Vandalenakte am Kapuzinerspielplatz: Jetzt lädt Stadträtin Theuermann zu einem runden TischAusgabe 25 | Mittwoch, 23. Juni 2021

»Es ist fünf vor zwölf«, sagt Spielplatzreferentin Isabella Theuermann (FPÖ). Mit einem runden Tisch möchte sie den Vandalenakten am Kapuzinerspielplatz Herr werden. Heuer mussten bereits 20.000 Euro für die Behebung von Schäden aufgewendet werden.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
20.000 Euro mussten heuer schon aufgewendet werden, um die Schäden nach Vandalenakten im Kapuzinerspielplatz zu beheben. Fotos: KK, privat

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Wolfsberg. In regelmäßigen Abständen sorgt der Kapuzinerspielplatz in Wolfsberg für Schlagzeilen. Seien es Vandalenakte oder nächtliche Lärmbelästigungen. Die für Parkangelegenheiten zuständige Referentin Isabella Theuermann (FPÖ) sagt: »Der Kapuzinerspielplatz ist ein Hotspot. Immer wieder wird die WC-Anlage verunreinigt bzw. zerstört, Bänke und Leuchten demoliert, Mistkübel umgeworfen usw. Es ist Zeit zu handeln.« 

Daher möchte Theuermann nun einen runden Tisch abhalten, um die Situation zu verbessern. Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder verschiedene Vorschläge, die teilweise im Gemeinderat heftig diskutiert wurden, um den Vandalenakten Herr zu werden.  

So forderten die Freiheitlichen vor Jahren das Alkoholverbot, das mittlerweile umgesetzt ist. Die ÖVP machte den Vorschlag, den Park einzuzäunen und über die Nachtstunden abzuschließen, was mehrheitlich abgelehnt wurde. Auch eine Videoüberwachung wird immer wieder gefordert: Bereits vor 15 Jahren wollten die Freiheitlichen Kameras installieren, blitzten aber aufgrund der rechtlichen Gegebenheiten damit ab. An der Rechtsgrundlage hat sich seither nichts geändert. Zum geplanten runden Tisch möchte Theuermann neben Vertretern aller im Gemeinderat vertretenen Parteien und Beamten der Polizei, wie Bezirkspolizeikommandant Peter Hauser, dem Sicherheitsbeauftragten für Wolfsberg Andreas Tatschl, Karl-Heinz Joham von »gemeinsam.sicher«, auch Christian Vallant, Projektleiter »over the limit« und die Streetworker von »asphalt« einladen.

»Es kann nicht sein, dass ein paar Idioten alles zerstören. Wir mussten heuer bereits 20.000 Euro ausgeben, um die Schäden zu beheben. Mit diesem Geld hätte man auch Spielgeräte für unsere Kinder anschaffen können. Steuergeld ist nicht dazu da, um für Dummheiten mancher Menschen aufzukommen«, zeigt Theuermann kein Verständnis für die Vandalen. Selbst kleinere Spielgeräte kosten laut Theuermann eine Menge Geld. Lediglich eine Wippe zu ersetzen kostete 2.800 Euro. 

Zerstört wird alles, was nicht niet- und nagelfest ist, wie zum Beispiel die elektrische Schließanlage des WC, Holzliegen, sogar die im Boden eingebauten Leuchten wurden beschädigt. Und dazu wird die Toilette verschmutzt, die Abflüsse verstopft. »Täglich werden der Park und die WC-Anlage von Mitarbeitern der Stadtgemeinde kontrolliert und gegebenenfalls gereinigt und instandgesetzt«, sagt Theuermann.  

Christian Vallant von »over the limit« meint zu der Idee: »Ein Teil von ›over the limit‹ beschäftigt sich auch mit Vandalismus. Ein runder Tisch zum Kapuzinerspielplatz ist sicher eine gute Sache. Ich werde sicher daran teilnehmen. Denn die Schäden, die dort regelmäßig verursacht werden, sind ja sehr hoch. Vandalismus muss noch mehr thematisiert werden. Es sind ja keine Kavaliersdelikte.«

Positiv sieht es auch Andreas Tatschl von der Polizei: »Ganz abstellen werden wir das nie. Es wird immer schwierig sein. Grundsätzlich ist ein runder Tisch aber eine gute Idee.«

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