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Lavanttal. In der Papierfabrik Mondi in Frantschach-St. Gertraud kam es in der Nacht auf Sonntag, 8. März, zu einem Störfall, der zu einer deutlichen Verunreinigung der Lavant führte. Im Abwasser wurde ein stark erhöhter Wert an chemischem Sauerstoff festgestellt – ein klarer Hinweis auf eingetragene Schadstoffe. Der Landeschemiker wurde verständigt, um die auffällige Trübung und Schaumbildung im Fluss zu untersuchen.
Laut Mondi trat in der Nacht Lauge aus und gelangte über das Kanalnetz von St. Gertraud in die Kläranlage St. Andrä, wo die Verunreinigung bemerkt wurde. Wie lange die Störung anhielt, ist unklar. Der Reinhalteverband Mittleres Lavanttal sowie die Behörden wurden umgehend informiert.
Die Auswirkungen waren am Sonntag deutlich sichtbar: In der Aulandschaft bei St. Andrä wurden zahlreiche tote Fische ans Ufer gespült. Spaziergänger berichteten zudem von Schaum und milchiger Trübung im Wasser. Erste Einschätzungen deuteten auf eine Belastung durch Lauge hin; in der Folge wurde auch eine mögliche Ammoniakvergiftung der Fische geprüft.
Die Behörden gehen davon aus, dass sich die Wasserwerte im Laufe der nächsten Stunden wieder stabilisieren. Dennoch werden am Montag weitere Proben aus der Lavant entnommen, um den Zustand des Gewässers genau zu beurteilen.
Mondi kündigte laut ORF Kärnten an, die Ursache des Störfalls detailliert zu analysieren und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu prüfen, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.

Von Michael Swersina
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