24-Stunden-Betreuung: Die Versorgung der betreuten Personen im Lavanttal ist gesichertAusgabe 17 | Mittwoch, 22. April 2020

Die Coronakrise stellt auch die Anbieter der 24-Stunden-Betreuung vor neue Herausforderungen. Besonders schwierig ist es derzeit, neue Betreuungskräfte ins Land zu holen. Die Lavanttaler Anbieter HC24 und AIS haben diese Situation aber sehr gut gemeistert.

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Wolfsberg. Die Auswirkungen des Coronavirus stellen auch die 24-Stunden-Betreuung vor neue Herausforderungen.  Probleme ergeben sich dabei hauptsächlich bei den eingeschränkten Reisemöglichkeiten der Betreuerinnen. Da-durch kann es zu Engpässen in der 24-Stunden-Betreuung kommen. Kärntenweit werden aktuell rund 1.600 Familien mit 24-Stunden-Betreuung von ihren regulären Betreuungskräften versorgt. Für den Fall der Fälle, dass ausländische Betreuungskräfte aufgrund von rigorosen Reisebeschränkungen ausfallen, hat das Land ein umfassendes Maßnahmenpaket in die Wege geleitet.

Sollte eine Betreuungskraft ausfallen, wird von Seiten des Landes versucht, eine Betreuung in den eigenen vier Wänden weiterhin aufrechtzuhalten. So werden verstärkt mobile aber auch ehrenamtliche Dienste angeboten bzw. vermittelt. Außerdem wurde bundeseinheitlich ein Anreiz für Betreuungskräfte gesetzt, ihren regulären Turnus um mindestens vier Wochen zu verlängern: Sie erhalten zusätzlich 500 Euro. Sollte es trotzdem nicht möglich sein, dass eine zu betreuende Person weiterhin zu Hause versorgt wird, hat das Land in Kurkliniken und anderen Einrichtungen mit 120 Betreuungs- bzw. Pfle-geplätzen vorgesorgt.

Wie gehen im Lavanttal ansässige Unternehmen damit um? Das Unternehmen Healthcare24 (HC24) gibt es seit zehn Jahren und betreut mehr als 100 Familien in Kärnten, der Steiermark und Wien. Die Betreuer kommen hauptsächlich aus Rumänien, der Slowakei und Ungarn. »Es wurden sofort alle Familien und Betreuer über die allgemeinen Hygienemaßnahmen schriftlich und mündlich aufgeklärt. Wir haben versucht mit den Familien die Hygienestandards auch durchzugehen und darauf verwiesen (genug Seife, Desinfektionsmittel usw. einzukaufen). Weiters haben wir sofort mit den Betreuerinnen über die Turnusverlängerungen gesprochen«, erzählt Geschäftsleiter Christian Pichler.

Durch die jahrelange Zusammenarbeit und den intensiven Kontakt zu den einzelnen Familien, seien bis jetzt auch weder Engpässe noch Versorgungsschwierigkeiten für die Klienten entstanden. »Durch die breite Aufstellung der ausländischen Agenturen sind wir in der Lage, auch in dieser schwierigen Zeit, Entlassungen aus den Spitälern Wolfs-berg und Klagenfurt zu übernehmen«, zu übernehmen. Die Betreuerinnen werden von HC24 an der Grenze abgeholt und zu den Familien gebracht.

Auch bei der AIS-Group ist die 24-Stunden-Betreuung gesichert. Wir haben ausreichend Personenbetreuer im Land, um die Versorgung sicherzustellen. Dank der 500-Euro-Prämie der Bundesländer konnten viele Betreuer dazu bewegt werden, ihren Turnus zu verlängern«, erzählt Geschäftsführer Gerhard Hofstätter. Auch neue Betreuer werden weiterhin immer wieder nach Österreich geholt.

Dafür wurde im AIS-Center in Wolfsberg sogar eine eigene Quarantänestation eingerichtet und es wurden Corona-Tests organisiert. »Wir tun alles Menschenmögliche, den Betrieb bestmöglich aufrechtzuerhalten«, so Hofstätter. Österreichweit werden rund 500 Familien betreut. Die Betreuer kommen hauptsächlich aus Rumänien, Kroatien, Ungarn, Bulgarien und der Slowakei. »Die Situation ist schwierig. Neue Betreuer ins Land zu bekommen ist mit einem riesigen Aufwand in finanzieller und organisatorischer Hinsicht verbunden«, so Hofstätter.

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