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Wolfsberg. Bereits zum vierten Mal in Folge führte Pilzexpertin Evelin Delev vom Naturwissenschaftlichen Verein für Kärnten die Wanderung ehrenamtlich an. Organisiert und initiiert wurde die Veranstaltung von Kräuterpädagogin Christine Ganster, die damit erneut auf großes Interesse stieß.
Im Mittelpunkt stand nicht allein die Suche nach essbaren Schwammerln. Vielmehr erhielten die Teilnehmer spannende Einblicke in die besondere Lebensweise dieser Organismen. Obwohl die Trockenheit zunächst wenig Hoffnung auf eine große Vielfalt gemacht hatte, hatte sich die Situation in den vergangenen Wochen etwas entspannt. So konnten verschiedene Pilzarten gemeinsam betrachtet und besprochen werden.
Dabei wurde deutlich, wie faszinierend die Naturwelt der Pilze ist. Auch das Zusammenspiel zwischen Pilzen und Bäumen sorgte für Staunen. Unter der Erde können Pilze mit den Wurzeln von Bäumen Lebensgemeinschaften eingehen. Über diese sogenannten Mykorrhiza-Verbindungen tauschen die Partner Nährstoffe aus und unterstützen sich gegenseitig. Was im Wald oberirdisch oft verborgen bleibt, ist für das Funktionieren vieler Ökosysteme von großer Bedeutung.
Speisepilze sicher erkennen
Ein weiterer Schwerpunkt der Führung war die Unterscheidung von Speisepilzen und ihren giftigen Doppelgängern. Anhand anschaulicher Beispiele erklärte Delev, worauf beim Bestimmen der Arten zu achten ist. So gibt es etwa beim Parasol ähnliche Pilze, bei denen wichtige Erkennungsmerkmale fehlen oder anders ausgeprägt sind. Auch bei den Hexenröhrlingen wurden Unterscheidungsmerkmale erläutert, die bei der Bestimmung helfen. Die Führung zeigte damit, dass beim Schwammerlsuchen nicht allein das Aussehen zählt. Einzelne Merkmale müssen sorgfältig geprüft werden, denn Verwechslungen können gefährlich sein. Im Zweifel sollte ein Pilz nicht verzehrt und von einer fachkundigen Person bestimmt werden.
Neben ihrem kulinarischen Wert wurden auch die Inhaltsstoffe von Speisepilzen angesprochen. Sie liefern unter anderem Vitamine und weitere Nährstoffe. Bestimmte Pilze werden zudem in der Forschung und in traditionellen Anwendungen als sogenannte Vitalpilze thematisiert. Dabei ist allerdings zwischen wissenschaftlich belegten Wirkungen und nicht ausreichend nachgewiesenen Gesundheitsversprechen zu unterscheiden.
Fortsetzung bereits geplant
Für die Teilnehmer verging die Zeit im märchenhaften Wald wie im Flug. Sie konnten nicht nur ihr Wissen über heimische Pilze erweitern, sondern auch die Natur aus einer neuen Perspektive kennenlernen. Die Begeisterung war groß, und die Wanderer zeigten sich dankbar für die fachkundige Begleitung. Auch eine Fortsetzung ist bereits in Aussicht: Evelin Delev hat ihre Zusage für eine weitere Pilzführung im kommenden Jahr gegeben. Der genaue Termin steht noch nicht fest. Damit dürfen sich alle Naturinteressierten schon jetzt auf eine weitere Entdeckungsreise durch die faszinierende Welt der Pilze freuen.

Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion
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