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Triest, Wolfsberg. »Es geht mir gut, der Schock ist bereits überwunden«, sagte Waltraud Riegler am Montag, 31. August, zu den Unterkärntner Nachrichten. Sie und ihr Mann, WAC-Präsident Dietmar Riegler, mussten sich zwei Tage zuvor von ihrem Motorboot »Diwa II«, das plötzlich vor der italienischen Stadt Triest sank, retten. Zehn Personen waren an Bord, »Gott sei Dank ist niemandem etwas passiert«, so die 60-Jährige.
Am Montag waren sie und ihr Ehemann weiterhin in Triest und damit beschäftigt, die Hebung des Boots, das rund 16 Meter tief liegt, zu organisieren.
Waltraud Riegler: »Wir müssen schauen, dass wir das in die Wege leiten. Die Bergung wird wohl mit Ballons, die am Rumpf befestigt werden, durchgeführt.«
Am Samstagvormittag waren das Ehepaar Riegler und acht Freunde von der Bucht von Sistiana, rund 20 Autominuten nordwestlich von Triest, aus gestartet, um nach Izola in Slowenien zu fahren. Vor Triest, etwa 300 Meter vom Festland entfernt, überschlugen sich die Ereignisse an Bord der 14 Meter langen »Diwa«, die nach den Vornamen der Rieglers, Dietmar und Waltraud, benannt ist: Der Motor verlor an Leistung und setzte aus, plötzlich drang Wasser ins Innere ein.
»Feuerwehr und Küstenwache waren gleich da, die Rettungskette hat super funktioniert«
Waltraud Riegler über die dramatischen Minuten
Waltraud Riegler: »Wir wissen auch nicht, wo der Zusammenhang zwischen Motor und dem Leck lag.«
Danach ging alles sehr rasch: Ein Notruf wurde abgesetzt, die Passagiere legten Rettungswesten an, die »Diwa II« bekam Schlagseite. Riegler: »Andere Boote kamen uns sofort zu Hilfe, auch Feuerwehr und Küstenwache waren gleich da, die Rettungskette hat super funktioniert.«
Die Frauen wurde zuerst gerettet, einige der männlichen Passagiere schwammen zu anderen Booten, Skipper Dietmar Riegler ging als Letzter von Bord. Nach nur 15 Minuten war seine Jacht in den Fluten verschwunden. Alle Passagiere wurden bei der Hafenbehörde abgesetzt und dort medizinisch untersucht: Niemand hatte Blessuren erlitten.
Der Vorfall erregte auch in Italien Aufsehen, zahlreiche Medien berichteten über den Untergang des Kärntner Boots. Kapitän Diego Tomat, stellvertretender Kommandant der Hafenbehörde von Triest, sagte im Interview mit dem Fernsehsender Rai, nach dem Heben des Motorboots werde die Ursache des Untergangs untersucht. Derzeit wird von einem technischen Problem ausgegangen. Der Umwelt soll der Unfall übrigens nicht geschadet haben, laut Tomat lief der an Bord befindliche Treibstoff nicht ins Meer.

Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion
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