit das Haus dicht ist. Ich gehe davon aus, dass sie hält.« Er werde sich aber selbst ein Bild vor Ort machen.

Wie berichtet war der »Götzenhof« auch in der jüngsten Sitzung des St. Andräer Gemeinderats am 5. Mai ein Thema. Die Mandatare stimmten dem Finanzierungsplan und der Auftragsvergabe für die Sanierung des Dachs und der Fassade einstimmig zu. Die Kosten betragen 1,2 Millionen Euro, wofür ein Darlehen über eine Million Euro aufgenommen wird.

»Die Plane wurde befestigt und verbessert, damit das Haus dicht ist. Ich gehe davon aus, dass sie hält«
Andreas Sneditz, Amtsleiter

Kurz vor der Sitzung musste wegen der vom Wind losgerissenen Plane die Feuerwehr anrücken. FPÖ-Gemeinderat Jürgen Ozwirk äußerte in der Sitzung seinen Unmut über die derzeitige Situation und bezog sich auf einen Architekten, laut dem beim »Götzenhof«, der 1979 in der Amtszeit von Bürgermeister Rudolf Kores fertiggestellt wurde, Gefahr in Verzug sei. Ozwirk wies darauf hin, dass seine Fraktion bereits seit längerem auf eine Sanierung dränge. 

ÖVP-Vizebürgermeister Maximilian Peter betonte, es sei »nichts verschleppt« worden. Aufgrund eines fehlenden Finanzplans konnten aber die Arbeiten nicht vergeben werden – was aber in der Sitzung erledigt worden sei. 

Laut Bürgermeisterin Knauder sei die Sanierung, die neben dem Dach auch die Fassade umfasse, unumgänglich – trotz der dafür nötigen »großen Summe«. 

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