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Wolfsberg. Als das Mini‑Ambulatorium von der »pro mente:kinder jugend familie GmbH« in Wolfsberg vor zwanzig Jahren seine Türen öffnete, war die Idee ebenso einfach wie revolutionär: medizinische Versorgung dort anbieten, wo sie gebraucht wird – schnell, unkompliziert und ohne lange Wege. Heute, zwei Jahrzehnte später, ist die Einrichtung aus dem Lavanttal nicht mehr wegzudenken. Das Mini-Ambulatorium ist eine zentrale Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und deren Familien mit Entwicklungsstörungen. Unterstützt werden Kinder und Jugendliche bei einer Vielzahl von Herausforderungen, die Familien an ihre Grenzen bringen. Dazu gehören unter anderen Schwierigkeiten in der Sprachentwicklung, motorische Auffälligkeiten, Schul- und Lernprobleme, Schlafstörungen sowie Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen. Auch bei psychischen Belastungen wie Ängsten, Depressionen oder Krisen bietet das Team des Mini-Ambulatoriums professionelle Hilfe. Geschäftsführer Georg Spiel sagt: »Unser Credo seit 20 Jahren lautet: Es geht darum, Entwicklungsprobleme frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln. Und eine entsprechende Versorgung vor Ort anzubieten.«
14-köpfiges Team
Heute arbeitet ein 14-köpfiges Team aus verschiedenen Fachbereichen am Mini-Ambulatorium in Wolfsberg. Unter der Leitung von Anna Zarfl gibt es Klinische und Gesundheitspsychologen, Fachärzte, Ergotherapeuten, sowie Lese-, Rechtschreib- und Rechentherapeuten. Zusammengearbeitet wird mit Kindergärten und Schulen, sowie niedergelassenen Therapeuten und psychosozialen Einrichtungen. Auch mit dem künftigen Primärversorgungszentrum in Wolfsberg hofft Spiel auf eine gute Zusammenarbeit.
»Es geht darum, Entwicklungsprobleme frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln«
Georg Spiel, Geschäftsführer
»Wir wollten nie ein isolierter medizinischer Punkt sein, sondern Teil eines Netzwerks«, sagt Spiel. Dieser Ansatz habe sich bewährt – und sei einer der Gründe, warum das Ambulatorium bis heute so gut funktioniere.
Rund 560 Kinder und Jugendliche und deren Familien nehmen die Angebote des Mini-Ambulatoriums pro Jahr in Anspruch. Das Angebot ist kostenlos. Die Behandlungen und Therapien werden von der Österreichischen Gesundheitskasse und dem Land Kärnten finanziert. Grußworte zum Jubiläum überbrachte auch der Wolfsberger Bürgermeister Alexander Radl. Der meinte: »Das Mini-Ambulatorium ist ein sicherer Hafen für Kinder, Jugendliche und Familien, die Unterstützung brauchen. Aus meinem vorherigen Beruf als Lehrer weiß ich, dass hier in Wolfsberg auf höchstem Niveau gearbeitet wird.«
Pläne für die Zukunft
Für die Zukunft hat man sich viel vorgenommen, so Spiel. Der Umgang mit sozialen Medien soll bei Gruppeninterventionen im Mittelpunkt stehen. Seit er damit begonnen habe, in diesem Feld zu arbeiten, habe sich darin Wesentliches getan: »Wir wissen inzwischen, dass die sozialen Medien, im Speziellen das Cybermobbing, einen enormen Einfluss auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen haben und sich auf die soziale Entwicklung der Betroffenen auswirken. Das ist ein Riesenthema.«
// Info
Mini-Ambulatorium Wolfsberg
Sporergasse 12/14,
9400 Wolfsberg
T: +43 4352 37 700,
M: miniamb-wolfsbergno@spampromente-kijufa.at

Von Michael Swersina
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