Gastro-Neustart im Lavanttal: Reaktion der Wirte reicht von »ganz okay« bis »sehr zufriedenstellend«Ausgabe 21 | Mittwoch, 20. Mai 2020

Seit Mitte März waren Wirtshäuser, Cafés und Restaurants in Österreich geschlossen. Am Freitag durfte ein Großteil der Gastronomie unter strengen Richtlinien wieder eröffnen. Das erste Wochenende bezeichneten die meisten Gastronomen aus dem Tal als ganz ok.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Bild links: Bereits am Nachmittag tummelten sich am Freitag zahlreiche Gäste im »Embassy«. Bild 2 von links: Lukas Peinsitt und Mate Gerebics vom »Orpheo« freuten sich über den großen Zuspruch am ersten Wochenende nach der Wiedereröffnung. Bild 3 von links: Für Martin Mayerhofer vom »M3« in St. Andrä war der Auftakt »ganz okay«. Bild rechts oben: Gerhard Steinlechner vom »Hanslwirt« in Preitenegg hofft bald auf weitere Lockerungen. Bild rechts unten: Juniorchefin Sabrina Kohler vom Gasthaus »Kohler« stieß zur Eröffnung mit ihren Gästen an. Fotos: UN/much (2), kk/privat (1), Bachhiesl (1), UN/Kohler (1).

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Wolfsberg. Seit Freitag, 15. Mai, haben Restaurants, Cafés und Bars wieder geöffnet. Dafür sind aber zahlreiche Bestimmungen einzuhalten. So dürfen an einem Tisch nur vier Personen sitzen, wenn es mehr sind, müssen alle Personen in einem Haushalt gemeldet sein. Es ist ein Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter zwischen den Besuchergruppen einzuhalten, und beim Betreten des Lokals muss ein Gesichtsschutz getragen werden.

Viele Lavanttaler ließen sich davon nicht abschrecken und statteten gleich am Eröffnungswochenende ihrem Lieblingswirt einen Besuch ab. Die Lavanttaler Gastronomen waren mit dem Gästezuspruch am ersten Wochenende nach dem Re-Start recht zufrieden und meinten, es sei »ganz okay« verlaufen. Froh waren alle darüber, dass es endlich wieder losging, nun hoffen sie, dass bald die nächsten Lockerungen kom-men werden.

Auf Stammgäste ist Verlass
»Auf meine Stammgäste konnte ich mich verlassen. Der Start nach dem Lockdown war ganz okay. Für die Situation und dafür, dass sich viele noch nicht so richtig trauen, war es in Ordnung. Ich kämpfe Vollgas weiter ums Überleben«, meinte Martin Mayerhofer vom Café-Pub »M3« in St. Andrä. Um das Weiterbestehen des Lokals zu gewährleisten, hat Mayerhofer eine »Safe the M3«-Aktion gestartet. »Es gibt ein Package mit zehn Losen plus fünf Gratislosen sowie zwei Essens- und Getränke-gutscheine für unsere Jahresfeier im September. Die Aktion dient als Unterstützung, um den Schaden der vergangenen beiden Monate zu mildern und das Weiterbestehen des M3 zu gewährleisten«, so Mayerhofer.

Besser als gedacht
»Der Start am Freitag war geschäftlich besser als gedacht, es war ganz in Ordnung. Positiv war, dass sich die Leute toll an die Vorschriften gehalten haben. Im Großen und Ganzen gibt es ein positives Fazit für das erste Wochenende«, meint Manuel Wutscher vom »Embassy« in Wolfsberg. Nun müsse man laut Wutscher schauen, wie sich die kommenden Wochen entwickeln, die Stimmung bei ihm ist vorsichtig positiv. »Am Freitag musste ich etwa 40 Leute wegschicken, da unsere Kapazitäten im Lokal erschöpft waren. Es ist nun alles eine neue Herausforderung und ein Lernprozess. Da müssen jetzt alle mithelfen«, so der »Embassy«-Betreiber.

Auch im Landgasthaus »Hanslwirt« in Preitenegg war der  Start nach dem Lockdown ganz in Ordnung. »Die geltenden Richtlinien der Bundesregierung sind meiner Meinung nach in Ordnung, aber teilweise schwer umsetzbar, wie die Thekenbewirtung. Für die Zukunft wünschen wir uns, das die Maßnahmen gelockert werden, sodass größere Veranstaltungen wieder möglich sind«, meinte »Hanslwirt« Gerhard Steinlechner.

Sehr zufrieden
Zur Zufriedenheit der neuen Wirte Lukas Peinsitt und Mate Gerebics verlief der Start im »Orpheo« im Wolfsberger Trattlpark. Peinsitt: »Wir waren mit dem ersten Wochenende sehr zufrieden. Am Freitag- und Samstagabend mussten wir leider aufgrund der Bestimmungen viele Besucher wegschicken. Aber wir sind sehr froh, dass wir endlich wieder offen haben dürfen. Die Gäste waren sehr diszipliniert und halten sich an die Bestimmungen.«

Guter Besuch
Auch beim Gasthaus »Kohler« in Waldenstein freute man sich über viele Besucher, die über das Wochenende die Gaststätte besuchten. Georg Kohler: »Da wir einen großen Sparverein haben, war die Nachfrage zum weiteren Ablauf sehr groß. Die geltenden Maßnahmen waren mit der Benutzung des Face-Shields und regelmäßigem Desinfizieren relativ leicht umsetzbar.« Wegen des sonnigen Wetters konnte auch der Sitzgarten genutzt werden, die Gäste waren diszipliniert und zeigten Verständnis für die Maßnahmen. »Die Freude, endlich wieder zum ›Wirt des Vertrauens‹ gehen zu dürfen, überwog«, so Kohler.

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