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St. Andrä, Wien. »Es ist ein sehr kurzweiliges Buch«, sagt die St. Andräer Bürgermeisterin Maria Knauder (SPÖ), »das auch zeigt, wie wichtig Netzwerke für Frauen sind. Es braucht Frauen in wichtigen Positionen, um für Gleichstellung zu sorgen.«
»Es braucht Frauen in wichtigen Positionen, um für Gleichstellung zu sorgen«
Maria Knauder, Bürgermeisterin
Knauder spricht vom Buch »Land der Töchter – zukunftsreich« von Doris Schmidauer, der Ehefrau des österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen. Es handelt sich um die Autobiografie der 61-jährigen Politikwissenschafterin, aufgezeichnet von der Journalistin Nina Horaczek. Darin gewährt Schmidauer nicht nur einen Einblick in ihr Leben, sie will auch zur Gleichstellung von Frauen und Männern beitragen und die soziale Gerechtigkeit fördern. Enthalten sind auch Porträts von Frauen, die der 61-Jährigen begegneten und Eindruck hinterließen – wie die St. Andräer Bürgermeisterin.
Eigenes Kapitel
Knauder und Sonja Ottenbacher, von 2004 bis 2024 ÖVP-Bürgermeisterin der Salzburger Gemeinde Stuhlfelden, ist daher unter dem Titel »Zwei Polit-Pionierinnen vom Land« ein eigenes Kapitel gewidmet – eben weil Bürgermeisterinnen noch keine Selbstverständlichkeit sind.
Präsentiert wurde das Buch am 7. März – am Vorabend des Frauentags – im Wien Museum in der Bundeshauptstadt vor einer prominenten Besucherschar: Bundespräsident Van der Bellen, Margit Fischer, Maria Rauch-Kallat, André Heller oder Hubert von Goisern waren dabei.
Knauder: »Es war sehr interessant, auch die anderen Frauen kennenzulernen, die im Buch vertreten sind. Mich hat auch beeindruckt, was Schmidauer aus ihrem Leben erzählte. Sie stellt sich selbst nie in den Mittelpunkt, sondern immer andere Personen, die ihr imponierten.«
Knauder kennt die österreichische »First Lady« von Veranstaltungen für Bürgermeisterinnen. Schmidauer hatte in den vergangenen Jahren mehrfach die Schirmherrschaft der Bundestagungen Österreichischer Bürgermeisterinnen inne. »Und im Vorjahr fand in Schaffhausen in der Schweiz die Internationale Bürgermeisterinnenkonferenz statt, bei der auch Schmidauer und ich dabei waren«, sagt Knauder.
Die Bürgermeisterin weiter: »Im Buch werden Sonja Ottenbachers und mein Werdegang beschrieben und warum wir Bürgermeisterinnen wurden. Dafür habe ich mehrere Gespräche mit Nina Horaczek geführt.« Auch die Lebenswege weiterer Pionierinnen werden nachgezeichnet, die als weibliche Vorbilder in Bereichen wie Wissenschaft, Politik, Journalismus und Wirtschaft stehen. Etwa die Klagenfurterin Carmen Possnig: Die 37-Jährige verbrachte 13 Monate am Südpol und ist nun Ersatzastronautin der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Possnig trat gegen 22.500 Bewerber an und hatte die Nase vorne.
Das Buch, das im Molden Verlag erschienen ist und 26 Euro kostet, soll ein Zeichen für die Anerkennung von Frauen und ihre Errungenschaften setzen.
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