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Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen: Neue Bänke vor dem LKH WolfsbergAusgabe 31 | Mittwoch, 29. Juli 2026

Der Soroptimist International Club Lavant/Wolfsberg und das Landeskrankenhaus Wolfsberg haben fünf Bänke im Eingangsbereich des Krankenhauses Wolfsberg aufgestellt – um eine Botschaft zu vermitteln.

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Barbara Oberwalder, Margit Sablatnig, Uta Kolussi, Sonja-Maria Tesar, Vizebürgermeisterin Lientscher und Margit Schratter (v. l.) auf einer der fünf Bänke. Foto: Stadtgemeinde Wolfsberg

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Wolfsberg. Ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen der Soroptimist International Club Lavant/Wolfsberg und das Landeskrankenhaus Wolfsberg mit der Aufstellung von fünf Bänken im Eingangsbereich des Krankenhauses. Ausgestattet sind sie mit QR-Codes, die direkt zu Hilfs- und Notfallangeboten für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen führen.
Die Aktion knüpft an die Präventionskampagne »Orange Bank – kein Platz für Gewalt gegen Frauen« an. Bereits 2023 wurde auf Initiative von Barbara Oberwalder und Vizebürgermeisterin Michaela Lientscher im Kapuzinerpark die erste orangefarbene Bank in Wolfsberg aufgestellt. Sie macht auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam und bietet über einen QR-Code raschen Zugang zu wichtigen Unterstützungsangeboten.
Die aktuelle Präsidentin des Soroptimist International Club Lavant/Wolfsberg, Margit Sablatnig, und Barbara Oberwalder griffen das Projekt erneut auf und konnten in Zusammenarbeit mit dem Direktorium des Landeskrankenhauses Wolfsberg die Umsetzung eines weiteren wichtigen Schrittes setzen. Unterstützt wurde die Initiative von Pflegedirektorin Uta Kolussi, der Kaufmännischen Direktorin Margit Schratter, der Medizinischen Direktorin Sonja-Maria Tesar sowie Vizebürgermeisterin Lientscher, die auch als Ärztin am LKH Wolfsberg tätig ist.
An einem einladenden Platz direkt vor dem Nordeingang des LKH wurde nun eine orangefarbene Bank als sichtbares Symbol gegen Gewalt an Frauen aufgestellt. Vier weitere Bänke tragen ebenfalls QR-Codes mit mehrsprachigen Informationen zu Hilfs- und Notrufangeboten. Damit sollen Betroffene und Angehörige niederschwellig auf Unterstützungsangebote aufmerksam gemacht werden.
Die Botschaft der Initiative: Gewalt an Frauen hat keinen Platz in unserer Gesellschaft. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass Hilfe verfügbar ist und rasch in Anspruch genommen werden kann. Ein Leben frei von Gewalt ist ein grundlegendes Menschenrecht.
Soroptimist International ist eine Organisation für berufstätige Frauen. Sie ist in 132 Ländern aktiv und umfasst derzeit mehr als 80.000 Mitglieder. In Österreich gibt es 58 Clubs mit knapp 1.800 Mitgliedern. Durch Bewusstmachen und Umsetzen schaffen sie Möglichkeiten, das Leben von Frauen und Mädchen positiv zu verändern.
1995 wurde der Club SI Lavant/Wolfsberg gegründet und besteht derzeit aus 32 Frauen aus den verschiedensten Berufsbereichen. Die meisten kommen aus dem Raum Wolfsberg. Die Präsidentschaft wechselt alle zwei Jahre, aktuell hat Margit Sablatnig dieses Amt inne. Initiiert werden Projekte in Bezug auf Bildung, Finanzen oder Gesundheit. 
Trotz zahlreicher Fortschritte bleibt Gewalt gegen Frauen in Österreich bedrückende Realität. Jede dritte Frau erlebt im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt. Mehr als jede vierte Frau war bereits von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz betroffen. Jede fünfte Frau wird Opfer von Stalking. 2024 wurden rund 14.600 Betretungs- und Annäherungsverbote ausgesprochen. Im Jahr 2025 wurden in Österreich 25 Frauen getötet. Die Frauenhäuser dokumentierten auch 15 mutmaßliche Femizide und 34 Mordversuche an Frauen.

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