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Koralpe. Erstmals seit 18 Jahre veranstaltet mit dem SC St. Michael-Koralpe wieder ein heimischer Verein ein FIS-Rennen auf der Koralpe. Es gab zwar auch in den vergangenen Jahren bzw. auch schon heuer FIS-Rennen am Wolfsberger Hausberg – doch die wurden von auswärtigen Vereinen durchgeführt.
Nun kehrt die Durchführung zurück in Lavanttaler Hände: Der Skiclub St. Michael-Koralpe richtet am 18. und 19. Feber in Kooperation mit dem ÖSV und dem Landesskiverband Kärnten zwei Damen-FIS-Riesentorläufe aus – und hofft dabei auf zahlreiche heimische Zuschauer. Für das Skigebiet, das sich in den vergangenen Jahren als verlässlicher Austragungsort internationaler Bewerbe etabliert hat, ist es ein weiterer Meilenstein.
»Wir erwarten rund 120 Starterinnen aus den verschiedensten Nationen«, erklärte Vereinsobmann Gerhard Hofstätter bei einer Pressekonferenz in der Vorwoche. Der Termin sei bewusst gewählt: »Da zeitgleich die Olympischen Winterspiele stattfinden, rechnen wir mit Läuferinnen, die das Olympialimit knapp verpasst haben, aber sonst im Weltcup unterwegs sind.« Für die Zuschauer bedeutet das: internationales Niveau, hautnah erlebbar.
Großer Aufwand
Ein Rennen dieser Größenordnung ist für den Verein kein Selbstläufer. Rund 30 Mitglieder stehen an beiden Renntagen ehrenamtlich auf der Piste, viele haben dafür spezielle Ausbildungen absolviert. Dazu kommt die technische Infrastruktur – von der Zeitnehmung bis zur Pistenpräparation. »Ohne unsere Sponsoren wäre das nicht möglich gewesen«, betont Hofstätter. Auch die Stadtgemeinde Wolfsberg unterstützt das Projekt, stellt sämtliche Preise zur Verfügung und übernimmt die Druckkosten für die Bewerbung.
Bürgermeister Alexander Radl (SPÖ) fand Worte der Anerkennung: »Die Stadtgemeinde Wolfsberg steht voll hinter diesem Rennen. Eure Vereinsmitglieder tragen dazu bei, dass die Koralpe international sichtbar bleibt, dass der Nachwuchs gefördert wird und dass das Skifahren in unserer Region einen hohen Stellenwert behält.« Der Bürgermeister sieht im Rennen nicht nur ein sportliches, sondern auch ein identitätsstiftendes Ereignis für das Lavanttal.
Dass die Koralpe bereit ist für große Aufgaben, bestätigt auch Helmut Karner von der Koralm Schi GmbH: »Allein im Vorjahr waren wir Gastgeber für neun FIS-Rennen mit Startern aus 28 Nationen – darunter Australien, Neuseeland, Brasilien, Peru, Japan und den USA.« Die Mischung aus professionellen Bedingungen und familienfreundlichem Ambiente mache das Gebiet besonders attraktiv. Auch wirtschaftlich sei das Rennen ein Gewinn: 100 Starterinnen samt Betreuerteams bedeuten bis zu 400 Nächtigungen pro Wettkampftag.
Kleine Skigebiete unverzichtbar
Für Jürgen Blassnegger, Obmann-Stellvertreter des SC St. Michael-Koralpe und Sportwart des Vereins, ist die Bedeutung kleiner Skigebiete kaum zu überschätzen. »Die Nachwuchsarbeit findet zu einem großen Teil in kleineren Skigebieten statt. Kleine Skigebiete sind die Dienstleister für die großen. Ohne sie gäbe es keine breite Basis – und ohne breite Basis keine Spitzenläufer«, so Blassnegger. Rund 100 Kinder und Jugendliche trainieren beim SC St. Michael-Koralpe regelmäßig auf der Koralpe – ein bis drei Mal pro Woche. Auch Karner unterstreicht diesen Aspekt: »Heuer absolvieren rund 950 Kinder aus dem Bezirk ihre Skitage auf der Koralpe. Das sind die Läuferinnen und Läufer von morgen.«
Der Skiclub St. Michael-Koralpe möchte FIS-Rennen künftig jährlich durchführen und damit die Position der Koralpe als Austragungsort internationaler Bewerbe weiter stärken. Für viele im Verein ist das Rennen auch ein Signal, dass Engagement, Ehrenamt und regionale Verbundenheit Großes möglich machen.
Programm
18. und 19. Feber: 1. Durchgang 10 Uhr, 2. Durchgang: 13 Uhr. Siegerehrung im Anschluss an den zweiten Durchgang gegen ca. 15.30 Uhr im Zielbereich. Möglichkeiten zum Zuschauen gibt es entlang der Piste und im Zielbereich, Verpflegung der Besucher durch die Gastrobetriebe auf der Koralpe.

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