Seit 1887 | Das unabhängige Wochenblatt für Unterkärnten

Bürgermeister musste in Bad St. Leonhard seinen Sessel räumen – jetzt regieren die FaschingsnarrenAusgabe 47 | Mittwoch, 19. November 2025

Manuel I. Koinig und Nina I. Hobel bilden das neue Prinzenpaar der Leonharder Faschingsgilde. Bei der Vorstellung am Dienstag der Vorwoche, wurde prompt der Sessel von Bürgermeister Dohr »eingenommen«. Neu ist auch Friedrich Huber als Präsident der Gilde.

E-Mail

0 Kommentare

Meist gelesen

Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Der neue Gildenpräsident Fritz Huber, Prinz Manuel I. Koinig, auf seinem Schoß Prinzessin Nina I. Hobel und Bürgermeister Dieter Dohr (v. l.), der seinen Bürgermeistersessel bereits räumen musste. Foto: Tripolt

Artikel

Bad St. Leonhard. Traditionell am 11. November – allerdings nicht um 11.11 Uhr, sondern erst um 17 Uhr, weil man den Titel als Faschingslandeshauptstadt um 11.11 Uhr in Klagenfurt wieder abgeben musste – wurde in Bad St. Leonhard das neue Prinzenpaar der Faschingsgilde präsentiert.

Wie immer war das Prinzenpaar auch in diesem Jahr eines der bestgehüteten Geheimnisse im oberen Lavanttal. Mit Blaulicht und Folgetonhorn der örtlichen Feuerwehr kam der Reisebus angerollt, aus dem die Gildenmitglieder, das alte (Landes-)Prinzenpaar, bestehend aus Tina I. Schüssler und Daniel III. Stückler, und ihre Nachfolger ausstiegen. Das neue Prinzenpaar bilden Prinzessin Nina I. Hobel (25) und Prinz Manuel I. Koinig (36).

Nina Hobel ist 25 Jahre alt, stammt ursprünglich aus Klagenfurt, wohnt in Bad St. Leonhard, ist Malermeisterin und arbeitet bei der Wohn- und Fassaden Richter GmbH. In ihrer Freizeit liest die 25-Jährige gerne. Manuel Koinig wohnt in Lichtengraben bei Bad St. Leonhard und ist beruflich bei der Stora Enso GmbH als technischer Leiter angestellt. Der 36-Jährige widmet seine Freizeit der Jagd und der Freiwilligen Feuerwehr Wisperndorf.

Traditionell musste Koinig als angehender Prinz seine Prinzessin selbst auswählen. In die Auswahl involviert war dabei Koinigs Frau Michaela, wie der Prinz sagt: »Es war mir wichtig, dass sie dabei eingebunden ist. Wir haben beide schnell gewusst, dass Nina die ideale Besetzung für die Rolle als Prinzessin ist. Wir kennen sie lange, und sie versteht sich super mit unseren Kindern.« Manuel und Michaela Koinig haben zwei Töchter – Romana, acht Jahre alt, und Elena, sechs Jahre alt. Zusammen hat das Ehepaar die nun amtierende Prinzessin mit einem Blumenstrauß gefragt, ob sie im Fasching 2025/26 an der Seite von Manuel »regieren« möchte. »Ich musste nicht lange überleben und habe gleich zugestimmt«, blickt die 25-Jährige zurück.

»Wir wollen einfach Spaß haben und den Sitzungen unseren persönlichen Stempel aufdrücken«, sagt das neue Prinzenpaar voller Vorfreude auf die Sitzungen, die im Jänner und Feber des kommenden Jahrs stattfinden.

Neue Gilden-Spitze
Neu ist in Bad St. Leonhard aber nicht nur das Prinzenpaar. Auch im Vorstand der Faschingsgilde gibt es Änderungen. So hat Friedrich »Fritz« Huber das Amt des Präsidenten von Erich Schatz übernommen, der diese Position zuvor 19 Jahre lang inne hatte. Huber sagt: »Es sind sehr große Fußstapfen, in die ich trete. Erich Schatz hat diese Rolle 19 Jahre lang perfekt ausgefüllt und die Sitzungen in Höhen geführt, wie es in den besten Zeiten in den 1970er und 1980er Jahren war. Seine Leistung war gewaltig.« Huber möchte die Gilde, die mittlerweile bereits um die 100 Mitglieder umfasst, »gut führen, zusammenhalten, Spaß haben. Wenn wir das Niveau weiterhin so hoch halten können, sind wir auf einem guten Weg denke ich«, so Präsident Huber. Erich Schatz bleibt dem Leonharder Fasching aber als Saalsprecher bei den Sitzung weiterhin erhalten.

Und es gibt weitere Änderungen im Vorstand. So wurden die Rollen unter den Mitgliedern neu verteilt, mit Ralf Zimmermann (Kassier), Horst Schüssler (Kassier-Stv.) und Gudrun Offner (Schriftführer-Stv.) sind gleich drei völlig neue Mitglieder im Vorstand der Gilde. Neue Rollen eingenommen haben Markus Sturmer als Vizepräsident, Werner Pichler als Schriftführer sowie Harald Rutrecht als Schriftführer-Stellvertreter.

Apropos Sitzungen: Neben der Seniorensitzung, die am Mittwoch, 21. Jänner, stattfindet, gibt es zum Auftakt am 23. Jänner, wie schon in den vergangenen beiden Jahren, wieder eine Benefizsitzung, deren Reingewinn gespendet wird. Wohin bzw. an wen die Spendensumme dieses Mal geht, steht noch nicht fest. Präsident Fritz Huber sagt: »Wir werden aber auf jeden Fall auch heuer wieder versuchen, dass das Geld jemandem im Lavanttal zugute kommt.«

Nur noch Restkarten
Karten für die weiteren fünf Sitzungen (24., 30. und 31. Jänner sowie 6. und 7. Feber) gibt es allerdings nur noch vereinzelt. »Wir sind Mitte November fast ausverkauft, das ist gewaltig. Etwas Besseres kann man sich eigentlich nicht wünschen, wenn die Programme aus den Vorjahren so gut angenommen wurden, dass der Vorverkauf praktisch von alleine läuft«, so Huber, der auch einen Ausblick auf das Programm gibt: »Eine Änderung wird es ganz sicher im Showblock geben, da Ulli Lackner nicht mehr dabei ist. Es bleibt aber beim musikalischen Abschluss der Sitzungen. Wir freuen uns auf eine gute Saison.«

ThemenChronik, Bad St. Leonhard, Faschingsbeginn, Prinzenpaar, Vorstellung, Faschingsgilde, Präsident, Fritz Huber, Manuel Koinig, Nina Hobel

0 Kommentare Kommentieren

Keine Kommentare gefunden!

Liebe Leserinnen und Leser, in diesem Kommentarbereich prüfen wir alle Beiträge, bevor sie veröffentlicht werden. Ihr Kommentar erscheint, sobald er gesichtet wurde.

Bitte melden Sie sich an, um die Beiträge zu lesen oder zu kommentieren.AnmeldenHier Registrieren